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11/12.11.2001

 

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A) Kurzinformationen zu neuen sites von www.safer-world.org
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http://www.safer-world.org/d/krank/histamin.htm
Histamin-Intoleranz / Histamin-Vaskulitis
Ein erheblicher Teil aller Unverträglichkeitsreaktionen ist nicht durch Allergien bedingt,  sondern sind Intoleranzreaktionen ohne Beteiligung des Immunsystems.
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http://www.safer-world.org/d/themen/politik/kalif.htm
Kalifornische Gesetzgebung
Senatsunterausschuß für die Rechte der Behinderte
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B) neue Links
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abeKra: Arbeits- und berufsberdingte Krankheiten e.V: : http://www.abekra.de
Bürgervereinigung zum Schutz der Menschen vor den Gesundheitsrisiken des Mobilfunks http://www.esmog-augsburg.de
Informationen und Kritik zur Gentechnologie und Fortpflanzungsmedizin: http://www.gen-ethisches-netzwerk.de
Reduce, Replace, Refine- 3 R fuer gesundes Wohnen, Modell fuer gesundes Wohnen: http://www.kranichhof.de
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C) Infos:
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Beerdigung: Mittwoch, den 14.11.2001, Trauerfeier für Wolfgang Nellen in der Elmpter Friedhofskapelle.
Herr Wolfgang Nellen (50) aus Jülich, ist Anfang Oktober an den Folgen seiner MCS-Erkrankung verstorben.
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Tagung "Wer schützt uns vor den Grenzwerten"
Tagesordnung zum 19. Dezember 2001 (Programm per email erhaeltlich)
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TV:N3, Mittwoch, 14.11., 23.05-23.50 Uhr
"Der Führer ging, die Nazis blieben - Nachkriegskarrieren in Norddeutschland"
Nach dem Ende des Dritten Reiches tauchten führende Nazis in Schleswig-Halstein unter. Freunde in Behörden und Justiz verhalfen den Altnazis zu neuer Identität und Karriere - als Richter, Staatsanwälte, Kripochefs.
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TV: Schweizer Fernsehen: MCS-Portrait am Montag, den 26.November 2001 nach 21.05 Uhr (Beginn Sendung PULS)
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D) einiges, das von mir per private email angefordert werden kann:
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1) Phobische Neurose unter dem klinischen Bild multipler Unverträglichkeiten der Haut
Simmich, T., I. Traenckner, U. Gieler Korrespondenz: Dr. Thomas Simmich, Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum der Technischen Universität Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden, Tel. 0351/2636266, Fax 0351/2636268
Zusammenfassung
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2) Capital 22/2001, Seite 28: "Spreu vom Weizen", Interview mit Florian Gerster.
Der Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz plädiert fuer das Hausarztmodell und für Kern- und Wahlleistungen in der Krankenkasse. Die Reform soll 2003 Gesetz werden.
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TV-Manuskript: SR, Wirtschaftsredaktion
Markus Zeidler, : Vergiftet, Verleugnet, Vergessen-Umweltkranke in Deutschland (pdf-datei)
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von urgewald@urgewald.de
Subject: Hermesbuergschaft fuer Tehri
Bundesregierung erteilt Buergschaft fuer indischen Katastrophen-Damm
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vom esmog augsburg verteiler
RUNDSCHREIBEN vom 28.10.01
Am Samstag, 27.10.01, durften nicht nur zahlreiche Mobilfunkkritiker (darunter auch Mitglieder von esmog augsburg) einen historischen Moment miterleben:
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E) .
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http://www.safer-world.org/d/krank/histamin.htm
Histamin-Intoleranz / Histamin-Vaskulitis
Ein erheblicher Teil aller Unverträglichkeitsreaktionen ist nicht durch Allergien bedingt, sondern sind Intoleranzreaktionen ohne Beteiligung des Immunsystems.
Viele unserer alltäglichen Nahrungsmittel, etwa Käse, Tomaten oder Wein, können erhebliche Mengen an Histamin enthalten, jener Substanz also, die bei allen echten Sofort-typ-allergien als Hauptmediator die zentrale Rolle spielt.
Die Aufnahme von exogenem Histamin und/oder der gestörte Abbau von Histamin durch Medikamente, Chemikalien u.a. kann bei zahlreichen Menschen als Folge üblicher Belastungen zum vielfach chronischen und in der Praxis und Regel oftmals unerkannten und unbekannten Krankheitsbild der Histamin-Intoleranz führen.
