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KURZINFO

Deutsch-amerikanisches Netzwerk MCS-kranker Künstler mit Hauptsitz in Kiel. Interessierte können näheres unter mcsartists@yahoo.de   erfahren.

Wenn Prävention die erste Geige spielt, zeitigt sie große Erfolge Die Prävention spielt im deutschen Gesundheitswesen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich könnte nach Auffassung von Privatdozentin Dr. Ulla Walter von der Medizinischen Hochschule Hannover wesentlich mehr auf diesem Gebiet getan werden. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=232037,2430,/politik/gesundheitssystem_and   

SPIEGEL ONLINE - 18. Oktober 2002, Bohrende Strahlung: Mikrowellen machen Löcher

Kein Lärm, kein Staub, kein Verschleiß: Ein neuer Bohrer erzeugt auf schonende Weise Löcher in Keramik, Glas, Beton und eines Tages vielleicht auch in Zähnen - mit Hilfe von Mikrowellen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-218639,00.html

Kommentar Scherrmann: Wie einige von uns wissen, wird diese Technik inzwischen wohl auch schon missbraucht. Wer den Spiegelartikel nicht runterladen kann und ihn per email möchte, bitte melden.

Oft Todesursache: Nebenwirkungen von Arzneimitteln http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2002&m=10&d=19&id=87611

Nitrofen-Strafanzeige: Fakten "schon seit längerem bekannt" http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2002&m=10&d=19&id=87609

Schmerzexperten: Behandlung ist verbesserungsbedürftig http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2002&m=10&d=19&id=87619

von germnews - Toter durch Schaedlingsbekaempfungsmittel in Kirche Amberg.

Ein 39jaehriger Familienvater ist durch den Einsatz eines giftigen Schaedlingsbekaempfungsmittels in einer Kirche im oberpfaelzischen Ursen ums Leben gekommen. Dessen Frau und drei Kinder sowie eine Cousine liegen ebenfalls mit Vergiftungen im Amberger Krankenhaus. Das Gotteshaus war von einer Spezialfirma begast worden, um Holzschaedlinge in Heiligenfiguren und Kirchenbaenken zu bekaempfen. Die hochgiftigen Daempfe waren offenbar trotz Sicherungsmassnahmen von der Kirche in das direkt anliegende Wohnhaus der Familie gedrungen. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die beauftragte Spezialfirma wegen fahrlaessiger Toetung.

Kommentar Scherrmann: Es ist tragisch, dass dieser Vater gestorben ist, und dass es der ganzen Familie so schlecht geht. Ich hoffe, dass durch diesen Unfall auch ueberlegt wird, was die Folgen dieser Begasungen für a) die Arbeiter sind, die mit diesen Substanzen umgehen b) die Kirchgänger und c) für die OrganistInnen, die evt. länger in der Kirche sind. Ich habe einige OrganistInnen in meinem Netzwerk, die aufgrund des Einsatzes von Schädlingsbekämpfungsmitteln in Kirchen krank wurden.

Weniger Todesfälle durch saubere Stadtluft DUBLIN/UTRECHT. Die Emissionen von Kohleheizungen und Schwerlastverkehr erhöhen langfristig die Sterblichkeit der Bewohner. Dies zeigen zwei Studien in der jüngsten Ausgabe des Lancet. mehr http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=10477

Wissen von Selbsthilfegruppen wird kaum genutzt Vertreter von etwa 75 Selbsthilfegruppen waren am vergangenen Freitag zum 5. Selbsthilfekongreß nach Bad Homburg gekommen. Und wenn der eine oder andere Ehrenamtliche beim ersten Kongreß dieser Art vielleicht auch noch ein bißchen belächelt wurde, nimmt man die Macherinnen und Macher heute ernst. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=232244,2438,/politik/gesundheitssystem_uns

Ärzte und Politiker sollten Wissen der Selbsthilfegruppen nutzen Ärzte und Gesundheitspolitiker sollten das Wissenspotential der Selbsthilfegruppen besser nutzen. Das war die zentrale Forderung beim Selbsthilfekongreß in Bad Homburg.http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=232811,2438,/politik/gesundheitssystem_uns

Selbsthilfegruppen sind wichtig für Ärzte Wer beim Thema Selbsthilfegruppen die Nase rümpft und an stricksockenbestrumpfte Hausmütterchen oder emanzipierte Exoten denkt, hätte besser zum Selbsthilfekongreß in Bad Homburg gehen sollen. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=232748,2438,/politik/gesundheitssystem_uns

