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Von NeuroNews: Begünstigen Pestizide einen Morbus Parkinson? - Eine weiterhin ungeklärte Frage

Der Verdacht, dass eine chronische Exposition mit Pestiziden das Entstehen eines Morbus Parkinson begünstigt, ist immer noch nicht ausgeräumt (NeuroNews.de berichtete). Wissenschaftler des Department of Nutrition an der Harvard School of Public Health in Boston, USA haben nun in einer neuen Studie weitere Zusammenhänge zwischen einer geringfügigen aber chronischen Belastung mit Pestiziden und dem individuellen Parkinsonrisiko untersucht. Dafür analysierten sie Daten der Cancer Prevention Study II, einer 1992 begonnenen Langzeitstudie der American Cancer Society. Für die aktuelle Studie untersuchten die Forscher 143.325 Teilnehmer, die zum Studienbeginn 1992 weder an einem Morbus Parkinson erkrankt waren, noch eine Parkinsonsymptomatik aufwiesen. 7.864 Studienteilnehmer (5,7 Prozent) gaben an, dass sie Pestiziden ausgesetzt waren. Darunter befanden sich 1.956 Landwirte oder in der Landwirtschaft tätige Personen und Fischer. Der Datenabgleich ergab, dass die Personen mit einer zurückliegenden regelmäßigen Pestizidexposition eine um 70 Prozent höhere Inzidenz für einen Morbus Parkinson aufwiesen. Dabei spielte es keine Rolle, ob die mit Pestiziden belasteten Probanden aus dem Bereich der Landwirtschaft stammten oder nicht. Eine Exposition mit Asbest, Säuren, Lösungsmitteln und anderen Chemikalien hatte wie eine Belastung mit Kohlen- und Mineralienstaub und acht weiteren beruflich bedingten Belastungen keinen Einfluss auf die Inzidenz eines Morbus Parkinson. Angesichts dieser Studienergebnisse empfehlen die Forscher weitere Untersuchungen um herauszufinden, welche chemischen Bestandteile der Pestizide für diese Zusammenhänge verantwortlich sein könnten. http://www.neuronews.de/index.php?ACTION=news.inc&ARTIKEL_ID=7527

Originalveroeffentlichung: http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/abstract/112660877/ABSTRACT?CRETRY=1&SRETRY=0 <http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/abstract/112660877/ABSTRACT?CRETRY=1&SRETRY=0>

Anmerkung Scherrmann:
Interessant hier ist, dass
a) eine "chronische Niedrigdosis-Exposition) ("chronic low-dose exposure to pesticides") untersucht wird,
b) diese Veroeffentlichung in den Neuronews vorgestellt wird, einem Blatt, dass bisher Chemikalien als Ursache fuer neurologische Krankheiten und Beschwerden so gut wie nicht im Fokus hat,
c) im Original im Titel kein Fragezeichen steht.
d) im Original "may be", in den (deutschsprachigen) Euronews "weiterhin ungeklaert" steht.

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28.09.2006 Von PAN Germany

PAN Germany hat in zwei Stellungnahmen, die im Juni verabschiedeten Vorschläge der EU Kommission zur nachhaltigen Nutzung von Pestiziden (1) und zum Inverkehrbringen von Pestiziden (2) kommentiert:

(1) http://www.pan-germany.org/download/pan_position_zu_doc11902_06_u_11896_06.pdf
sowie
(2) http://www.pan-germany.org/download/pan_position-zu_dok11755_06.pdf.
Die Rahmenrichtlinie zum nachhaltigen Einsatz von Pestiziden soll erstmalig die Anwendung von Pestiziden auf Gemeinschaftsebene regeln.

Geplant sind unter anderem nationale Aktionspläne, um die Gefahren, Risiken und die Abhängigkeit vom Einsatz von Pestiziden zu reduzieren.

