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contact: info@safer-world.org
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TV:
1) NDR, 3. Programm, 10.3.02 , 17. 00 bis 17.30, in der Sendung BINGO u.a. ein
Beitrag zu MCS
2) 3Sat, In der 3Sat-Sendung "dialneues" vom 11.02.2002 wurde für den
11.03.2002 ein Neues-Spezial mit dem Thema. "Mobilfunk - Kommunikation
auf Kosten der Gesundheit" angekündigt.
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BUCH:
Werner, Klaus Weiss, Hans, Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Weltkonzerne,
Deuticke Wien/Frankfurt 2001, 19,90 Euro, (Klare Gliederung, geschickte Verbindung
zwischen Nachschlagewerk und Lesebuch, fundierte Kritik der Pharmaindustrie)
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KURZINFO:
Neues Uni-Institut mit Umweltmedizin als Schwerpunkt.
An der Universitaet Duesseldorf hat das Institut fuer umweltmedizinische Forschung (IUF)
seine Arbeit aufgenommen. Schwerpunktmaessig erforschen die derzeit 70 Mitarbeiter die
Grundlagen der Auswirkungen von Umweltfaktoren auf die Gesundheit. Lesen Sie weiter unter http://www.aerztezeitung.de/nl/default.asp?id=2019,198634,/medizin/umweltmedizin
(Kommentar Scherrmann: Es waere sicher interessant, hier etwas Recherche-arbeit zu
machen. Falls jemand dies uebernehmen kann, waere ich dankbar fuer ein feedback.)
Auf den Sondermüll: Kinder-Spielhosen mit Schadstoffen
http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2002&m=2&d=26&id=74014
Ökolandbau in Entwicklungsländern - Weg aus Welthungerkrise /
Greenpeace überreicht Renate Künast neue Studie zur ökologischen Landwirtschaft
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=324236
In dubio pro Bundeswehr: Juristische Schlappe für Radar-Opfer
http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2002&m=2&d=15&id=73372
Fehlkauf: Bundeswehr-Rucksäcke mit Giftstoffen belastet
http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=200
Studie über Medikamentenrückstände im Abwasser
Umweltbundesamt präsentiert Studie im Internet
http://www.pressetext.de/open.php?pte=020222032
Nachschlagewerk für Menschen mit Behinderung online
Datenbank HANDYNET gibt Überblick über Alten- und Pflegeheime und Produktinfos http://www.pressetext.de/open.php?pte=020222018
US-Wissenschaftler fordert mehr Vorsicht bei Gentech-Pflanzen
Saatguthersteller weisen Kritik zurück http://www.pressetext.de/open.php?pte=020222025
Antibiotika-Honig: Tonnen müssen vernichtet werden
http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2002&m=2&d=29&id=74287
27.02. 2002: Bundesausschuß lehnt PET als Kassenleistung ab.
Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) erhält keine Zulassung als ambulante
Kassenleistung. Das hat der Bundesausschuß Ärzte/Krankenkassen beschlossen. unter
www.aertzezeitung.de
Fertiggerichte führen leicht zu Kopfschmerzen
Besonders in Feriggerichten befindet sich der Zusatzstoff Natrium-Glutamat. Fast
jeder dritte Deutsche reagiert mit Kopfschmerzen auf diesen Stoff. Auch in
asiatischen Gerichten ist der Geschmacksverstärker häufig verarbeitet. http://www.stern.de/wissenschaft/gesund/journal/berichte.php4?id=16029
Kanton St. Gallen: Aufsicht über die Behinderteneinrichtungen
Kommentar zu Botschaft und Entwurf der St. Galler Regierung vom 27.2.01
http://www.zslschweiz.ch/Archiv/Texte/Kanton%20St.%20Gallen%20Aufsicht%20ueber%20die%20Behinderteneinrichtungen%20-%20Kommentar.htm
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MATERIALIEN:
Abschlußbericht zum Forschungsvorhaben AZ 6488-7/44-56 780
"Untersuchungen zur Aufklärung der Multiple Chemical Sensitivity (MCS) "
Autoren:
Prof. Dr. Th. Zilker
Dr. Susanne Bornschein
Dr. Constanze Hausteiner
Herausgeber:
Bayerisches Staatsministerium für LAndesentwicklung und Umweltfragen
Rosenkavalierplatz 2
81925 MÜNCHEN
mail: poststelle@stmlu.bayern.de (kostenlos)
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Kommentar Scherrmann: Allein die Lieraturliste ist aussagekraeftig:
Ganze 7 (in Worten sieben) Literaturquellen sind aufgefuehrt. 1998 gab es ueber 500
wissenschaftliche Veroeffentlichungen zu MCS, davon ueber die Haelfte, die von
einer somatischen Krankheit ausgehen. Von den amerikanischen Autoren, die die
psychische Erklaerung favorisieren, ist meistens deren Verhaeltnis zur Industrie bekannt.
