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DUFTSTOFFE - Nein Danke

Duft- und Riechstoffe schaden der Gesundheit, nicht nur in Einzelfällen

 Immer mehr Menschen erkranken durch die stetig wachsende Verwendung
parfümierter Produkte

     Riech- oder Duftstoffe sind Substanzen, die man einem Produkt beigibt

-  um es zu parfümieren
- um den Geruch anderer Komponenten zu überdecken
- um auf Stimmungen und Gefühle einzuwirken

     Die Herstellung dieser Substanzen erfolgt 

- synthetisch
- durch Extraktion aus Naturprodukten
- durch eine Kombination von beidem
 
Duftstoffe sind in vielen Haushaltsprodukten enthalten. In jüngerer Zeit werden Duftstoffe
auch gezielt in der Raumluftbeduftung, im Sinne eines Duft-Marketings eingesetzt.
 
Einsatzgebiete von natürlichen und synthetischen Duftstoffen:
 
Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetika und Parfüms, Säuglingspflegemittel, Körperpflegemittel (Cremes, Duftgele, Seifen, Haarsprays, Deos, Rasierwasser,  …), Duft- und Raumsprays, Duftlampen und Duftkerzen, Duftsäckchen, Duftpapiere, Duftaufkleber, Toilettenpapier, Duftbäumchen (Kfz) , Raumbeduftungsanlagen (Duftsäulen), Duftöle für Klimaanlagen, Zigaretten und Tabake, Lebensmittel, Arzneimittel, Farben, Lacke, Baustoffe, Hölzer (Terpene), Möbel, Geräte, Einrichtungsgegenstände, Abwasserbeduftungsanlagen, Erdgas, Heizöl, u. a.
 
Einige als Duft- und Riechstoffe häufig verwendete Substanzen und ihr gesundheitsschädigendes Potential
 
-  Essigsäurebenzylester, bBetroffene Organe: Nerven, Nieren: mögliches Karzinogen
-  Benzylalkohol, Sedativum
2,6-Di-tert-butyl-p-Kresol, betroffene Organe: Lungen; mögliches Karzinogen
-  Cumarin, Karzinogen bei Tieren
-  p-Cymol, betroffenes Organ: ZNS: chronischer Effekt: Lungen-, Leber- und Nierenschäden
-  Diethylphthalat, betroffene Organe: Nerven, mögliches Risiko angeborener Missbildungen beim Fötus
-  Moschus-Keton, verstärkt die karzinogene Wirkung anderer Stoffe; nachgewiesen in Blut, Fettgewebe und Muttermilch,
   Überwindet Plazentaschranke
Terpentinöl (Kiefernöl), (Kontakt)allergen, wirkt irritativ, nerven- und leberschädigend
-  Toluol, Betroffene Organe: Leber, Nieren, Gehirn, Blase; eine der neun wichtigsten Grundsubstanzen für die Synthese von
   Duftstoffchemikalien
-  4-Vinylphenol, toxisch bei Inhalation, kann die Fruchtbarkeit  beeinträchtigen, sensibilisiert Atemwege und Haut
-  2,6-Xylenol, toxisch bei Inhalation. Der Stoff schädigt die oberen Atemwege, Augen und Haut
  
Quelle u. a. FPIN, s.u.
 
Hintergrundinformationen
 
-   80 - 90% der über 3000 Substanzen, die in Duftstoffen Verwendung finden, sind synthetisiert, meist aus Erdölderivaten.
-   Fieber, Migräne, Hautausschläge, Asthma, Schwindel, Herzbeschwerden, Geburtsschäden, Krebs sowie viele andere Beschwerden
    und Krankheiten können in Zusammenhang mit Duftstoffen stehen.
-   Die Beurteilung der Schädlichkeit der verwendeten Substanzen liegt  weitgehend bei den Riechstoff-
    herstellern.
-   Die Herstellertests betreffen meist nur Auswirkungen auf die Haut. Selten  beurteilen sie die Effekte auf den respiratorischen,
   neurologischen  und reproduktiven Bereich.
-   Duftstoffe können selbst in winzigen Dosen Wirkungen im Zentralen Nervensystem (ZNS) auslösen und krankmachen.
-   Für die Festlegung der Grenzwerte einzelner Substanzen werden laut regulatorischer Anforderung nur wenige
    toxikologische Untersuchungen durchgeführt. Zur Bewertung werden in der Regel vor allem die Dosis und über-
    wiegend Akuteffekte herangezogen. Weder Kombinationseffekte, noch die Rolle  der Halbwertzeiten, die Dauer der
    Einwirkung, die Temperatur, noch ein mögliches Suchtpotential werden adäquat untersucht und bleiben somit weitgehend
    unberücksichtigt.
-   Auch natürliche Duftöle können Reaktionen auslösen.
-   Viele Substanzen sind ähnlich langlebig und fettlöslich wie Chlor-Pestizide und  bleiben wie diese in Gewässern erhalten.
 
***
 
Ihr Verzicht auf Duftstoffe bedeutet:
 
Sie tun etwas für Ihre eigene Gesundheit
 
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit aller
ist Ihnen wichtiger
als Ihr Recht auf individuelle Freiheit
 
Sie leisten einen Beitrag zur Verringerung
schädlicher Chemikalien in Luft, Boden und Wasser

***
 
In Nordamerika gibt es vermehrt in Kindergärten, Schulen, Kirchen,  Hotels, Restaurants, Arztpraxen,
Krankenhäusern, u. a. duftstofffreie Zonen bei uns leider noch nicht.

***
Slogans:
 
Duftstofffreie Zone
Parfüm – Nein Danke
Bitte kommen Sie duftstofffrei
 
Umfassende Literaturangaben:
Fragranced Products Information Network (FPIN)  http://www.fpinva.org  
 
Produktinformationen:
-  Oekotest http://www.oekotest.de  
-  Stiftung Warentest   http://www.stiftung-warentest.de
 
Von staatlichen Stellen und Verbraucherschutzorganisationen werden zurzeit noch viel zu wenig Informationen zum "Gesund-
heitsrisiko Duftstoffe" angeboten. Es ist deshalb notwendig, sich an diese Stellen zu wenden mit der Bitte um mehr Aufklärung,
mehr Prävention und mehr Verbraucherschutz im Bereich der Duft- und Riechstoffe.
 
Links:
Europäische Kommission - SANCO, Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz www.europa.eu.int
Europäische Verbraucherzentrale   http://www.beuc.org
Verbraucherzentrale Bundesverband    http://www.vzbv.de
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)  http://www.bfr.bund.de
Umweltbundesamt (UBA)    http://www.umweltbundesamt.de
Konsumentenschutz Schweiz    http://www.konsumentenschutz.ch
Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz  Österreich  http://www.bmsg.gv.at
 
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