Die integrierte Landwirtschaft soll ab 2014 verbindlicher Standard im konventionellem Anbau werden. Wie diese Standards aussehen werden, ist jedoch noch ungewiss, ebenso wie die Finanzierung der nationalen Aktionspläne. Das größte Defizit an dem Vorschlag stellt jedoch aus unserer Sicht das Fehlen quantitativer Zielvorgaben und von Indikatoren dar. So bleibt ein guter Ansatz auf halbem Wege stecken.

Die neue Verordnung zum Inverkehrbringen von Pestiziden wird die EU-Richtlinie 91/414 ablösen. Erfreulich ist die Einführung des Substitutionsprinzips und der vergleichenden Bewertung von Pestiziden.

Danach werden gefährliche Stoffe durch weniger gefährlichere oder durch nichtchemische Alternativmethoden ersetzt werden. Die geplante Einführung einer zonalen Zulassung, wobei die EU in drei große Zonen unterteilt wird und den einzelnen Mitgliedsstaaten ihre souveräne Entscheidungsfreiheit bezüglich der Pestizidzulassung entzogen wird, ist nach unserer Auffassung abzulehnen. Ebenso problematisch ist der Vorschlag, weiterhin die Zulassung von krebserregenden, erbgutschädigenden, reproduktionstoxischen und hormonell wirksamen Pestiziden zu gestatten.

PAN Germany hofft, dass die bundesdeutschen Ministerien (BMU und BMELV) sich auch mit Blick auf die deutsche Ratspräsidentschaft für einen starken Umwelt- und Verbraucherschutz im Zuge der kommenden Beratungen im EU-Rat und im EU-Parlament einsetzen werden.

Weitere Informationen: Susanne Smolka, Tel. 040-399 19 10-24, susanne.smolka@pan-germany.org  (www.pan-germany.org, www.pestizidreduktion.de) Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. mailto:presse@pan-germany.org  http://www.pan-germany.org

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BUNDESTAG

Ernährung und Landwirtschaft/Antwort

Nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel im Handel vermehrt gefunden

Berlin: (hib/SAS) Bei rund 30 Prozent der 2005 von den Kontrollbehörden der Bundesländer besuchten 3.000 Handelsbetriebe ist der Zulassungsstatus der angebotenen Pflanzenschutzmittel beanstandet worden.

Neben den Kontrollen im Groß- und Einzelhandel hätten die Länder auch etwa 680 Internetseiten und -angebote zu Pestizidwirkstoffen unter die Lupe genommen, von denen zwölf Prozent beanstandet worden seien, berichtet die die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/2405) auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (16/2338).

Bei den so genannten Verkehrskontrollen der Länder werde überprüft, ob im Groß- und Einzelhandel oder im Internet nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel angeboten werden. Die Grünen hatten vermutet, dass solche Mittel hierzulande in großem Umfang angewendet werden.

Anlass für ihre Vermutung hätten verschiedene Untersuchungen der Bundesländer gegeben. So habe das Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum Baden-Württemberg bei seinen Untersuchungen das Vorkommen nicht zugelassener Pflanzenschutzmittel festgestellt. In 39 Prozent der im Jahr 2005 getesteten Strauchbeeren, so die Grünen weiter, seien nicht zugelassene Pestizide nachgewiesen worden.

Die Bundesregierung bestätigt, dass die Länder im vergangenen Jahr ihre Kontrollen schwerpunktmäßig auf Beerenobstkulturen gelegt hätten. Vorläufige Auswertungen der eingegangenen Ergebnisse hätten ergeben, dass bei etwa drei Prozent der Kontrollen das verwendete Pflanzenschutzmittel in Deutschland nicht zugelassen, bei etwa elf Prozent der Kontrollen das Präparat nicht in dem für Beerenobst zugelassenen Anwendungsgebiet eingesetzt gewesen sei.