(siehe z.B. den Artikel von Dr. Campbell "MCS under siege", auf deutsch unter
www.safer-world.org//d/krank/MCS/campbell.htm)
Solche Studien zementieren in Deutschland den viel zitierten "Stand der
Wissenschaft". Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der vorliegenden Studie sind
meines Erachtens durchaus angebracht. Kritikpunkte sind nicht nur die fehlende
Literaturkenntnis, sondern viele weitere Punkte. Detailiertere Kritik ggf. per
private email.
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Sonder-RUNDSCHREIBEN vom 20.02.02 von esmog-augsburg
Hallo,
aus aktuellem Anlass möchten wir Sie ganz kurz auf zwei hochbrisante
Neuigkieten zum Thema Mobilfunk hinweisen.
Details finden Sie jeweils über unserer Homepage unter
http://www.esmog-augsburg.de.
1. Sender werden abgeschaltet
Vorbildlich: Die portugiesische Regierung möchte nach den
schrecklichen Leukämiefällen im Nachbarland Spanien alle Sender im
Bereich von Schulen abschalten !!!
Wann reagiert jetzt endlich auch unsere Regierung ???
2. Sender neu versteckt
Am Augsburger Königsplatz wurde nun die erste Mobilfunkbasisstation
in einer Litfasssäule (vor der Bevölkerung) versteckt !!!
5000 weitere sind so geplant !!!!!!!!!!
Herzlichen Gruß
esmog augsburg
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Bürgervereinigung zum Schutz der Menschen vor den Gesundheitsrisiken des Mobilfunks
86071 Augsburg, Telefon 0821/2621681, Telefax 0821/663778, E-Mail info@esmog-augsburg.de
Homepage http://www.esmog-augsburg.de
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ZEITSCHRIFT:
Strahlentelex mit ElektrosmogReport
Unabhaengiger Informationsdienst zu Radioaktivitaet, Strahlung und Gesundheit.
ISSN 0931-4288 , www.strahlentelex.de,
Aus dem Inhalt vom 362-363/16. Jahrgang. 7 . Februar 2002:
(Die vollständigen Texte finden Sie in der aktuellen Ausgabe. Sie koennen ein kostenloses
Probeexemplar bestellen.)
Zum Themenbereich Radioaktivität - ionisierende Strahlung:
- Strahlenabfälle aus Arztpraxen und Laboren werden neuerdings mit dem Hausmüll entsorgt
- Auswirkung auf die Stadtreinigung durch die Aufgabe des Minimierungsgebots in der neuen
Strahlenschutzverordnung
- Tschernobyl: Der zweite Sarkophag
- Die neue Strahlenschutzverordnung Dokumentation 8:
- Von der Aushöhlung des Grenzwertes "Berufslebensdosis":
Die ursprünglich nur bis 1995 geltenden Übergangsbestimmungen der alten
Strahlenschutzverordnung sind jetzt als unbegrenzt gültiger Normalfall geregelt. Eine
Überschreitung der Berufslebensdosis beim früheren Uranbergbaubetrieb SDAG Wismut, der
heutigen bundeseigenen Wismut GmbH, wird nicht weiter kontrolliert. Die heutigen
Beschäftigten der Wismut in Sachsen und Thüringen können genötigt werden, noch mehr
Strahlenbelastungen für sich zu akzeptieren. Strahlentelex präsentiert den 8. Teil
seiner Dokumentation der Fehler der am 1. August 2001 in Kraft getretenen neuen
Strahlenschutzverordnung.
