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05.10.2006
WHO fordert verschärfte Schadstoffgrenzwerte in der EU
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verlangt deutlich niedrigere Grenzwerte für Luftschadstoffe als sie bisher in der Europäischen Union oder in den USA vorgeschrieben sind.
Feinstaub, der zu großen Teilen aus dem Straßenverkehr stammt, ist der derzeit gefährlichste Luftschadstoff in Europa. Etwa zwei Millionen Menschen weltweit müssen nach WHO-Schätzungen vorzeitig sterben, weil sie aggressiven Schadstoffen in der Luft nicht ausweichen
können.
Insgesamt fordert die WHO mit einer jetzt vorgelegten neuen Richtlinie eine Absenkung der aktuellen Grenzwerte für Feinstaub, Ozon und Schwefeldioxid in der EU. Aktueller Hintergrund sei der Beschluss des Europäischen Parlaments für eine teilweise Abschwächung der
künftigen EU- Grenzwerte für Feinstaub sowie für längere Übergangsfristen für ihre Einhaltung.
WHO-Richtwerte liegen deutlich unter aktuellen EU-Richtlinien
Mit den neuen Richtlinien gibt die WHO erstmals einen Grenzwert für Feinstaub in der Atemluft vor, dem derzeit folgenschwersten Luft-Schadstoff: Die kleinsten Feinstaubpartikel (PM 2,5) allein senken laut WHO die statistische Lebenserwartung jedes Deutschen um
durchschnittlich 10,2 Monate. Bereits die aktuellen EU-Grenzwerte für Feinstaub werden derzeit von 48 deutschen Städten zumeist weit überschritten. International existieren in vielen Ländern keinerlei Richtwerte.
Auf Grund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse hat die WHO zugleich ihre Richtwerte für Ozon und Schwefeldioxid substanziell gesenkt, im Falle von Schwefeldioxid um mehr als 80 Prozent. Die neuen Werte liegen damit deutlich unter den aktuellen EU- Richtlinien.
Und/oder
WHO hält EU- Grenzwerte für viel zu hoch
Erstmals hat die Weltgesundheitsorganisation ihre Richtlinien für Luftqualität vorgestellt. Die Grenzwerte für Feinstaub liegen dabei deutlich unter denen der Europäischen Union. Laut WHO-Recherchen verkürzt Feinstaub das Leben jedes Deutschen im Schnitt um zehn
Monate. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,440992,00.html
Und/oder
Luftreinhaltung: WHO für schärfere Standards in Städten
Genf (ddp). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert mehr Anstrengungen zur weltweiten Luftreinhaltung in städtischen Ballungsräumen. Eine drastische Reduzierung der Feinstaubbelastung könne die Zahl der vorzeitigen jährlichen Todesfälle in von...
http://www.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2006&m=10&d=6&id=124574
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25.09.06 Von Deutsche Umwelthilfe e.V.
Umwelthilfe warnt EU-Parlament, "statt Feinstaub dessen Grenzwerte zu bekämpfen"
Berlin (ots) - In einem Schreiben an die deutschen Abgeordneten des EU-Parlaments fordert die Deutsche
Umwelthilfe eine Verschärfung der Grenzwerte statt neue Ausnahmetatbestände - Aktuelle Langzeitstudie bestätigt verheerende Wirkung der Feinstaubbelastung am Beispiel von Frauen in Nordrhein-Westfalen - Fachwissenschaftler appellieren in München und Paris an EU-Verantwortliche, Grenzwerte
nicht abzuschwächen
Berlin, 25. September 2006: In gleichlautenden Schreiben an deutsche Abgeordneten des Europäischen Parlaments hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) die Parlamentarier dringend aufgefordert, am morgigen Dienstag gegen die vom Umweltausschuss vorgeschlagene
Aufweichung der EU-Feinstaubrichtlinie zu stimmen. Der vom deutschen Berichterstatter Holger Krahmer (FDP) zu verantwortende Vorschlag bedeutet faktisch eine erhebliche Verwässerung der derzeit geltenden Richtlinie und die würde ausgerechnet diejenigen belohnen, die sich bisher nicht
ausreichend um die Reduzierung des Feinstaubs bemühen.
