|
SAFER WORLD a private independent international internet information network www.safer-world.org/ Balkansyndrom
|
|
contact: info@safer-world.org |
8.1.01: Uran-Verdacht in zwölf Ländern Unter Soldaten geht die Angst vor dem "Balkan-Syndrom" um Deutschland steht mit seiner Sorge um das "Balkan-Syndrom" nicht allein. Auch in elf anderen Ländern wurden bereits Fälle von Soldaten gemeldet, bei denen der Verdacht besteht, dass sie im Zusammenhang mit dem Kontakt radioaktiver, uranhaltiger Munition auf dem Balkan erkrankt oder gestorben sind. Im Folgenden ein Überblick. Sehen Sie mehr ueber das Golfkriegs-syndrom unter unter http://www.safer-world.org/e/disease/gulf.htm und uebr abgereichertes Uran unter http://www.safer-world.org/e/chem/uranium.htm ITALIEN 18 Fälle von Soldaten, die an Krebs gestorben oder daran erkrankt sind, werden untersucht. Acht Soldaten sind gestorben. Eine Regierungskommission leitet die Untersuchung. GROSSBRITANNIEN: Nach seinem Einsatz in Bosnien ist ein Soldat aus unbekannter Ursache an Krebs erkrankt. TSCHECHIEN: Den Leukämie-Tod eines Hubschrauberpiloten nach seinem Bosnien-Einsatz will die Armee untersuchen. BULGARIEN: Die rätselhafte Erkrankung eines Soldaten nach seinem Einsatz im Kosovo 1999 soll in Deutschland genauer untersucht werden. Er leidet seit seinem Kosovo-Einsatz unter Muskelschwund, Schmerzen in den Gliedern und Haarausfall. SPANIEN: Nach offiziellen Angaben ist ein spanischer NATO-Soldat nach der Rückkehr vom Balkan an Leukämie gestorben. Zwei weitere Militärs sind an Krebs erkrankt. Die Interessenvertretung der Soldaten spricht dagegen von vier Toten und sechs Krebserkrankungen. Madrid hatte schon vor Wochen begonnen, alle auf dem Balkan stationierten 32.000 Soldaten zu untersuchen. PORTUGAL: Ein Todesfall und ein Fall von Krebserkrankung. Auch Portugal begann, seine 10.000 auf dem Balkan stationierten Soldaten, Polizisten und Zivilbeobachter zu untersuchen. BELGIEN: Fünf ehemals in Kroatien und Bosnien stationierte Soldaten sterben an Krebs. Nach Zeitungsberichten sind vier weitere Soldaten an Krebs erkrankt. Verteidigungsminister Andre Flahaut kündigte Reihenuntersuchungen an. FRANKREICH: Vier Soldaten, die auf dem Balkan eingesetzt waren, erkranken nach Angaben des Verteidigungsministeriums an Leukämie. Minister Alain Richard ordnete eine Untersuchung an. SCHWEIZ: Der Leukämie-Tod eines Hauptmannes wird untersucht. GRIECHENLAND: Laut Verteidigungsministerium erkrankt ein ehemals in Bosnien stationierter Soldat an Leukämie. Alle Soldaten, die sich in Bosnien und Kosovo aufgehalten haben oder noch dort sind, sollen untersucht werden. DÄNEMARK: Zwei im Kosovo-Krieg eingesetzte Soldaten erkranken an Leukämie. 8. Januar 2001 Mit Material von: DPA ------------- 7/1/2001: Von Germnews: - Bundeswehr war vor uranhaltiger Munition gewarnt Berlin. Die Bundeswehr ist zu Beginn des Kosovo-Krieges 1999 von der NATO vor moeglichen Gefahren uranhaltiger Munition gewarnt worden. Das Verteidigungsministerium hat einen entsprechenden Bericht der "Berliner Morgenpost" bestaetigt. Man habe den Soldaten eindeutige Befehle gegeben, wie sie sich bei Zielen verhalten sollen, die von uranhaltigen Geschossen zerstoert wurden, hiess es. Wegen der Gesundheitsgefaehrdung durch diese Munition hat der Bundeswehrverband das Verteidigungsministerium kritisiert. Berichte deutscher Soldaten, die auf dem Balkan stationiert waren, deuteten auf Versaeumnisse des Ministeriums hin. Die Bundeswehr untersucht unterdessen den Fall eines geheilten Ex-Zeitsoldaten. Waehrend des Bosnien- und spaeter auch waehrend des Kosovo-Krieges haben die USA uranhaltige Munition verwendet. Sie ist leicht radioaktiv. Es besteht daher die Moeglichkeit, dass sie Krebs verursacht. ------------------------ Von: VDI-Nachrichten 05.01.01Anerkennung von Leukämie als
Dienstbeschädigung gefordert Berlin/Uelzen
(dpa) - Der Vater des nach einem Balkan-Einsatz an Leukämie erkrankten Soldaten hat die
Bundeswehr dringend gebeten, die Krankheit seines Sohnes Christian als Dienstbeschädigung
anzuerkennen. «Die Bundeswehr war sein Arbeitgeber und kann sich nicht ganz aus der
Verantwortung nehmen», sagte Rolf Büthe am Samstag in einem dpa-Gespräch. Sein
Sohn gelte als geheilt, habe aber als Zeitsoldat ausscheiden und eine gering bezahlte
Umschulung zum Ver- und Entsorger in der Abfall- und Wasserwirtschaft annehmen müssen.