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Umwelt-Medizin-Gesellschaft 19. Jahrgang, Ausgabe 1/2006, S. 1-84 Schwerpunkt: Agrogentechnik
Inhalt u.a:
W. Reuter: Pestizide in Lebensmitteln - Höchstmengenfestlegung und Belastung http://www.umwelt-medizin-gesellschaft.de

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06.08.2006

US-Umweltbehörde - Streit um Risikobewertung von Pestiziden
Washington - Die US-Umweltbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) hat eine zehnjährige Neubewertung von Pestiziden abgeschlossen. 
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=18358&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36
 

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10/99: Aus STICHWORT BAYER Nr. 3/99 hier mit Genehmigung veröffentlicht (mehr zu STICHWORT BAYER und COORDINATION GEGEN BAYERGEFAHREN am Ende der SIte.

Brasilien - Kaffeanbau mit tödlichen Nebenwirkungen- Staatsanwalt ermittelt gegen BAYER

Dem Leverkusener Chemiekonzern droht in Brasilien eine Anklage wegen der Vergiftung von Kaffebauern. Umweltverbände sprechen von schweren Gesundheitsschäden und zahlreichen Todesfällen durch das BAYER-Gift BAYSISTON - das Unternehmen weist jegliche Verantwortung zurück. Von Philipp Mimkes

Die Staatsanwaltschaft in Manhuacu im Bundesstaat Minas Gerais ermittelt gegen die deutsche BAYER AG, ein leitender Manager soll in einem Strafprozess persönlich angeklagt werden. Hintergrund: Durch das Pestizid BAYSISTON, Nr. 1 auf dem brasilianischen Markt, sollen mehr als 30 Kaffebauern vergiftet worden sein, 12 davon tödlich. Landarbeiterorganisationen schätzen die Zahl der gesundheitlich Geschädigten auf mehrere hundert.

Für den Umgang mit dem extrem giftigen Pestizid, dessen Zusammensetzung in Deutschland seit 20 Jahren nicht mehr zugelassen ist, gelten auch in Brasilien strenge Sicherheitsbestimmungen, wie etwa das Tragen von Atemgeräten und Schutzkleidung. Diese Ausrüstung ist aber für die armen Landarbeiter nicht erschwinglich und wegen der tropischen Temperaturen auch nicht verwendbar. Viele Landarbeiter sind zudem Analphabeten und können daher die Gebrauchsanweisung für die hochtoxischen Stoffe nicht lesen. Außerdem werden durch die omnipräsente Werbung für BAYSISTON die Risiken in den Hintergrund gedrängt, viele Kaffebauern glauben sogar, BAYSISTON sei ein Düngemittel zur Ertragssteigerung. Der ermittelnde Staatsanwalt Eduardo Nepomuceno beklagt denn auch die verharmlosende Werbung, die die möglichen Risiken völlig ausklammert.

Nach Angaben des ARD-Magazins Report, das auf Initiative der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN vor Ort recherchierte, ermittelt der Staatsanwalt gegen das Unternehmen auch in einem Zivilprozess wegen Umweltschäden. Ein BAYER-Sprecher weist hingegen alle Vorwürfe zurück, da sich die Firma "stark in der Anwenderaufklärung engagiere". Trotzdem wurde kürzlich bekannt, dass der Konzern 100.000 Real (rund 140.000 DM) in einen vom Staatsanwalt initiierten Fonds eingezahlt hat - ein gewisses Unrechtsbewußtsein scheint also doch vorhanden zu sein. Nepomuceno zufolge möchte das Unternehmen eine Verurteilung um jeden Preis vermeiden und strebt daher einen Vergleich an.

Nach Ansicht des Pflanzenschutz-Experten Mathias Frost, tätig für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), verstößt BAYER mit dem Vertrieb von BAYSISTON gegen den Verhaltenskodex der Welternährungsorganisation FAO zum Verkauf von Pestiziden. Danach sollen Hersteller vor allem in tropischen Ländern darauf verzichten, Pestizide in den Handel zu bringen, für deren Handhabung teure Schutzausrüstung erforderlich ist. Frost fordert das Unternehmen auf, das Mittel vom Markt zu nehmen, "weil die Anwendung gemäß Gebrauchsanweisung in Brasilien nicht sicher gewährleistet ist".