- Strahlenwirkungen: Chromosomale Schäden nach chronischer Belastung durch
Niedrigdosisstrahlung
Beruflich Strahlenbelastete sind besonders gefährdet
Bei im Gesundheitswesen Tätigen mit chronischen Belastungen durch Niedrigdosisstrahlung
sind gehäuft Chromosomen-Aberrationen und Vertauschungen bei Schwesterchromatiden der
Chromosomen zu finden. Das berichten Dr. Elza Sakamoto-Hojo von der Universität São
Paulo in Brasilien und Kollegen in der Dezember-Ausgabe 2001 der Zeitschrift
Teratogenesis, Carcinogenesis and Mutagenesis (2001;21:431-439). Chromosomale Aberrationen
sind mit Prozessen der Krebsentstehung gekoppelt erklären die Autoren. So könne die
zunehmende Anwendung von ionisierender Strahlung Grund für zunehmende genetische
Instabilität und entsprechende gesundheitliche Folgen bei Beschäftigten in der
Radiologie und Nuklearmedizin sein. Die Studie zeigt, daß Beschäftigte, die beruflich
niedrig dosierter Gamma- und/ oder Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, eine höhere Zahl
von Chromosomenschäden aufweisen als vergleichbare Kontrollpersonen, obwohl die anhand
der personendosimetrischen Überwachung ermittelten kumulierten absorbierten Dosen
innerhalb der von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) etablierten Grenzen
geblieben sind, schlußfolgern die Autoren.
- Strahlenwirkungen: Vermehrt Chromosomenschäden und erhöhtes Krebsrisiko bei
radonexponierten Bergleuten
Wissenschaftler des National Institute of Public Health in Prag (Z. Smerhovsky et al.,
Mutat. Res. 2002 Feb. 15; 514 (1-2):165-176) haben die Daten von über 1323 Zellproben
(Untersuchungen von Chromosomen-Aberrationen an Lymphozyten des peripheren Blutes) und 225
Personen ausgewertet, die wegen beruflicher Radon-Exposition in einer Stärke von 1,7 bis
662,3 working level month (WLM) untersucht worden waren. Chromatidbrüche waren demnach
die am häufigsten zu beobachtenden Aberrationstypen, die statistisch signifikant mit der
Radonexposition korreliert waren. Auch korrelierte die Frequenz aberranter Zellen mit der
Radonexposition. Rauchen und Silikose waren demnach nicht mit den Ergebnissen der
Zellanalysen assoziiert. Eine Regressionsanalyse, so die Autoren, habe einen starken
statistischen Zusammenhang zwischen Krebshäufigkeit und der Häufigkeit von
Chromatidbrüchen und aberranten Zellen ergeben.
- Uranmunition: Chromosomenschäden bei Golfkriegsveteranen nachgewiesen
Britische Soldaten, die in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Uranmunition
(abgereichertes Uran, DU) in Berührung gekommen waren, haben substantielle genetische
Schäden erlitten. Das ist Ergebnis einer neuen Untersuchung an acht Veteranen der
Konflikte am Golf 1991, in Bosnien und im Kosovo. Sie weisen eine zehnfach höhere Zahl an
deformierten Chromosomen auf, als im Bevölkerungsdurchschnitt zu finden sind, verbunden
mit einem entsprechend höheren Risiko an Krebs zu erkranken und mißgebildete Kinder zu
zeugen. Das berichtete in der britischen Zeitung The Express (Dec. 24, 2001, p. 24) Dr.
Albrecht Schott, emeritierter Chemieprofessor an der Freien Universität Berlin, der die
Untersuchung koordiniert.