Das Spektrum der möglichen Symptome reicht von Rhinitis, Hypotonie, Hypertonie, Kolitis, rezidivierender Diarrhö bis hin zu Kopfschmerz, Rückenschmerz, Benommenheit Herzrhythmusstörungen, Asthma und Menstruationsbeschwerden und über Schock, Blutung und Infarkt bis zum Zusammenbruch lebensnotwendiger Funktionen.
© Schwinger-Tschanz (A.D.2001.11) * Swiss/German * Independent tox-doc-information
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11/2001, vom Tox-doc:
Die Neigung zu Thrombosen bei TILT-Vaskulitis
Bei TILT-Vaskulitis sind die Gefäßwandschäden zunächst primär in der Endstrombahn lokalisiert (Mikroangiopathie).
Der primäre Schaden bei dieser Disposition betrifft das Endothel, das oft auch ohne Entzündungszeichen eine Anlagerung und überschießende Aktivierung von Thrombozyten mir subtotalem bis totalem Gefäß-Lumenverschluß (Thrombose) verursacht. Dabei kommt es auch zu einer Alteration von Erythrozyten sowie zur Thrombolyse und Hämolyse. Die Gefäßveränderungen betreffen unterschiedliche Organe und lösen vielfältige Symptome aus. Alle Organe können betroffen sein. Klinisch bedeutsam ist vor allem der cerebrale Befall, der von Konzentrations- und Sehstörungen bis hin zu apoplektiformen Bildern gekennzeichnet ist. In der Haut kommt es gelegentlich zu Erythemen und Urtikaria (Histaminfreisetzung in den Gefäßen).
Vor allem bei den hier vorliegenden unspezifischen, undifferenzierten (unklassifizierbaren) Kollagenosen können die zugehörigen Vaskulitiden mit Raynaud-anfällen (Vasospasmen) verbunden sein.
Im Verlauf der chronischen Erkrankung sind zunehmend Immunkomplex-Einlagerungen in die Gefäßwand beteiligt mit Komplement-aktivierung.
Pathognomisch kann ein Nachweis von Fragmentozyten im Differentialblutbild sein. Ätiopathologisch ist die Triggerung durch Medikamente und sonstige, auch und besonders inhalativ aufgenommene Chemikalien, seit langem bekannt.
Es werden metabolisch-hormonelle Veränderungen diskutiert, Steigerung der Reagibilität des Gefäßsystems auf gefäßtoxische Substanzen, Phospholipid-Antikörper-Syndrom, erworbene Endothelzell-Dysfunktionen.
Pathologie: gemeinsame morphologische Grundlage sind mikrovaskuläre Gefäßläsionen mit nachfolgenden Kapillarschäden, Beeinträchtigungen der Durchblutung lebenswichtiger Organe sowie vermehrte Aktivierung des Gerinnungssystems, Hämokonzentration (Bluteindickung) und Hyperviskosität (Herabsetzung des Fließvermögens) des Blutes
© IGCI * 2001.11 * Independent Swiss/German * Tox-Doc-Information
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Salben, Cremes, Gels, Lutschbonbons, Inhalate, Baeder   "gegen Erkaeltungen"
sind ein boomender Markt und ein Millionengeschäft. Die zahllosen Drogerie- und Apotheken-Präparate haben als naturheilende Drogen in allen Medien eine sagenhafte Presse, man erinnert sich dabei gern an Omas und Opas Gerüche aus den Zwanziger und Dreissiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, und besorgt sich so seine jährliche Ätherische Grippe. Manchmal kommen echte Viren hinzu.
Alle diese "Erkältungs-salben, alle "Erkältungs-Inhalate und "Erkältungs -Bäder und alle die anderen Ätherischen Öle sind nicht nur außerordentlich unangenehm für andere Mitmenschen, sie sind durch Einatmen der toxischen Chemikalien zudem für alle Beteiligten in Innenräumen aussergewöhnlich gefährlich:
Campher-Terpen beispielsweise ist ein potentes Biozid (sog. "Mottenkugel") und hat bei Menschen mit Erkrankung an gefährlicher Chemikalien-Intoleranz ebenso wie das Terpen Menthol (Pfefferminzkampher) durch (inhalative) Aufnahme über die Lungen bedrohliche Effekte: wir kennen Tantalusqualen und Todesfälle (mit innerer Erstickung) durch Ätherische Öle, vor allem bei Asthmatikern und bei MCS.