Die BAYER AG kontert, dass die Vergiftungsfälle bekannt seien, diese wären aber nicht die Folge von mangelhafter Aufklärung, sondern allein von "unsachgemäßer Anwendung". Hierzu Hubert Ostendorf von der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN: "Es ist zynisch, wenn das Unternehmen den Betroffenen die Schuld für die Vergiftungen mit dem Hinweis zuschiebt, sie müßten selbst für wirksame Schutzkleidung sorgen. Die Verantwortung liegt beim Hersteller, denn ein effektiver Schutz gegen diese Gifte existiert nicht, schon gar nicht in armen Ländern." Ostendorf fordert, der Konzern müsse seiner Verantwortung endlich gerecht werden und den Verkauf der hochgiftigen Agrochemikalien einstellen. "Denn von dem Pestizideinsatz profitieren lediglich Produzenten wie BAYER sowie skrupellose Plantagenbesitzer; die Gesundheit der Landarbeiter bleibt auf der Strecke. Alle Pestizide, die die Weltgesundheitsorganisation WHO als `extrem gefährlich' einstuft, müssen sofort vom Markt genommen werden!"

Zeugenaussagen zu BAYSISTON:

Ich, Marly Avidel Vilete, wohnhaft in Divino, gebe folgende Zeugnis: "Am 8. Dezember 1995 arbeitete mein Gatte Joao Jose Vilete (49) mit dem Mittel, ich fand ihn liegend auf dem Feld. Er hatte keine Kraft zu gehen und glühte, er hatte Kopfschmerzen und er erbrach sich viel, er hatte Schmerzen in der Brust, keine Stimme und hielt sich den Bauch mit geschlossenen Augen und am Ende verlor er gänzlich das Gleichgewicht. Er starb am selben Tag an Atemlähmung. Er hinterläßt eine Tochter."

Ich, Milton Pinto da Silva, wohnhaft in Carolas gebe folgendes Zeugnis: "Ich hatte Wunden am ganzen Körper und Fieber. Ich war acht Tage im Krankenhaus wegen mangelndem Sehvermögen. Die Symptome waren aufgetaucht, nachdem ich Mais aß, den ich mit BAYSISTON behandelt hatte.

Aus den Krankenhausakten des Hospitals Sao Vicente de Paulo von Manhumirim: "Geraldo Ribeiro Camargo, 51 Jahre alt, starb am 8.10 97, vier Tage nach der Einlieferung. Hatte Kontakt mit BAYSISTON". In dem Krankenhaus werden täglich etwa zwei BAYSISTON-Vergiftungen behandelt.

Der dreijährige Fabricio de Andrade wurde ins Krankenhaus von Manhuacu eingeliefert, nur weil er an einem Acker vorbeigegangen war, auf dem BAYSISTON gespritzt wurde. Sein Vater berichtet: "Die Sonne schien heiss und der Geruch des Mittels hing überall in der Luft". Der behandelnde Arzt weist darauf hin, dass die Dämpfe Übelkeit, Sehstörungen und Schüttelfrost hervorrufen.

Der Landarbeiter Adelino Ferreira starb, nachdem er zweieinhalb Tage BAYSISTON ausgebracht hatte. Das Gift drang durch seine Haut und die Atemwege. Für einen Grabstein hatte die Witwe mit den vier Kindern kein Geld.