- Radarsoldaten: Verteidigungsminister ließ erst fünf Radaropfer anerkennen
Der Skandal um die Verstrahlung von Soldaten an Radargeräten weitet sich aus.
Bisher haben 2.269 ehemalige oder aktive Soldaten einen Antrag auf Anerkennung von
Strahlenschäden gestellt, die sie beim Umgang mit Radargeräten erlitten hatten. 406 der
Betroffenen sind bereits gestorben, meist an Leukämie, Lymphtumoren und Hodenkrebs.
Radargeräte sondern auch starke Röntgenstrahlung ab, gegen die in der Vergangenheit
keine geeigneten Schutzvorkehrungen getroffen worden waren. Strahlentelex hatte
ausführlich berichtet (Nrn. 348-349/Juli 2001, 340-341/März 2001, 338-339/Februar 2001).
Noch im Juni 2001 hatte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) zugesagt, noch
im selben Jahr für die Strahlenopfer der Bundeswehr eine "streitfreie und
großherzige" Regelung zu finden. Bis Mitte Dezember 2001 sind jedoch erst fünf
Betroffene als wehrdienstbeschädigt zwischen 30 und 100 Prozent anerkannt worden. Dagegen
wurden bislang 226 Fälle abgelehnt.
- Atomgesetz: "Zweck des Gesetzes ist es, (...) den geordneten Betrieb
sicherzustellen"
Nach dem Beschluß des Bundestages im Dezember 2001 hat die Atomnovelle am 1. Februar 2002
im Bundesrat auch ihre letzte Hürde genommen.
Die "geordnete Beendigung" der Atomenergienutzung bei der gewerblichen
Stromerzeugung habe der deutsche Bundestag mit dem neuen Atomgesetz am 14. Dezember 2001
mit den Stimmen der eigenen Regierungskoalition beschlossen, meinen SPD und Bündnis
90/Die Grünen. Damit wurden laut deren Aussage "umstrittene Änderungen" durch
die achte Atomgesetznovelle vom 6. Juli 1998 aufgehoben, in der noch von einer Förderung
der Atomenergie die Rede gewesen sei. Das neue Gesetz solle "unverhältnismäßige
Belastungen der betroffenen Unternehmen" vermeiden helfen. Die Amortisation der
Atomkraftwerke, ein angemessener Gewinn und Planungssicherheit für die Energiewirtschaft
seien erklärte Ziele des Gesetzes.
- Atomwirtschaft: In Finnland soll ein neues Atomkraftwerk gebaut werden
Während in Deutschland und Schweden der Ausstieg aus der Kernenergie versucht wird
und in Österreich Unterschriften gegen das benachbarte Atomkraftwerk Temelin gesammelt
werden, will man in Finnland dazubauen. Am 17. Januar 2002 hat die finnische Regierung mit
zehn zu sechs Stimmen einem Antrag des Energiekonzerns Teollisuuden Voima Oy (TVO)
zugestimmt, in Finnland ein fünftes Atomkraftwerk zu bauen. Der Beschluß war von der
europäischen Energiewirtschaft, besonders in Deutschland und Frankreich, und von der
Umweltbewegung mit Spannung erwartet worden. Der Bau des Kraftwerks wird der erste in
Europa seit Jahren sein, falls er verwirklicht wird. Die endgültige Entscheidung soll das
Parlament in Helsinki im Mai fällen. Ein früherer Antrag war 1993 im Parlament
gescheitert.
- Atompolitik: Österreichisches Volksbegehren des Rechtspopulisten Haider gegen das
tschechische AKW Temelin war erfolgreich
Rund 915.000 Österreicher, das sind 15,5 der Wahlberechtigten, haben das
Volksbegehren der Freiheitlichen Partei (FPÖ) gegen das tschechische Atomkraftwerk
Temelin unterschrieben. Ziel der Aktion war es, dem Nationalrat in Wien die Ratifizierung
des EU-Beitrittsvertrages mit Tschechien nur dann zu erlauben, wenn Temelin abgeschaltet
wird und Tschechien "völkerrechtlich bindend" aus der Atomenergie aussteigt.