Vergiftungserscheinungen (bei Erkrankung an TILT-Syndrom) beginnen nach wenigen Minuten: zunächst treten Paraesthesien in der Mundhöhle, an den Fingern und Zehen auf, dazu Übelkeit, Erbrechen, Koliken und Durchfall; das Gefühl von Taubheit und eisiger Kälte breitet sich über den ganzen Körper aus. Dann treten sehr starke Schmerzen in den verschiedensten Körperregionen auf, besonders Kopf- und Rückenschmerzen, außerdem Herzrhythmusstörungen, zentrale Krämpfe und Lähmungen. Herzkammerflimmern oder Atemlähmung können zum Tod führen, bei höheren Dosen bereits nach einer halben Stunde.
Salben 2.99 (arzneimittelkritik), Robin Hood's Apothekenhilfe 2001©
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Schaefer/Spielmann. Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit, Urban&Fischer, 2001
Das erfolgreiche Werk ist zum Standard im deutschen Sprachraum geworden. Die Autoren haben die 5. Auflage komplett überarbeitet und aktualisiert. Dabei wurden wie immer die relevanten Forschungsergebnisse aus aller Welt berücksichtigt und neu zugelassenen Präparate ergänzt.
Besondere Details zu jedem Arzneimittel:
Empfehlung zur zukünftigen Anwendung sowie zum Verhalten nach bereits erfolgter Exposition
Knappe und präzise Angaben zur pharmakologischen und toxikologischen Wirkung in Schwangerschaft und Stillzeit
Tabelle zum Risikopotential aller wichtigen Arzneimittel im Kitteltaschen-Format
Kapitelübersicht
Allgeine Grundsätze der Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft (Pränataltoxikologie, Praxis der Schwangerenberatung zu Arzneimittelrisiken)
Spezielle Arzneimitteltherapie in der Schwangerschaft (unter anderem: Arzneimittel, Gifte, Drogen, Industriechemikalien und Umweltgifte)
Allgemeine Grundsätze der Arzneimitteltherapie in der Stillzeit (Übergang von Medikamenten in die Muttermilch, Toxizität von Medikamenten und anderen Fremdstoffen in der Muttermilch, Medikamente mit Einfluss auf die Laktation)
Spezielle Arzneimitteltherapie in der Stillzeit (Arzneimittel, Gifte, Drogen, Industriechemikalien und Umweltgifte in der Stillzeit)
Positiv-Liste - Mittel der Wahl in Schwangerschaft und Stillzeit
Sachregister
ISBN : 3-437-21331-8 , Preisinfo: 45,96 Euro (89,90 DM / 79,40 sFr / 656,00 öS)
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http://www.safer-world.org/d/themen/politik/kalif.htm
Kalifornische Gesetzgebung
Senatsunterausschuß für die Rechte der Behinderte
Diese Übersetzung wurde vom Bundessprachenamt unter der Auftragsnummer D-5865 erstellt.
Die gesamte Uebersetzung koennen Sie auf der obigen website downloaden oder als rtf-datei anfordern.
Zwei Ausschnitte:
a) "Stimmungsaufhellende" chemische Duftstoffe sind im Bereich öffentlicher Transportmittel wie Bahnhöfe, Fährschiffe, Züge, Flugzeuge und in allen anderen öffentlichen Bereichen zuverbieten, einschließlich jeglicher Verbreitung über die Heizung, das Belüftungssystem, die Klimaanlage oder an der Wand montierte Vorrichtungen, befestigt am Toilettenrand oder auch nur von Leuten in die Luft gesprüht.
b)16. Personal
Das Metalldetektoren bedienende Personal, das Sicherheitspersonal und das unmittelbare Servicepersonal in Gebäuden, in Flughäfen und anderen Abfertigungshallen, das in engen Kontakt mit Kunden oder Reisenden kommt, die unter UK/MCE leiden, muß frei von Zigarettenrauch und Duftstoffen sein und Kleidung tragen, die keinem Rauch, Körperpflegeprodukten oder anderen Gerüchen ausgesetzt war.