 Rüdiger Hillmann, Toxikologe der Universitätsklinik Mainz: "Für die Leute, die das Mittel ohne Schutzkleidung ausbringen, besteht ein hohes gesundheitliches Risiko bis hin zur Lebensgefahr. Das bedeutet, eine Vergiftung mit einem derartigen Stoff führt in der Regel zu Muskelkrämpfen, zu Muskelzittern, zu tiefen Bewußtseinseintrübungen und zu Lähmungen der Muskeln bis hin zum Atemstillstand - dem Tod. Mit einem solchen Stoff umzugehen heißt, man sollte einen chemischen Vollschutzanzug tragen, also einen Anzug, der diesen Stoff nicht bis zu der Haut durchlässt. Und man sollte auch ein Atemschutzgerät tragen, damit Stäube nicht in die Lunge gelangen können."

BAYER zu BAYSISTON : Am Tag nach dem Bericht in der ARD versandte BAYER eine Pressemitteilung an "Entscheidungsträger" in Politik und Aufsichtsbehörden. O-Ton BAYER: "Bayer weist Vorwürfe des Fernseh-Magazins Report entschieden zurück (...). Wären diese Aussagen korrekt, hätte Bayer wegen seiner Selbstverpflichtung zu "Verantwortlichem Handeln (Responsible Care)" schon längst drastische Konsequenzen gezogen. Tatsache ist, dass BAYSISTON als Standardpräparat im brasilianischen Kaffee-Anbau wegen seiner guten Wirkung sehr bekannt und geschätzt ist. Das Präparat wurde nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Toxizitätsklasse II und damit als mindergiftig eingestuft. (...) Bayer startete vor Ort eine intensive Aufklärungs- und Schulungskampagne - u.a. mit Filmen, Demonstrationen sowie Bilderklärungen für Analphabeten. Außerdem gingen von Bayer beauftragte Mediziner und Toxikologen den von Ärzten und Hospitälern gemeldeten Vergiftungsfällen eingehend nach. Bis auf Einzelfälle mit leichten Symptomen konnten alle anderen angeblichen BAYSISTON-Vergiftungen auf andere Krankheitsursachen zurückgeführt werden. (...) Jeder bekanntwerdende Fall unsachgemäßen Umgangs mit unseren Präparaten wird von Bayer sehr ernst genommen und umgehend untersucht. Das Unternehmen hat stets mit größter Sorgfalt und Verantwortung die Ziele des FAO-Kodexes verfolgt, zu dessen Einhaltung es sich verpflichtet."

Uwe Friedrich vom Pestizid Aktions Netzwerk (PAN): "Diese selten schwache Presseerklärung belegt das schlechte Gewissen des Konzerns. Die von der ARD recherchierten Fakten werden nicht entkräftet. Stattdessen wird lediglich auf die bestehenden Selbstverpflichtungen verwiesen, gegen die bereits seit Jahren Verstöße gemeldet werden. Mit der selben Argumentation reagierte das Unternehmen schon auf Berichte über Missbrauch des Pestizids NEMACUR in Bananenplantagen in Mittelamerika.

Eine schlichte Lüge ist die Aussage, eine Einstufung des Pestizids in die Toxizitätsklasse II würde eine Mindergiftigkeit bedeuten. In Wahrheit entspricht einer Klassifizierung der Stufe II die Bewertung "hazardous" (gefährlich), was insbesondere in tropischen Regionen eine reale Gefahr darstellt. Die hohe Wertschätzung, von der BAYER spricht, resultiert aus der flächendeckenden Werbung, die die bestehenden Gefahren schlicht ignoriert, nicht aber aus einer sicheren Handhabbarkeit. Und selbst wenn BAYER vor Ort Aufklärungskampagnen betrieben hat, so können diese nicht sehr umfassend gewesen sein. Denn weder die interviewten Landarbeiter noch der Staatsanwalt hatten von ihnen zuvor gewusst."

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Aus STICHWORT BAYER Die anderen Informationen zu einem multinationalen Chemiekonzern Hg: COORDINATION GEGEN BAYERGEFAHREN , Postfach 15 04 18, 40081 Düsseldorf web: www.CBGnetwork.org

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