"Es ist angesichts jährlich über 70.000 vorzeitiger Todesfälle durch Feinstaub allein in Deutschland geradezu öbzon, wenn EU-Parlamentarier nun statt des Feinstaubs die Feinstaub-Grenzwerte bekämpfen", sagte
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Er erinnerte daran, dass erst die seit Anfang 2005 EU-weit verbindlichen Feinstaubgrenzwerte und die Probleme bei ihrer Einhaltung in vielen Ballungszentren Kommunen, Länder und den Bund "aus ihrer Lethargie beim Schutz der Bürgerinnen und Bürger
gegen dieses mit Abstand schwerwiegenste Luftreinhalteproblem in Deutschland und Europa geweckt" habe.
Der Umweltausschuss des Europaparlaments hatte im Juni einen von Umweltschützern als halbherzig kritisierten Vorschlag von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas zur Weiterentwicklung
der Feinstaubrichtlinie weiter entschärft. Danach sollen die Tagesgrenzwerte für Partikel mit 10 Mikrometer Durchmesser (PM 10) in Zukunft 55 statt bisher 35 Mal pro Jahr überschritten werden dürfen. Ein neuer Grenzwert für die besonders gefährlichen Teilchen unterhalb 2,5 Mikrometer
(PM 2,5) soll statt ab 2010 erst 2015 verbindlich werden. Außerdem soll es für die Kommunen großzügige Ausnahmeregelungen bei der Einhaltung der Grenzwerte geben.
Die geplante Aufweichung gültiger Grenzwerte sei angesichts der in Europa von der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
ermittelten 370.000 vorzeitigen Todesfälle pro Jahr an sich schon ein Skandal. "Dass diese Initiative in eine Zeit fällt, in der sich die verheerende Bilanz der Feinstaubbelastung auch in deutschen Langzeitstudien bes-tätigt, macht sprachlos", so Resch. Der DUH-Geschäftsführer verwies auf
aktuelle Fachpublikationen (Septemberausgabe der Zeitschrift "Epidemiology") wonach sich bei Frauen mittleren Alters in Nordrhein-Westfalen, die an verkehrsreichen Straßen wohnen, die Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauferkrankungen oder Erkrankungen der Atemwege zu sterben, um 70 Prozent
erhöht. Resch: "Das Ergebnis ist nicht überraschend, es bestätigt seit Jahren bekannte Untersuchungen aus den USA, die nirgends und von niemandem angezweifelt werden. Kein Abgeordneter des Europäischen Parlaments, der dieses Problem auf die lange Bank schieben will, kann hinterher sagen,
er habe das nicht gewusst."
Kürzlich hatten sich bereits Epidemiologen und Fachmediziner in München und Paris in einem dringenden Appell an die Verantwortlichen in den Gremien der EU gewandt. In der "Declaration on need for stricter European Regulation of Air Pollution" vom 4.
September fordern die Wissenschaftler EU-Kommission und EU-Parlament auf, sich angesichts der gesicherten Erkenntnisse über die verheerenden Folgen der Feinstaubbelastung in Europa gegen eine Aufweichung der EU-Feinstaubgrenzwerte zu entscheiden. Ein solches Vorgehen werde alle Bemühungen
der vergangenen Jahre unterminieren, in Europa zu einem besseren Schutz der Bevölkerung vor Luftverunreinigungen zu kommen und auch ein negatives Signal in andere Länder der Welt mit ähnlichen Luftreinhalteproblemen aussenden.
Originaltext: Deutsche Umwelthilfe e.V.
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=22521
Für Rückfragen: Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe e. V. - Bundesgeschäftsführer, resch@duh.de
Dr. Gerd Rosenkranz, Deutsche Umwelthilfe e. V. - Leiter Politik, rosenkranz@duh.de
web. www.duh.de
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11.09.2006 Experten halten Feinstaub-Grenzwerte für zu hoch In Deutschland werden die bestehenden Grenzwerte für Feinstaub bislang nicht konsequent eingehalten - kein
Wunder, denn eine Überschreitung hat bislang nur selten Konsequenzen. Nun stellt die Weltgesundheitsorganisation WHO auch noch fest, daß die geltenden Grenzwerte viel zu hoch sind.
