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Dez. 2006

Kabinett stoppt einheitliches Rauchverbot

Das geplante bundeseinheitliche Rauchverbot in Gaststätten, Schulen und öffentlichen Gebäuden ist offenbar vom Tisch. Das Kabinett will nur noch Verbote für Bundesbehörden beschließen. Um den Rest sollen sich die Länder kümmern. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,453251,00.html

Und/oder

Kein bundesweites Rauchverbot einzelne Länder erwägen Alleingang

Berlin - Ein bundesweites Rauchverbot in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden ist vom Tisch. Die Bundesregierung will sich aus verfassungsrechtlichen Gründen auf Regelungen für Gebäude beschränken, die in Bundeskompetenz liegen, wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Freitag bestätigte. Das Bundeskabinett will kommende Woche dazu Eckpunkte beschließen. Mit den Ländern solle es aber eine abgestimmte Initiative“ zum Nichtraucherschutz geben. Darüber wolle Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) [mehr] http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=20444  

Anmerkung Scherrmann:

Ich bin neugierig, wieviele Jahre oder Jahrzehnte es noch dauern wird, bis wir in allen Bundeslaendern eine aehnliche Gesetzeslage wie in Italien, Irland, Frankreich etc. haben werden.

Da Deutschland in vielen Bereichen (z. B. bzgl. der nichtvorhandenen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen) Alleingaenge vornimmt und auf Freiwilligkeit und individuelle Freiheiten setzt, habe ich nicht viel Hoffnung, dass sich in allen Bundeslaendern bzgl. des Rauchverbots - trotz aller medizinischen Erkenntnisse - in absehbarer Zukunft viel aendern wird.

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Rauchen beschleunigt Gelenkdegeneration bei Arthritispatienten

Boston – „Raucher riskieren einen schmerzvolleren und progressiveren Verlauf der Osteoarthritis als Nichtraucher“. Darauf weist ein US-amerikanisches Forscherteam aus Experten der Boston University, der University of California in San Francisco und http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=20446

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9.11.2006

Raucherinnen werden schwerer schwanger

Starkes Rauchen schädigt bei Frauen die Gebärmutter und schmälert nach den Daten einer Studie die Chancen auf eine Schwangerschaft. Häufiges Rauchen wirke sich direkt auf das Gewebe der Gebärmutter aus und erschwere Embryonen das Einnisten, berichtete die Arbeitsgruppe um Dr. Sérgio Soares aus Lissabon. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=426382,4767,/medizin/frauengesundheit

Oktober 2006

Passivrauchen kann das Brustkrebsrisiko verdoppeln

Bonn - Frauen unter 50 Jahre, die regelmäßig passiv rauchen, haben ein doppelt so hohes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, wie Frauen einer Vergleichsgruppe, die dieser Belastung nicht ausgesetzt sind. Auf eine entsprechende Metaanalyse in der [mehr] http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=26164

13.10.2006

Diabetes und Rauchen: Netzhaut- und Nierenerkrankungen als Folge

Ärzte fordern: Rauchen aufgeben, mehr Bewegung und ausgewogene Ernährung http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061012041

12.10.2006

Rauchverbot verbessert Gesundheit von Kellnern

Ein generelles Rauchverbot in Kneipen und Restaurants, wie es Ärzte auch für Deutschland fordern, verbessert schon nach wenigen Wochen die Gesundheit der dort angestellten Mitarbeiter. Das hat eine schottische Studie ergeben. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=422335,4724,/medizin/asthma

08.10.2006

Kinderschutz: Experten fordern Rauchverbot für Eltern

Hamburg (ddp). Politiker und Mediziner fordern ein Rauchverbot für Eltern in geschlossen Räumen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich in der Zeitung «Bild am Sonntag» für deutlich schärfere Regeln zum Nichtraucherschutz aus....

mehr... » http://www.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2006&m=10&d=9&id=124599

Frankreich untersagt das Qualmen in der Öffentlichkeit

Auf Frankreichs Raucher kommen harte Zeiten zu: Das Qualmen ihrer geliebten Gitanes, Gauloises oder anderer Glimmstengel soll schon bald an den meisten öffentlichen Plätzen verboten werden. Wer sich nicht daran hält, wird zur Kasse gebeten. mehr... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,441450,00.html

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Vom Bayrischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. München, 18. Oktober 2006