Bereits bei mehr als 100.000 Unterschriften gilt das Begehren als Gesetzesantrag, der im
Parlament verhandelt werden muß.
- Atommüll: Transporte zur Wiederaufarbeitung genehmigt
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat zuletzt im Januar 2002 der Nuclear Cargo
+ Service GmbH drei Transporte abgebrannter Brennelemente aus dem Atomkraftwerk Stade zur
Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague (Frankreich) und 2 Transporte aus dem Atomkraftwerk
Unterweser zur Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield (England) genehmigt. Die Transporte
müssen bis zum 15. März 2002 durchgeführt werden, teilte das BfS mit. Die konkreten
Termine sind zudem mit den Innenministerien der vom Transport berührten Bundesländer
abzustimmen.
- Atompolitik: Keine neue europäische Forschungsförderung mehr für neue Atomkraftwerke
Ab Sommer 2002 soll es keine europäischen Forschungsmittel mehr für die
Entwicklung neuer Atomreaktoren geben. Das hat der europäische Forschungsministerrat
Mitte Dezember 2001 beschlossen. Bei der Kernspaltung soll jetzt nur noch
Sicherheitsforschung an bestehenden Anlagen sowie Entsorgungsforschung betrieben werden.
Gleichzeitig einigte sich der Forschungsministerrat, darauf, insgesamt 810 Millionen Euro
für die Erforschung von erneuerbaren Energien und Energietechnologien auszugeben. Das
sind 180 Millionen Euro mehr als die Europäische Kommission vorgeschlagen hatte.
- Buchmarkt:´ Strahlenphysik, Dosimetrie und Strahlenschutz
In den letzten Jahren wurde die Trennung der medizinischen Radiologie in die
Einzeldisziplinen Radiologie (früher Röntgendiagnostik), Nuklearmedizin,
Strahlentherapie und Medizinphysik vollzogen. Das jetzt im B.G. Teubner Verlag
erschienene, von Dr. Hanno Krieger verfaßte Lehrbuch Strahlenphysik kommt den erhöhten
Anforderungen an die medizinisch-physikalische und medizinisch-technische Aus- und
Weiterbildung der beteiligten Berufsgruppen nach. Es bietet anwendungsbezogene,
physikalisch-technische und messtechnische Lerninhalte in den Bereichen Strahlungsquellen
in der medizinischen Radiologie, Strahlungsdetektoren und Klinische Dosimetrie. Hanno
Krieger: Strahlenphysik, Dosimetrie und Strahlenschutz, Bd. 2: Strahlungsquellen,
Detektoren und klinische Dosimetrie. B.G. Teubner Verlag, 3. Aufl. Wiesbaden 2001, ISBN
3-519-23078-X, 430 S., DM 78,-.
Elektrosmog - elektromagnetische Felder
- Epidemiologie: Zunahme von Fehlgeburten
Kalifornische Wissenschaftler haben in einer großen epidemiologischen Studie mit
1.000 schwangeren Frauen nahezu eine Verdopplung der Fehlgeburten-Rate ermittelt, wenn sie
erhöhten Spitzenwerten elektromagnetischer Felder ausgesetzt waren. Die Schwelle für ein
erhöhtes Risiko lag bei etwa 1,6 Mikrotesla. Die durchschnittliche Magnetfeldexposition
war dagegen nicht mit der Fehlgeburtenrate assoziiert. Die Studie von Dr. De-Kun Li und
seinen Kollegen vom Kaiser-Stiftung-Forschungsinstitut in Oakland hat in Kalifornien
bereits zur Initiierung von öffentlichen Anhörungen geführt, auf der die Ergebnisse
diskutiert werden sollen. Bisherige Studien zum Zusammenhang von niederfrequenten
Magnetfeldern und Fehlgeburten hatten überwiegend keinen Einfluss ermittelt. Allerdings
waren bisher durchschnittliche Expositionen betrachtet worden und keine
Expositionsspitzen.