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=404351,4678,/medizin/atemwege
09.09. Feinstaubstreit - Tauziehen um Grenzwerte Der EU-Umweltkommissar will die Grenzwerte für Feinstaub deutlich reduzieren - doch die Städte schaffen es
schon jetzt nicht, die geltenden Vorschriften einzuhalten. Im EU-Parlament wird die Diskussion um die Limits erbittert geführt. mehr...
http://www.spiegel.de/auto/werkstatt/0,1518,436017,00.html
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Umweltbundesamt (UBA) Dessau, den 09.03.2006 Feinstaub aus Kaminen und Holz-Öfen verringern Moderne Holzfeuerungsanlagen, strengere Auflagen und mehr Aufklärung helfen gegen den
gesundheitsschädlichen Feinstaub
Immer mehr private Haushalte und kleine Gewerbebetriebe heizen mit Holz und holen mit Kamin oder Kaminofen Behaglichkeit ins Wohnzimmer. Das ist zwar gut fürs Klima, denn Holz setzt bei seiner Verbrennung nur soviel klimaschädliches
Kohlendioxid frei, wie vorher beim Pflanzenwachstum im Holz gebunden wurde. Aber: Die mehreren Millionen kleinen Holzfeuerungsanlagen stoßen in Deutschland insgesamt etwa soviel gesundheitsschädlichen Feinstaub aus, wie die Motoren von Pkw, Lkw und Motorrädern. Das Umweltbundesamt (UBA)
meint daher: Kleine Holzfeuerungsanlagen müssen sauberer werden. Der Ausstoß des Feinstaubes muss drastisch abnehmen. Moderne Öfen, strengere Auflagen für den Betrieb kleiner Holzfeuerungen und eine bessere Aufklärung helfen dabei. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die von der Bundesregierung
geplante Novellierung der gesetzlichen Regelungen für kleine Holzfeuerungsanlagen.
Denn dort gibt es einige Möglichkeiten: Feuerungsanlagen in privaten Haushalten, Handwerks- und Gewerbebetrieben müssen zwar nicht genehmigt werden. Gleichwohl gibt es Anforderungen an deren Betrieb –
geregelt in der 1. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BImSchV - Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen). Die Bundesregierung plant eine Novellierung dieser Verordnung. Nach Auffassung des UBA sind dabei zum Beispiel Emissionsgrenzwerte und Mindestwirkungsgrade
für alle Einzelraumfeuerstätten bei der Typprüfung festzulegen. Diese erfolgt, ehe die Geräte für den Markt zugelassen werden. Das garantiert, dass saubere Anlagen auf den Markt kommen. Auch die Grenzwerte für den Ausstoß von Staub sollten verschärft werden. Feinstaub kann die menschliche
Gesundheit erheblich beeinträchtigen. Er wirkt negativ auf die Atemwege – Husten und die Zunahme asthmatischer Anfälle sind die Folge – sowie auf das Herz-Kreislauf-System. Dies kann die Lebenserwartung vermindern.
Es gibt auf dem Markt bereits moderne Holzfeuerungsanlagen, die
relativ geringe Feinstaubemissionen verursachen. Dazu zählen in erster Linie mit Holzpellets – mit kleinen Holzpresslingen – betriebene Feuerungen. Besonders emissionsarme Pelletöfen und –heizkessel können das Umweltzeichen „Blauer Engel“ erhalten. Weitere Informationen zum Umweltzeichen
für Holzpelletfeuerungen gibt es im Internet unter http://www.blauer-engel.de.
Wie
viel Feinstaub tatsächlich ausgestoßen wird, hängt nicht nur von Art und Alter der Anlage ab. Auch die Art der Befeuerung, der Wartungszustand der Anlagen und die Auswahl sowie die Qualität des genutzten Holzes sind zu beachten. Daher sollten Betreiber auch besser als bisher informiert und
ihre Anlagen überprüft werden. Dies könnten die Schornsteinfeger bei ihren ohnehin stattfindenden Routineprüfungen übernehmen.
Ausführlichere Informationen zum Thema hat das Umweltbundesamt in dem achtseitigen Hintergrundpapier „Die Nebenwirkungen der Behaglichkeit: Feinstaub aus
Kamin und Holzofen“ zusammengefasst. Es kann im Internet unter
www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/holzfeuerung.pdf herunter geladen werden.