Schnappauf: Vor allem Kinder vor Qualm besser schützen

"Nach neuer Studie Belastung in Gaststätten, Kneipen und Diskotheken mit giftigen und zum Teil krebserregenden Stoffen erheblich"

Der Nichtraucherschutz in Bayern soll weiter ausgeweitet und verbessert werden. Das erklärte Gesundheitsminister Werner Schnappauf nach der gestrigen Befassung im Kabinett. Schnappauf: "Ganz besonders Kinder müssen noch stärker vor schädlichem Zigarettenqualm geschützt werden." Über die konkreten Maßnahmen in Bayern soll entschieden werden, sobald klar ist, welchen gesetzlichen Rahmen der Bund für mehr Nichtraucherschutz in Deutschland schafft. Nach neuesten Erkenntnissen sterben allein an den Folgen des Passivrauchens jährlich in Deutschland über 3.300 Menschen, auch Babys oder Kinder durch Plötzlichen Kindstod. Wie wichtig mehr Schutz ist, zeigen aktuelle erste Ergebnisse einer neuen, noch nicht abgeschlossenen Studie des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Danach ist die Belastung in Gaststätten, Kneipen und Diskotheken mit giftigen und zum Teil krebserregenden Stoffen erheblich und gefährdet die Gesundheit.

Schnappauf sprach sich deshalb erneut dafür aus, auch den Nichtraucherschutz in den Gaststätten zu erhöhen. "Insgesamt bleibt noch viel zu tun, um einen wirksamen Schutz der Nichtraucher zu erreichen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass in Bayern die Mitgliedsbetriebe des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes die freiwillige Vereinbarung über mehr Nichtraucherschutz einhalten und entsprechend Nichtraucherplätze zur Verfügung stellen. Allerdings sind besonders die Nicht-Mitglieder noch weit von einem wirksamen Nichtraucherschutz entfernt", zog Schnappauf eine erste Bilanz. Bayern hatte als erstes Land eine solche freiwillige Vereinbarung mit dem BHG geschlossen und gemeinsam eine Evaluierung durchgeführt. Schnappauf dankte dem Verband und seinem Präsidenten Wiggerl Hagn, dass mit so großem Einsatz für Nichtraucherschutz bei den Betrieben geworben wurde. Nach der Evaluierung haben 59,8 Prozent der BHG-Mitglieder, aber nur 37,3 Prozent der Nicht-Mitglieder Nichtraucherbereiche ausgewiesen.

Das LGL hat bisher in etwa 30 Gaststätten, Kneipen und Diskotheken, in denen Rauchen ohne Einschränkung möglich war, jeweils über vier Stunden die Belastungen gemessen. Danach liegen die Messwerte für Nikotin im mittleren Wert bei 51 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und damit deutlich über Konzentrationen von 10 Mikrogramm, für die nach der WHO bereits schwerwiegende Gesundheitseffekte zu erwarten sind. Die Feinstaubbelastung lag in Cafes, Gaststätten und Restaurants im Mittel bei 164 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, in Diskotheken gar bei 869 Mikrogramm pro Kubikmeter. Negative Effekte von Feinstaub auf Bronchien, Herz- und Kreislauf und das Immunsystem sind belegt. Die gemessenen Konzentrationen an flüchtigen organischen Verbindungen und an Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) liegen weit über empfohlenen Werten. Diese Substanzen können insbesondere Lungenkrebs verursachen bzw. Schleimhäute, Atemwege, Augen und Haut reizen.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de

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27.09.06 Vom Aktionsbündnis Nichtrauchen 