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Von sofort@listserv.bayern.de ' Subject: News 406 12-11-01
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz, Pressestelle
Gesundheit für Kinder
Görlitz : Bayern setzt neuen Schwerpunkt in der Prävention
+++ Noch mehr Augenmerk will das Bayerische Gesundheitsministerium auf den Gesundheitsschutz für Kinder richten. "Kinder sind eine besonders sensible Gruppe. Wir müssen die Faktoren, vor allem auch die Umweltfaktoren, die entscheidend für den Schutz der Kindergesundheit sind, noch deutlicher herausarbeiten und in der Präventionsarbeit berücksichtigen", sagte Gesundheitsstaatssekretärin Erika Görlitz bei der Vorstellung der neuen umweltpolitischen Schwerpunkte am Montag in München. Mit der Gründung des Gesprächskreis Umweltmedizin, eines Gesprächsforums mit Wissenschaft und Ärzten, werde ein wichtiger Schritt hierzu getan. +++
Auf eine gesundheitsförderliche Lebensumwelt für Kinder hat der Gesprächskreis in seiner ersten Runde unter dem Motto "Gesundheit. Lebensumwelt. Unsere Kinder." seinen Fokus gerichtet. Als entscheidende Einflussgrößen werden vor allem Tabakrauch, Fehlernährung und Bewegungsmangel, Unfälle, aber auch Gebrauch von Handys, Lärm etwa durch übermäßigen Walkman-Gebrauch, sowie Innenraumlufthygiene gesehen. "Mit Aufträgen für weitere Forschungen zum Schutz vor Allergien, einer Kennzeichnung von Handys und weiterer Einschränkung der Verfügbarkeit von Tabak sind Maßnahmen ins Auge gefasst, die wichtige Gesundheitsfaktoren betreffen", betonte die Staatssekretärin.
Grundlage für die richtige Maßnahmenwahl zur Gesundheitsförderung sind aktuelle Gesundheitsdaten. Als wichtiger Baustein einer Gesundheitsberichterstattung dienen die Einschulungsuntersuchungen; dabei werden aktuell auch Fragen zur Lebensumwelt, wie Fragen nach dem Handygebrauch, gestellt.
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vom bgvv - Pressedienst, Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin
Thielallee 88 - 92, D - 14195 Berlin, Telefon: 01888/412-4300, Telefax: 01888/412-4970 Presserechtlich verantwortlich: Dr. Irene Lukassowitz
32/2001 8. Oktober 2001
Kinder müssen bei der Risikobewertung von Chemikalien besonders berücksichtigt werden!
Kinder können beim Abschätzen des Risikos, das von Agrar- und Haushaltschemikalien in Pflanzenschutzmitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Haushaltsreinigern etc. ausgeht, nicht als "kleine Erwachsene" betrachtet werden. Bei seinen Empfehlungen zu Schädlingsbekämpfung- und Pflanzenschutzmitteln hat das BgVV deshalb bereits seit einiger Zeit Kinder als die empfindlichste Verbrauchergruppe berücksichtigt, um möglichst hohe Standards beim Verbraucherschutz zu erreichen. Dies hat sich zum Beispiel in den Rückstandshöchstwerten der Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder nach §14 der Diätverordnung niedergeschlagen.
Um die Risiken für Kinder abzuschätzen, ist zu berücksichtigen, dass sich die Kapazität des kindlichen Organismus, Stoffe auszuscheiden, altersabhängig ändert. Gesondert berücksichtigt werden muss auch, dass sich die kindlichen Organe von der Geburt bis zum Abschluss der Pubertät entwickeln. Als dritte charakteristische Unterscheidung müssen bestimmte kindliche Verhaltensweisen und -muster beachtet werden, von denen angenommen wird, dass sie die Aufnahme von Stoffen beeinflussen. Ob sich aus einer solchen differenzierten Bewertung immer ein höheres Risiko für das Kind ergibt, kann heute nicht endgültig beantwortet werden. So lautet das Ergebnis des Workshops "Exposure of Children to Pesticides", der vom 27.-29. September 2001 vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, BgVV, im Rahmen des Aktionsprogramms "Umwelt und Gesundheit" veranstaltet wurde.
Der kindliche Körper reagiert nicht immer empfindlicher als der von Erwachsenen. Wie jeder Kinderarzt weiß, müssen Arzneimittel für „kleine Patienten" im Alter zwischen einem und etwa sechs Jahren höher dosiert werden als für Erwachsene. Dies beruht darauf, dass der kindliche Organismus diese Stoffe schneller eliminiert. Das gilt vermutlich auch für Chemikalien, die auf die gleiche Weise abgebaut und ausgeschieden werden. Gleichzeitig nehmen Kinder bei gleicher Ausgangsbelastung von z.B. Umwelt und Lebensmitteln aber größere Mengen an chemischen Stoffen auf als Erwachsene. So ist z.B. die Oberfläche der Haut im Verhältnis zum Gesamtkörper fast dreimal größer als die des Erwachsenen. Daraus resultiert eine höhere Gesamtbelastung des kindlichen Körpers bei der Aufnahme von Stoffen über die Haut. Noch größer sind die Unterschiede bei Stoffen, die über die Lungen aufgenommen werden. Kinder haben eine bis zu 60 mal höhere Ventilationsrate je Quadratmeter Lungenoberfläche, was bei der im Verhältnis zum Körpergewicht größeren Lungenoberfläche besonders zu Buche schlägt.