HTML :http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2006/pd06-013.htm
PDF:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2006/pdf/pd06-013.pdf
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24.08.2006
Kurorte wollen eigene Richtlinie für Feinstaub Die deutschen Kurorte wollen für sich selbst strengere Richtlinien bei Feinstaubmessungen anlegen. Der Deutsche Heilbäderverband stellte jetzt ein entsprechendes Projekt
beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach vor.
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=415861,4650,/medizin/umweltmedizin
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24.05.2006
Gefahr durch Feinstaub Menschen mit Diabetes, Herzinsuffizienz, COPD oder Rheuma haben eine deutlich geringere Lebenserwartung, wenn sie einer hohen Feinstaubbelastung ausgesetzt sind.
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=405930,4542,/medizin/atemwege
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15.05.2006
Schadet viel Feinstaub Feten? Eine hohe Feinstaub-Belastung kann möglicherweise schon Ungeborenen schaden, hat eine US-Studie ergeben.
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=404779,4531,/medizin/frauengesundheit
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22.12.2005
Gemeinsame Presse-Information von Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Robert Koch-Institut (RKI) und Umweltbundesamt (UBA)
„Umwelt und Gesundheit in Deutschland – Beispiele aus dem täglichen Leben.“
Ausgabe 2005 informiert Verbraucherinnen und Verbraucher
Druckfrisch liegt sie vor: Die kostenlose Neuauflage der 2004 erstmalig erschienenen Broschüre „Umwelt und Gesundheit in
Deutschland – Beispiele aus dem täglichen Leben.“. Auf 120 Seiten gibt es den aktuellen Wissensstand zu Themen wie Feinstaub, Lärm, Mobiltelefone und gesunde Lebensmittel. Die Broschüre beschreibt nicht nur allgemeinverständlich die Problemthemen an der Schnittstelle von Umwelt- und
Gesundheitsschutz, sondern sie gibt auch konkrete Hinweise, was gegen umweltbedingte Gesundheitsrisiken getan werden muss und kann. Denn trotz spürbarer Verbesserungen durch konsequenten Umwelt- und Gesundheitsschutz bleibt noch einiges zu tun – etwa bei der Chemikalienbewertung oder beim
Lärm. Herausgeber der Broschüre sind das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Robert Koch-Institut (RKI) und das Umweltbundesamt (UBA).
Die aktualisierte Broschüre
erfüllt eine wichtige Forderung des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) des Bundesumweltministeriums (BMU), des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) und des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Die interessierte Öffentlichkeit besser
über gesundheitliche Folgen möglicher Umwelteinwirkungen auf den Menschen zu informieren.
So geht das Kapitel Reicht die Luft zum Atmen? ausführlich auf die EU-Feinstaubrichtlinie ein, deren verschärfte Grenzwerte ab Anfang 2005 die Bürgerinnen und Bürger sowie die zuständigen
Behörden zunehmend beschäftigen.
Das Kapitel Wer macht den Lärm? betrachtet die EG-Umgebungslärmrichtlinie, die Deutschland im Juni 2005 in deutsches Recht überführte. Auf ihrer Grundlage ist es künftig einfacher, Umweltlärm zu vermindern und momentan noch ruhige Gebiete besser vor
Lärm zu schützen.
Das völlig neu gestaltete Kapitel „Sind unsere Lebensmittel sicher?“ informiert über neue Erkenntnisse zu unerwünschten Stoffen, die viele Menschen täglich mit der Nahrung aufnehmen. Grundlage ist das über sieben Jahre laufende Lebensmittel-Monitoring des Bundes
und der Länder. Der Gesundheitssurvey für Kinder und Jugendliche (KiGGS) betrachtet zusätzlich das Ernährungsverhalten dieser Altersgruppen.
Klar ist: Der erfreuliche Trend zu einer qualitativen Verbesserung im Bereich Umwelt und Gesundheit setzt sich fort. Es hat sich viel getan:
Die gesundheitlichen Wirkungen der Blei- und Schwefeldioxid-Belastungen spielen in Deutschland heute kaum mehr eine Rolle. Diese und andere Beispiele zeigen: Anspruchsvoller Umweltschutz ist auch wirksame Gesundheitsvorsorge.