«Dienstlich ist für ihn eine Welt untergegangen», sagte der Vater. Christian
Büthe erklärte: «Ich wäre gerne länger bei der Bundeswehr geblieben. Aber ich kann
verstehen, dass ich mit dieser Krankheit nicht bleiben konnte.» Der heute 24-Jährige war
nach der Rückkehr von einem mehrmonatigen Bosnien-Einsatz Anfang 1998 mit der
Drohnenbatterie 1 aus dem niedersächsischen Delmenhorst zusammengebrochen. Die Ärzte
stellten Blutkrebs fest. Als
Ursache sah die Familie aus Uelzen zunächst den Umgang mit Kerosin beim Be- und Enttanken
der Flugzeuge in Mostar. Vor eineinhalb Jahren strengte sie ein
Wehrdienstbeschädigungsverfahren an, über das noch nicht entschieden wurde. Die
Berichte über nach Balkan-Einsätzen an Blutkrebs gestorbene Soldaten in Italien und
Spanien und den möglichen Zusammenhang mit uranhaltiger Munition ließen den Fall seines
Sohnes aber in einem ganz neuen Licht erscheinen, sagt Rolf Büthe. «Ich kann nicht
glauben, dass andere Länder Tote haben und Deutschland mal wieder nicht betroffen sein
soll.» In seiner Familie habe es nie Leukämie gegeben. Er habe den Eindruck, die
Bundeswehr wolle etwas «hinter dem Berg halten». Der einfache Soldat könne sich nicht
wehren. Rolf
Büthe war selbst Zeitsoldat und bezeichnete die Bundeswehr als einen «vorbildlichen
Arbeitgeber» während seiner und auch der aktiven Dienstzeit seines Sohnes. Nun empfinde
er es aber als ungerecht, dass über Tage berichtete wurde, unter deutschen Soldaten habe
es keine Leukämie-Fälle nach Balkan-Einsätzen gegeben. Auch der Hinweis, dass die
leicht radioaktive Munition von der NATO in der Region Mostar gar nicht abgeschossen
wurde, rege ihn auf. Schließlich sei sein Sohn nicht immer in der Kaserne, sondern auch
im weiteren Umland gewesen. ================= Hier mit Erlaubnis publiziert: IPPNW-Presseinformation, 7. April 1999 NATO bestaetigt IPPNW US-Kampfflugzeuge verwenden in Jugoslawien Munition mit abgereichertem Uran-238. Auswärtiges Amt und NATO halten Munition für ungefährlich Daß die NATO in Jugoslawien Geschosse mit abgereichertem Uran einsetzt, hat NATO-Sprecher Giuseppe Marani laut der japanischen Tageszeitung "Mainichi" (Mittwochsausgabe) bestätigt. Marani bestritt zugleich, daß die Uran-Geschosse für unbeteiligte Zivilisten oder die Umwelt eine Gefahr darstellen. Entsprechend äußert sich ebenfalls das Auswärtige Amt in Bonn, dem der mögliche Einsatz dieser Waffen bekannt sei. In einem Schreiben (Briefdatum 14. April, Posteingang 20. April) an die IPPNW heißt es: "Auf der Grundlage bisher bekannter Untersuchungen nach dem Ende des Golfkrieges, in dem diese Art von Munition bereits verwendet wurde, ist jedoch davon auszugehen, dass Gefährdungen der von Ihnen beschriebenen Art für Mensch und Umwelt nicht auftreten." Die IPPNW hält diese Position aufgrund der Aussagen des amerikanischen Militärs für unhaltbar. Abgereichertes Uran-238 ist ein schwacher Alpha-Strahler, dessen besondere Gefährlichkeit entsteht, wenn es beim Auftreffen dieser Munition zu einer Feinzerstäubung des Uran, seiner Entzündung und damit der Freisetzung von Uranoxid in die Umwelt kommt. Bereits am 16. August 1993 erklärte Colonel (Oberst) Robert G. Claypool vom