Auch die toxischen Effekte, die von Chemikalien ausgehen, müssen differenziert betrachtet werden. Bei der Abschätzung des gesundheitlichen Risikos muss sehr genau nach Stoffen und dem Zielorgan unterschieden werden, an dem sich die toxische Wirkung manifestiert. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Alter: Neugeborene, Säuglinge, Kinde im Kindergartenalter und Jugendliche müssen differenziert betrachtet werden, weil sich z.B. die Organe im Laufe des Kindesalters unterschiedlich schnell und in verschiedenen Phasen entwickeln. Werden das Gehirn oder die Geschlechtsorgane in einer solchen kritischen Phase beeinflusst, kann es zu irreversiblen Schäden kommen. Da das Ausmaß der Einflüsse von Substanzen heute nicht sicher abgeschätzt werden kann, geht man aus Vorsorgegründen von einer höheren Empfindlichkeit von Kindern aus. Dies gilt insbesondere für die toxikologisch besonders bedeutsame Gruppe der Pestizide, zu denen Stoffe wie Organophosphate, Pyrethroide und andere Schädlingsbekämpfungsmittel gehören. Zielorgan dieser Stoffe und Produkte ist bei den Insekten und folglich auch beim Menschen das Nervensystem.
Darüber hinaus haben Beobachtungsstudien amerikanischer Wissenschaftler ergeben, dass das Verhalten besonders bei Kindern im Krabbel- und Kindergartenalter die Aufnahme von Stoffen beeinflusst. Vor allem beim Spielen werden zusätzlich Stoffe über die Kontamination der Finger aufgenommen, die dann in den Mund gesteckt werden, aber auch über kontaminiertes Spielzeug und andere Gegenstände. Kinder nehmen deshalb vermutlich wesentlich mehr Stoffe über den Mund und damit über den Darm auf als Erwachsene. Als wahrscheinliche Aufnahmequelle von Pestiziden wird neben der Nahrung vor allem kontaminierter Hausstaub angesehen, da das Ausbringen von Schädlingsbekämpfungsmitteln im Haus zu einer Belastung des Hausstaubes führen kann. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Haustiere wie Hunde oder Katzen gegen Ungeziefer behandelt worden sind. Alle diese Quellen führen über "mouthing behaviour" zu einer erhöhten Belastung.
Um das von Pestiziden und anderen Chemikalien ausgehende gesundheitliche Risiko für Kinder realistisch abschätzen zu können, müssen für einzelne Produkte und Produktklassen (wie Holzschutzmittel,
Schädlingsbekämpfungsmittel, Pflanzenschutzmittel und Haushaltschemikalien) komplexe Expositionsmodelle entwickelt werden. Daten aus Biomonitoring-Studien können herangezogen werden, um derartige Schätzungen empirisch abzusichern. Da bisher nur sehr unvollständige und unsichere Daten verfügbar sind, geht man aus Vorsorgegründen grundsätzlich vom ungünstigsten Fall aus (worst case scenario). Daneben werden aber für die Schätzungen auch Verfahren entwickelt, die die gesamte Bandbreite der Variabilität und die Datenunsicherheit mit einbeziehen (probabilistische Schätzung). Diese Verfahren lassen dann auch Differenzierungen zwischen einzelnen Risikogruppen zu. Das BgVV hat diese Unsicherheiten bei der Prüfung des gesundheitlichen Risikos von Pestiziden bereits in der Vergangenheit berücksichtigt, soweit die vorliegende Datenlage das erlaubte.
Die wesentlichen Gründe, Risiken für Kinder gesondert abzuschätzen, ergeben sich demnach aus der Tatsache, dass die reale Belastung, die sogenannte Exposition, beim Kind anders ist und mit geringerer Sicherheit geschätzt werden kann als beim Erwachsenen. Derzeit ist noch offen, ob bei der Abschätzung von Risiken, die von Pestiziden und anderen Stoffen ausgehen, künftig ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor für Kinder eingeführt werden muss, wie es in den Vereinigten Staaten bereits praktiziert wird.
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Kommentar Scherrmann: wird ja auch mal Zeit, dass diese Thematik angesprochen wird.
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