Rauchverbote schützen vor Herzinfarkten

   Eching/München (ots) - Konsequente Rauchverbote in der Öffentlichkeit verbessern die Gesundheit in der Bevölkerung erheblich. Dies belegen neueste Berichte aus Italien und den USA. So nahm nach den Untersuchungsergebnissen einer Forschergruppe der Universität Turin (1) die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen akuter Herzinfarkte im norditalienischen Piemont bereits im ersten Halbjahr signifikant ab, nachdem Anfang 2005 in Italien ein umfassendes Rauchverbot eingeführt wurde. Ähnliche Ergebnisse erzielten amerikanische Wissenschaftler an der Universität Colorado (2). Sie beobachteten, dass in dem Zeitraum von 18 Monaten nach Erlass eines Rauchverbots in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz die Krankenhausaufnahmen wegen Herzinfarktes im Einzugsbereich der Stadt Pueblo um fast ein Drittel zurückgingen. "Die Ergebnisse zeigen, wie wirkungsvoll - und notwendig - konsequente Rauchverbote sind", betonte der Toxikologe Professor Dr. Friedrich Wiebel, Sprecher des Aktionsbündnis Nichtrauchen, eines Zusammenschlusses führender deutscher Gesundheitsorganisationen (Bundesärztekammer, Bundesvereinigung für Gesundheit, Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe und Deutsche Lungenstiftung). Wiebel äußerte sich besorgt über die Pläne der Fraktionsspitzen von CDU/CSU und SPD, die ein, wie er sagte, "zahnloses Gesetz auf den Weg bringen wollen, das den Wünschen der Tabaklobby entgegenkommt, aber das berechtigte Schutzbedürfnis der Bürger, insbesondere der Arbeitnehmer unter ihnen, vor den Gefahren des Passivrauchens ignoriert." Es wäre nach Ansicht Wiebels mehr als blamabel, wenn die Bundesregierung bei Antritt der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im kommenden Jahr beim Schutz vor den Gesundheitsschäden durch Passivrauchen weit hinter den übrigen EU-Mitgliedsstaaten zurückbliebe.

   Quellen.
   (1)  European Heart Journal, 29. August 2006, elektronische Vorveröffentlichung
   (2)  Circulation, 25. September 2006. elektronischen Vorveröffentlichung

Originaltext:         Aktionsbündnis Nichtrauchen
Digitale Pressemappe:
http://presseportal.de/story.htx?firmaid=63675
Pressekontakt:
Prof. Dr. med. Friedrich Wiebel, AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN, c/o Ärztlicher Arbeitskreis, Rauchen und Gesundheit e.V.
Postfach 1244, D-85379 Eching/München, Tel. & FAX +49-89-318 58748, e-mail:
wiebel@globalink.org

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26.09.2006  Rauchen ist im Bordbistro der Bahn künftig tabu
Berlin - Raucher haben in den Bordbistros der Deutschen Bahn künftig das Nachsehen: Ab dem 1. Oktober darf in den rund 380 Bordbistros nicht mehr geraucht werden, wie die Bahn am Montag in Berlin mitteilte. „Damit sind wir eines der ersten [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=19434
und//oder
Bahn - Bistro wird Nichtraucher- Zone
Eine der letzten Raucherschutzzonen in Zügen wird abgeschafft. Bier, Kaffee, Brot und Würstchen sollen in Bistros von ICE und IR künftig ohne Nikotinwolken ausgegeben werden. Die Deutsche Bahn verhängt dort ein Rauchverbot.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,437739,00.html

19.09.2006  Passivrauchen - Mit Schutzmaske in die Disko
Zugreisende und Gaststättenbesucher in Deutschland atmen unfreiwillig enorme Mengen Tabakrauch ein - in Diskotheken etwa wären eigentlich Schutzmasken erforderlich. Experten warnen in einer neuen Studie vor den Folgen und fordern eine gesetzliche Regelung für den Nichtraucherschutz. 
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,437698,00.html

04-09.2006   WHO fordert mehr Nichtraucherschutz in Deutschland
Hamburg - Deutschland sollte nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Gaststätten und am Arbeitsplatz für „absolute Rauchfreiheit“ sorgen. Das fordert die oberste ... [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=18918&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

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23.ß8.2006 Zigarettengifte: Blockade von Reparaturmechanismen führt zur Entartung
Gainsville – Zigarettenrauch kann durch die Blockade von Reparaturmechanismen Brustkrebs verursachen. Dies geht aus einer Studie von Forschern der University of Florida (UFL) hervor.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=18698&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

22.08.2006: Frankreich will ab 2007 Rauchverbot an öffentlichen Orten
Paris - Frankreich will das Rauchen an öffentlichen Orten einschließlich Gaststätten und Hotels ab dem 1. Januar verbieten. „Das wird kommen“, sagte Gesundheitsminister Xavier Bertrand.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=18563&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

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Von Wort und Bild - Apotheken Umschau - 13.08.06
Raucherkinder stark belastet - Große Mengen krebserregender Substanzen im Baby-Urin

   Baierbrunn (ots) - Babys von Eltern, die stark rauchen, können  bereits hohe Mengen krebserregender Substanzen im Urin aufweisen,  berichtet die "Apotheken Umschau". In einer Studie von Medizinern des Krebszentrums der Universität von Minnesota (USA) war jedes zweite Baby hoch belastet. Die Eltern rauchten in Anwesenheit der  untersuchten Kinder im Schnitt 76 Zigaretten pro Woche. Rauch aus der Atemluft ist nicht die einzige Bedrohung für die Babys. Bereits  während der Schwangerschaft übertragen rauchende Mütter  Tabakschadstoffe über den Mutterkuchen auf das Kind.

   Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 8/2006 A liegt in den  meisten Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.
Originaltext:         Wort und Bild - Apotheken Umschau
Digitale Pressemappe:
http://presseportal.de/story.htx?firmaid=52678
Kontakt: Ruth Pirhalla, Pressearbeit, E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de

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06.08.2006 Koalition setzt beim Nichtraucherschutz auf Bundestags-Initiative
Berlin - Die Bundesregierung will im Bemühen um den Nichtraucherschutz vor gesetzgeberischen Schritten den Ausgang der Bundestags-Initiative abwarten. 
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=18357&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

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12.05.06
Wenn die Eltern rauchen: Giftstoffe im Urin der Säuglinge / Forscher fanden bei mehr als der Hälfte der Kinder krebserregende Chemikalien

   Baierbrunn (ots) - Wenn Mama und Papa rauchen, müssen ihre Kinder den Rauch mitinhalieren. Forscher der University of Minnesota (USA) fanden bei mehr als der Hälfte von Raucherkindern krebserregende Chemikalien im Urin, berichtet das Onlineportal GesundheitPro.de.
Diese stammen aus dem Tabak, den die Eltern konsumieren. Die Stoffe werden nur bei Kindern gefunden, die Tabakrauch ausgesetzt sind, so die Forscher.  Die Studie wird im Fachmagazin "Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention" veröffentlicht.

   Den vollständigen Artikel zum Thema "Rauchen" finden Sie unter
http://www.gesundheitpro.de/A060512BADEP024323
dem unabhängigen Onlineportal der Apotheken Umschau.


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"Rauchen ist kein Kavaliersdelikt" - 3300 Tote jährlich in Deutschland durch Passivrauchen

   Baierbrunn (ots) - Nach vorsichtigen Berechnungen einer neuen  Studie sterben jährlich in Deutschland rund 3300 Nichtraucher am
Tabakqualm rauchender Mitmenschen. Prof. Dr. med. Ulrich Keil,  Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der
Universität Münster, betont im Gesundheitsmagazin "Apotheken  Umschau", dass diese Zahl noch "eher zu niedrig gegriffen" sei. In
die Berechnung seien nur Passivraucher einbezogen worden, die zuhause mitqualmen müssen und nicht etwa Menschen, denen dies am Arbeitsplatz
zugemutet wird. Keil will nicht unnötig beunruhigen: Wer einmal  wöchentlich bei einem Kneipenbesuch Zigarettenrauch einatmet, habe
kein statistisch nachweisbar erhöhtes Risiko. Beschäftigte in Gaststätten sind die Leidtragenden. Neben den vielen Todesfällen sei
Passivrauchen auch für zahlreiche chronische Erkrankungen mitverantwortlich. Keil: "Rauchen in der Öffentlichkeit kann damit
nicht länger als Kavaliersdelikt gelten."
Originaltext:         Wort und Bild - Apotheken Umschau
Digitale Pressemappe:
http://presseportal.de/story.htx?firmaid=52678

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Ärzte: Politik muss mit Tabaklobby brechen

   Berlin (ots) - "Jährlich über 3.300 Todesfälle sowie vielfacher 'Plötzlicher Kindstod' in Folge von Passivrauchen allein in Deutschland sind das erschreckende Ergebnis tatenloser Politik. Statt ein konsequentes Rauchverbot in Schulen, Krankenhäusern, Gastwirtschaften und generell am Arbeitsplatz durchzusetzen, bleibt die Bundesregierung nach wie vor Schulter an Schulter mit der Zigarettenindustrie. Wir erwarten deshalb von der neuen Bundesregierung, dass sie mit der Lobby der Tabakindustrie bricht und endlich ernst macht mit dem Gesundheitsschutz in Deutschland", appellierten die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und die Bundesärztekammer heute eindringlich an die Vertreter der Großen Koalition.