-Technik/Politik: Erster EMVU-Sachverständiger in NRW ernannt
Bundesweit gibt es bislang erst wenige EMVU-Sachverständige. Als im April 2000 in
Oberbayern die ersten zwei EMVU-Sachverständigen im süddeutschen Raum öffentlich
bestellt und beeidigt wurden, stieg die Zahl auf bundesweit vier Sachverständige - die
zwei weiteren waren in Bremen und Wilhelmshaven ansässig (vgl. Elektrosmog-Report vom Mai
2000). Inzwischen gibt es bundesweit circa 10 EMVU-Sachverständige, davon 5 von den
Industrie- und Handelskammern (IHK) bestellte. Am 31. Januar 2002 wurde Dr. Peter Nießen,
Diplomphysiker, EMF-Experte am nova-Institut und Mitglied der Redaktion des
Elektrosmog-Reports im Strahlentelex, vor der Industrie- und Handelskammer zum ersten
öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für EMVU in Nordrhein-Westfalen
(NRW) ernannt. Herzlichen Glückwunsch! Da bislang noch keine Standards für die Prüfung
festgeschrieben sind, mussten bisherige Gutachten eingereicht und verschiedene
Expertenschulungen und mündliche Prüfungen absolviert werden. Seine Tätigkeit ist nicht
auf NRW beschränkt. EMF@nova-institut.de
- Politik: Statt Novellierung der Elektrosmog-Verordnung: Selbstverpflichtung der
Industrie und Forschungsgelder
Nun ist es offiziell: Unter der jetzigen Regierung wird es keine Novellierung der
26. BImSchV geben, keine neuen Grenzwerte und auch keine Vorsorgewerte. Die
UMTS-Lizenznehmer haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Verschärfung der jetzigen
Regelungen zu verhindern, die den Aufbau der UMTS-Netze deutlich aufwendiger und teurer
gemacht hätte. Im Gegenzug sind die UMTS-Betreiber eine Reihe von (unverbindlichen)
Selbstverpflichtungen eingegangen und haben den EMF-Forschungsetat um 8,5 Millionen Euro
aufgestockt.
-Veranstaltungen
Gesamtumfang der Texte der aktuellen Ausgabe: 16 Seiten.
Die nächste Ausgabe folgt am Donnerstag, den 7. März 2002.
Strahlentelex mit ElektrosmogReport ,Unabhaengiger Informationsdienst zu Radioaktivitaet,
Strahlung und Gesundheit. ISSN 0931-4288 , www.strahlentelex.de,
Kostenloses Probeexemplar: Th. Dersee, Rauxeler Weg 6, D-13507 Berlin, email:
Strahlentelex@t-online.de
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POLITIK:
HEUTE IM BUNDESTAG PRESSEDIENST DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES
Auswärtiges/Gesetzentwurf
KOMMISSION ZUM SCHUTZ DER OSTSEE VOLLE UNABHÄNGIGKEIT ZUSICHERN
Berlin: (hib/SAS) Die Bundesregierung hat einen
Gesetzentwurf (14/8217) vorgelegt, mit dem der Kommission zum Schutz der Meeresumwelt der
Ostsee die "volle Unabhängigkeit" zugesichert werden soll. Damit setzt sie ein
internationales Übereinkommen vom 2. Februar 1998 in nationales Recht um.
Ziel des Abkommens ist es, mithilfe der so genannten Helsinki-Kommission eine
Meeresverschmutzung des Ostseegebiets aus den dafür möglichen Verschmutzungsquellen zu
verhindern.
Um dies zu gewährleisten, müsse sowohl den Bediensteten der Kommission als auch den
Sachverständigen im Auftrag der Kommission diejenigen Vorrechte und Immunitäten gegeben
werden, mit denen sie ihre Aufgaben in voller Unabhängigkeit wahrnehmen können.
Weiter heißt es in dem Abkommen, die Helsinki-Kommission agiert völkerrechtlich auf der
Grundlage des Helsinki-Übereinkommens von 1992 zum Schutz der Meeresumwelt des
Ostseegebiets, welches am 17. Januar 2000 in Kraft getreten ist
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