Doch neue Entwicklungen und Erkenntnisse bergen neue
Herausforderungen. Zu bekannten Chemikalien kommen neue hinzu. Bei manchen Stoffen stellt sich erst nach einiger Zeit heraus, dass sie für Umwelt und Gesundheit schädlich sind. Ziel aller Bemühungen ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um
diese Risiken zu vermindern – im Interesse der menschlichen Gesundheit und unserer Umwelt. Nicht nur Wissenschaft und Politik sind hier gefragt, sondern auch das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger.
Die Broschüre „Umwelt und Gesundheit in Deutschland – Beispiele aus dem täglichen
Leben. Ausgabe 2005“ ist beim Umweltbundesamt, c/o GVP Gemeinnützige Werkstätten, Postfach 33 03 61, 53183 Bonn, oder über uba@broschuerenversand.de kostenlos erhältlich und steht auf den Internetseiten des „Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit“ unter
http://www.apug.de/uug/index.htm
elektronisch bereit.
HTML:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2005/pd05-076.htm PDF:
http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi05/pd05-076.pdf
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21.12.2005
Herzleiden: Feinstaub schon in kleinen Mengen schädlich. Feinstaub kann offenbar schon in geringen Konzentrationen Herzleiden verursachen. In Experimenten fanden Mediziner Hinweise darauf, dass das Risiko selbst dann steigt,
wenn derzeit gültige Feinstaub-Grenzwerte eingehalten werden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-391538,00.html
20.12. 2005
Feinstaub belastet Kinder vor
allem in Großstädten Je höher die Feinstaub-Belastung in einer Stadt ist, umso geringer ist die Lungenfunktion bei Kindern. Dabei macht es nur wenig Unterschied, ob die Kinder an einer dicht befahrenen Straße wohnen oder nicht.
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=386239,4323,/medizin/atemwege
Feinstaub macht den Lungen von Kindern noch schwer zu schaffen Autoabgase und Feinstaub setzen den Lungen von Kindern tatsächlich schwer zu, wie Daten einer
neuen Studie zeigen. Die Studie enthält aber auch eine gute Nachricht: Die Luft ist in vielen Städten, vor allem in Ostdeutschland, in den vergangenen Jahren besser geworden.
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=386308,4323,/medizin/atemwege
Holzheizungen: Warnung vor Gesundheitsschäden Hamburg (ots) - Holzheizungen belasten die Luft ähnlich wie die Feinstäube im Dieselruß. Experten beziffern die
feinstaubbedingten vorzeitigen Todesfälle in Deutschland auf etwa 75.000, der durchschnittliche Verlust an Lebenserwartung für jeden... mehr...
http://www.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2005&m=12&d=15&id=121302
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01.12.05
Feinstaubvermeidung kann 35 Mrd. Euro im Europäischen Gesundheitswesen einsparen
Berlin (ots) - Erste deutsche interdisziplinäre Feinstaubkonferenz am 01. und 02. Dezember in der Charité mit Experten aus Medizin,
Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.
Die Vermeidung von Feinstaub könnte dem Europäischen Gesundheitswesen pro Jahr 35 Mrd. Euro sparen, dies gab Regierungsdirektor Dr. Reinhold Görgen aus dem Referat Luftreinhaltung des Bundesumweltministeriums heute auf der ersten
interdisziplinären Feinstaubkonferenz in Berlin bekannt: "Den Aufwendungen für die Umsetzung der Feinstaubvermeidungsstrategie für die Europäische Union von ca. 7 Mrd. Euro stehen Einsparungen und Gewinne im Gesundheitsschutz von ca. 42 Mrd. Euro gegenüber."
Anlässlich der
wissenschaftlich belegten schweren Gesundheitsschäden durch Feinstaub entbrannte die öffentliche Debatte über die Qualität der täglichen Atemluft. Nach der Einführung der EU-Grenzwertsenkung für Feinstaub zum 01.01.2005 gilt es, eine wissenschaftliche Bilanz zu ziehen und notwendige
Handlungsimpulse für das kommende Jahr 2006 zu setzen. Dieser Herausforderung stellen sich auf der ersten deutschen interdisziplinären Feinstaubkonferenz am 01. und 02. Dezember in der Berliner Charité Experten aus Medizin, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.
Regelmäßiger
Lungencheck beim Hausarzt
Prof. Dr. med. Christian Witt, Universitätsprofessor für Pneumologie an der Charité: "Das Feinstaubthema geht uns alle an. Untersuchungen zeigen, dass nur durch einen regelmäßigen Lungencheck entstehende Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt
werden können. Ein solcher Check sollte zum Pflichtrepertoire eines jeden Hausarztes gehören."