   Gelegentliche Aufklärungskampagnen allein reichten nicht. Auch ständig wiederholte Appelle des Bundesgesundheitsministeriums zur Prävention seien ohne Bedeutung, wenn die Bundesregierung andererseits gegen ein europäisches Tabakwerbeverbot zu Felde ziehe, das fast alle EU-Länder unterstützen. "Rauchen gefährdet eben nicht nur die Gesundheit des einzelnen Rauchers, sondern auch die der nichtrauchenden Mitmenschen, insbesondere der Kinder. Und es entstehen nicht nur millionenschwere Folgekosten in der gesundheitlichen Behandlung bei Passivrauchern. Es ist auch schlicht unverantwortlich gegenüber der nächsten Generation, dass Deutschland im europäischen Kontext Schlusslicht in der Raucherbekämpfung ist.
Wir können nicht ständig von Effizienzreserven im Gesundheitswesen reden und dann auf Kosten der Gesundheit sparen wollen - das ist schlichtweg Ignoranz gegenüber dem medizinisch Notwendigen."

Pressekontakt:
Pressestelle der deutschen Ärzteschaft, Tel. (030) 4004 56-700 oder 0172-250 37 90 od. 0172-214 27 91

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23.9. 99:  USA: Aussergerichtliche Einigung:  Die US-Tabakindustrie wurde schon mehrfach zu Schadenersatzzahlungen an einzelne Raucher in Millionenhöhe verpflichtet. Im November 1998 hatten sich die Tabakindustrie und 46 Bundesstaaten in einem aussergerichtlichen Vergleich auf eine Rekordent- schädigung von 206 Milliarden Dollar innerhalb von 25 Jahren verständigt. Zuletzt hatte im Juli ein Schwurgericht in Miami fünf US-Konzerne erstmals im Falle einer Sammelklage schuldig gesprochen, die Gefahren des Rauchens verschleiert zu haben.

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Jena, Oktober 1999: PASSIVRAUCHEN:  Nach Berechnungen des Deutschen Krebsforschungszentrums sterben in Deutschland jährlich 400 Menschen an einem Lungenkrebs, den sie sich durch das Passivrauchen zugezogen haben.

Die Krebsgefahr durch Passivrauchen ist nach Ansicht des Heidelberger Krebsforschers Nikolaus Becker inzwischen gründlich belegt.

"Das Thema ist ausreichend erforscht", sagte der Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums am Rande eines Kongresses in Jena. Weitere Studien dazu in Auftrag zu geben, hätte nur noch aus politischen Gründen Sinn - etwa um neue gesetzliche Regelungen zum Nichtraucherschutz zu begründen.

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Johann Wolfgang von Goethe an Karl Ludwig von Kneble, 1776/1806:

Das Rauchen macht dumm; es macht unfähig zum Denken und Dichten. Es ist auch nur für Müssiggänger, für Menschen, die Langeweile haben, die ein Dritteil des Lebens verschlafen, ein Dritteil mit Essen und Trinken und anderen notwendigen oder überflüssigen Dingen hindudeln und alsdann nicht wissen, obgleich sie immer vita breves sagen, was sie mit dem letzten Dritteil anfangen sollen. Für solche faulen Menschen ist der liebevolle Verkehr mit den Pfeifen und der behagliche Augenblick der Dampfwolke, den sie in die Luft blasen, eine geistvolle Unterhaltung, weil sie ihnen über die Stunden hinweghilft.

Wenn es so fortgehen sollte, wie es den Anschein hat, so wird man nach zwei oder drei Menschenaltern schon sehen, was diese Schmauchlümmel aus Deutschland gemacht haben: An der Geistlosigkeit, Verkrüppelung und Armseligkeit unserer Literatur wird man es zuerst bemerken, und jene Gesellen werden ihre Misere dennoch höflich bewundern. Und was kostet der Greuel! Schon jetzt gehen 25 Millionen Taler in Deutschland in Tabakrauch auf, die Summe kann auf 40, 50, 60 Millionen ansteigen. Und kein Hungriger wird gesättigt und kein Nackter bekleidet. Was könnte mit dem Gelde geschehen!

Aber es liegt auch im Rauchen eine arge Unhöflichkeit, eine impertinente Ungeselligkeit. Die Raucher verpesten die Luft weit und breit und ersticken jeden honetten Menschen, der nicht zu seiner Verteidigung zu rauchen vermag. Wer ist denn imstande, in das Zimmer eines Rauchers zu treten, ohne Übelkeit zu empfinden? Wer kann darin verweilen, ohne umzukommen?

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