US-Army Surgeon General's Office zur Gefährlichkeit des abgereicherten Urans: "Wenn Soldaten abgereicherten Uranstaub einatmen oder schlucken unterliegen sie einer potentiellen Steigerung ihres Krebsrisikos. Die Höhe dieser Steigerung kann quantifiziert (im Sinne des zu erwartenden Verlusts an Lebenstagen) werden, wenn die Einnahme abgereicherten Urans bekannt ist (oder geschätzt werden kann). ... Die zu erwartenden physiologischen Folgen bei der Einwirkung abgereicherten Urans sind ein gesteigertes Krebsrisiko (Lunge oder Knochen) und Nierenschädigungen." Die von der US-Armee mehrfach eingestandene Gefahr bei der Verwendung abgereicherter Uran-Munition oder bei der Panzerung von Fahrzeugen mit abgereicherten Uranplatten für die eigenen Soldaten trifft selbstverständlich auch auf Zivilbevölkerung zu, die im Umfeld von Kampfhandlungen angetroffen wird. Die IPPNW weist erneut darauf hin, daß sowohl die Munition wie auch die Panzerung aus abgereichertem Uran für den Kriegseinsatz hergestellt wird. Es geht also weniger um mögliche Gesundheitsgefahren zu Friedenszeiten, als um die langfristigen Folgen, die der Einsatz dieser Waffen für Zivilisten und Umwelt weit über die Kampeinsätze hinaus bedeutet. Die IPPNW fordert erneut von der deutschen Regierung, gegen den Einsatz dieser Waffen entschieden vorzugehen. ------- 21. 4. 1999 TV: USA gefährden mit radioaktiver Munition Zivilbevölkerung Köln (dpa) - US-Kampfflugzeuge vom Typ A-10 und US- Kampfhubschrauber vom Typ Apache setzen im Kosovo nach Angaben des Magazins "Monitor" des Ersten Deutschen Fernsehens (ARD) radioaktive Uran-Munition ein und gefährdeten damit auch die eigenen Soldaten und die Zivilbevölkerung. Der Metallkern dieser Panzergranaten bestehe aus radioaktivem, sogenanntem abgereicherten Uran, das besonders hart und außerdem brennbar sei. Das Uran der Panzergranate durchschlägt beim Aufschlag nach Monitor-Angaben die Panzerung. Bei der dabei entstehenden Reibung entzünde es sich im Inneren des Panzers und setze Radioaktivität frei, die sich als strahlende Wolke verbreite. Nach den Angaben des TV-Magazins hatten die USA schon im zweiten Golfkrieg gegen den Irak solche radioaktiven Geschosse verwendet - angeblich mit verherenden Folgen. Vor allem die Gegend um Basra sei verstrahlt und von den Uran-Granaten übersät gewesen. Die Bevölkerung in der Region leide bis heute an den Stahlenschäden. Die dortige Krebsrate habe sich nach amerikanischen Untersuchungen seitdem vervielfacht. Auch amerikanische Soldaten, die mit der Munition in Kontakt gerieten, seien an Krebs erkrankt. ---------------- Lesen Sie mehr unter http://www.IPPNW-Hamburg.de Kontakt: IPPNW@vlberlin.comlink.de -------------- Some blame exposure to depleted uranium for Gulf War Syndrome Monday, 24 January, 2000, Scientists to study uranium riskA group of British scientists are launching an independent study into the dangers of depleted uranium (DU) used in making missiles and shells. ... http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/newsid_616000/616438.stm |
"subscribe newsletter/deutsch" in der Betreffszeile an info@safer-world.org Copyright © 1998-2008 SAFER WORLD. Alle Rechte vorbehalten |