Originaltext: Charité - Universitätsmedizin Berlin Digitale Pressemappe:
http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55654
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14. Dezember 2005
Luftreinhaltung: Was tut meine Stadt gegen Feinstaub? UBALLL gibt Antwort! Internet-Link-Sammlung des Umweltbundesamtes führt Pläne zur Luftreinhaltung von Ländern und Kommunen auf
Das
Umweltbundesamt (UBA) hat die Internet-Adressen der Luftreinhalte-, Aktions- und Maßnahmeplänen der Bundesländer, Städte und Gemeinden zusammengestellt. Damit können sich nun schnell und aktuell alle Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, was an ihrem Wohnort getan wird, wenn
Luftqualitätsgrenzwerte überschritten werden. Die so genannten Luftreinhaltepläne sollen die Einhaltung der Luftqualitätsstandards garantieren. Dort, wo Luftschadstoffgrenzwerte überschritten sind – beispielsweise für Feinstaub – sind die zuständigen Behörden, in den meisten Fällen die
Städte oder Kommunen, verpflichtet, Pläne zur Luftreinhaltung aufzustellen. Die Zusammenstellung dieser Pläne – kurz "UBALLL - Umwelt Bundes Amt Liste Luftreinhalteplan Links – bietet das UBA unter der Internetadresse www.uba.de/Luftreinhalteplaene an.
Um nicht die
EDV-technische Bauernregel zu bestätigen, dass nichts so alt ist, wie eine Linksammlung der vergangenen Woche, überprüft das UBA alle Adressen regelmäßig auf ihre Gültigkeit, um die im Internet leider so häufig in Sackgassen endenden Verweise zu vermeiden.
Für Bürgerinnen und
Bürger, die ihre Stadt oder Region in der Liste vermissen, sind als besonderer Service noch die Internet-Kontaktadressen der Umweltministerien und sonstigen Umweltbehörden der Bundesländer ausgewiesen, mit deren Hilfe sie Informationen zur Luftqualität in ihrer Umgebung erhalten können.
Vom Umweltbundesamt bisher nicht aufgeführte Internetadressen weiterer Luftreinhaltepläne können per E-Mail an II5.1@uba.de, Betreff: UBALLL geschickt werden.
HTML:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2005/pd05-073.htm PDF:
http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi05/pd05-073.pdf
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Todesursache Luftverschmutzung
Luftverschmutzung ist für zahllose Erkrankungen und etliche Todesfälle in
Europa verantwortlich.
Zu diesem Ergebnis kommt eine österreichisch-schweizerisch-französische
Studie.
Um den Einfluss der Luftverschmutzung (gesamt und Anteil des Straßenverkehrs)
auf Mortalität und Krankheitsfälle (z. B. Inzidenz der chronischen Bronchitis,
stationäre Einweisungen wegen kardiovaskulärer oder respiratorischer Probleme,
Bronchitis-Episoden bei Kindern, Tage mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit)
abschätzen zu können, wurden epidemiologische Daten mit Messdaten zur Luftverschmutzung
(Teilchenkonzentration) in Beziehung gesetzt.
Die statistische Analyse ergab, dass in den Studienländern 6% der Todesfälle
(über 40 000 Todesfälle pro Jahr) durch Luftverschmutzung bedingt sind. Mehr als 50%
davon gehen auf das Konto der durch den Verkehr bedingten Luftverschmutzung. Dasselbe gilt
für über 25 000 jährliche neue Fälle chronischer Bronchitis, für über 290 000
Bronchitis-Episoden bei Kindern, für über eine halbe Million Asthmaanfälle und mehr als
16 Millionen Tage eingeschränkter Leistungsfähigkeit.
FAZIT:
Die Daten dieser großen epidemiologischen Studie zeigen, dass Luftverschmutzung
beträchtliche sozialmedizinische Bedeutung hat.
Rezension von "ÜB" in: Praxis-Depesche 24, 14.12.2000
Originalarbeit:
Künzli N et al.: Public-health impact of outdoor and traffic-related air
pollution: a European assessment. Lancet 356 (2000) 795-801.
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