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Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitsstoerung (ADHS) durch
Umweltgifte
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Die haeufigsten chemischen Belastungen von
Kindern sind Umweltgifte und lebensstilbedingte
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Noxen. Eine Exposition beginnt bereits vor der
Geburt. Mitunter koennen diese Belastungen langfristig
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weitaus staeker auf die kindliche Entwicklung
wirken, als bisher angenommen. Die Situation
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von Kindern in Bezug auf Umweltgifte wird vor
dem Hintergrund der Aufmerksamkeitsdefizit-
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/Hyperaktivitaetssstoerung (ADHS) diskutiert. Neue
Studien zu Tabakrauch, Blei, PCBs, Pestiziden,
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Quecksilber und Mangan verdichten die Hinweise
auf neurotoxische Schaedigungen, deren Symptomatik
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starke Aehnlichkeiten zur kindlichen ADHS
aufzeigt. Neurotoxine muessen zukuenftig weitaus
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staerker als Risikofaktor berueksichtigt werden.
Es zeigt sich zudem, dass interdisziplinaee
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Arbeit fuer eine Kinderumwelt und damit ein
Erziehungsfeld ohne Neurotoxine notwendig ist. Die
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Erziehungswissenschaft muss sich an der
Diskussion beteiligen, da sozialpaedagogische Massnahmen
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nach gegenwaertigem Kenntnisstand nur einen Teil
der Intervention bei Verhaltensauffaeligkeiten
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im Kindes- und Jugendalter darstellen.
Praevention
kommt eine besondere Rolle zu, da paedagogische
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Rahmenbedingungen, Arrangements und Settings,
in denen Kinder sich entwickeln koennen, ein
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gesundheitlich unbedenkliches Umfeld in die
paedagogische
Planung integrieren muessen.
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- Schluesselworte: ADHS, Kinder, Neurotoxine, Umweltgifte,
lebensstilbedingte Noxen
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- den ganzen Artikel
als pdf-file:
http://www.safer-world.org/d/krank/umg-408-Sauerbrey.pdf
aus umg 1/2010:
AD(H)S und Umweltgifte - eine
Aktualisierung der Studienlage
Die Studienlage zu Umweltgiften als empirisch
nachgewiesenen Risikofaktoren der kindlichenAufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
(AD(H)S) ist inzwischen umfangreich. Die Datenlage wies jedoch bisher
Unzulänglichkeiten bei den diagnostischen Kriterien auf, die einigen
toxikologischen Untersuchungen zugrunde lagen. Ebenso sind Erhebungen
postnataler Exposition nicht ausreichend vorhanden. Zudem könnten weitere
chemische Noxen bedeutsam sein, die im Kinderalltag vorkommen, die jedoch
bisher nicht oder nicht ausreichend untersucht worden sind. Der Artikel
fasst daher die Ergebnisse neuerer empirischer Studien zu Blei, Phthalaten
und Tabakrauch seit 2008 zusammen.
Es zeigt sich, dass Umweltgifte in der
multifaktoriellen Genese der AD(H)S zukünftig in Diagnostik und Therapie,
besonders jedoch in der Prävention, dringend berücksichtigt werden sollten.
Schadstoffe könnten insgesamt ein deutlich größerer Risikofaktor für AD(H)S
sein, als bisher weitgehend angenommen wird.
Schlüsselworte: ADS, ADHS, Kinder, Neurotoxine, Umweltgifte, Blei,
Phthalate, Tabakrauch
den ganzen Artikel
als pdf-file:
http://www.safer-world.org/d/krank/umg-1.10-Sauerbrey.pdf
Weitere Informationen zu
"Kindheit und Umwelt" finden Sie auf Ulf Sauerbreys web unter
http://www.kindheit-und-umwelt.de.tl/
Website der Zeitschrift
umwelt-medizin-Gesellschaft (umg):
www.umwelt-medizin-gesellschaft.de
Dank an die Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft (umg)
http://www.umwelt-medizin-gesellschaft.de/ und den Autor, den
Artikel hier veroeffentlichen zu koennen.
Weitere Informationen bekommen Sie auf Ulf Sauerbreys web
http://www.kindheit-und-umwelt.de.tl/
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