Entstehung zelltoxischer Prionen ist aufgeklärt US-Forscher haben eine Erklärung dafür gefunden, wie das krankheitsauslösende Agens bei neurodegenerativen Erkrankungen wie BSE und Creutzfeldt-Jakob-Krankheit in Zellen entsteht und Neuronen abtötet. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=232801,2438,/medizin/bse

Irland: Jeder dritte Arbeitnehmer leidet an berufsbedingten Erkrankungen DUBLIN. Berufsbedingte Erkrankungen wie Rückenschmerzen und Stress kosten die irische Volkswirtschaft jährlich mehr als 200 Millionen Euro. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung irischer ... mehr http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=10449

Strahlenschutz: Hirntumoren durch radioaktive Strahlung HIROSHIMA. Radioaktive Strahlung kann bereits in Dosierungen von unter einem Sievert (Sv) Hirntumoren auslösen. Dies schließen Forscher der Radiation Effects Research Foundation (RERF) im Journal of ... mehr http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=10446

USA: Gemüse noch immer mit Organochlorverbindungen kontaminiert LONDON. Kürbis, Möhren und Spinat sind in den USA im Vergleich zu anderen Gemüsesorten besonders häufig mit Organochlorverbindungen kontaminiert (J Epidemiol Community Health 2002; 56: 822–823). Zu ... mehr http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=10429

Durch Migräne: 3,5 Milliarden Euro Schaden im Jahr http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2002&m=10&d=15&id=87356

Datenbank erfasst toxische Chemikalienwirkung FIZ Karlsruhe erweitert mit AQUIRE wissenschaftlich-technisches Online-Angebot http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=021014022

Wie Paracetamol die Leber schädigt HOUSTON. US-Forscher haben einen Rezeptor in der Leber gefunden, der für die Hepatotoxizität von Paracetamol verantwortlich ist. In Science (2002; 298: 422–424) berichten sie, dass bei Versuchstieren ... mehr http://www.aerzteblatt.de/

Großbritannien: Steigende Zahl nosokomialer Infektionen LONDON. Britische Forscher und Krankenhausärzte wiesen jetzt auf die steigende Zahl nosokomialer Infektionen mit Methicillin-resistenten Staphylokokken (MRSA) hin. Wie aus aktuellen Zahlen des Public ... mehr http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=10418

Ein EU-Werbeverbot für Tabak scheitert am Nein Deutschlands An der Außenseiterposition Deutschlands liegt es, daß die Europäische Union bei der Bekämpfung des Tabakkonsums nicht mit einer Stimme spricht. Heute beginnt in Genf eine neue Verhandlungsrunde über eine entsprechende Konvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO). http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=231741,2427,/geldundrecht/recht

Studie: BSE-Epidemie unterschätzt. 1,9 Mio. statt einer Mio. Rinder zwischen 1980 und 1990 infiziert  http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=021009044

Brottest: Krebsgift in allen untersuchten Sorten Nun hat es auch das Grundnahrungsmittel Brot erwischt: In allen 20 untersuchten Roggenmischbroten fand das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST das Krebsgift Acrylamid. 

Die EU ist für einen Kampf gegen Biowaffen gerüstet - doch immer noch hat die Verteidigungslinie Löcher Ein möglicher Einsatz von biologischen und chemischen Kampfstoffen würde die Europäische Union (EU) nicht unvorbereitet treffen. "Trotzdem ist die Einlagerung von Impfstoffen für den Katastrophenfall in den meisten EU-Staaten nicht ausreichend," mahnte George Gouvras, Leiter der EU-Arbeitsgruppe gegen Bio-Terrorismus, beim 5. European Health Forum Gastein (EHFG) im österreichischen Bad Hofgastein. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=231134,2419,/magazin/abc_waffen Kommentar Scherrmann: Es scheint mir unwahrscheinlich, dass im Ernstfall Impfungen sehr hilfreich wären.

Lebensmittel: Problemstoff in Babymilch entdeckt In erhitzten Lebensmitteln haben Chemiker eine weitere bedenkliche Substanz nachgewiesen. Der Stoff, der etwa mit Diabetes und Nierenstörungen in Verbindung gebracht wird, findet sich sogar in Babymilch. http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-217143,00.html

04.10.02 Maedchen steigern durch Rauchen ihr Brustkrebs-Risiko Weil das Gewebe der sich entwickelnden Brueste noch besonders empfindlich ist, steigern Maedchen die rauchen, einer Studie zufolge, ihr Brustkrebsrisiko um 70 Prozent. http://www.med1.de/News/Sucht.und.Drogen/

Nachtrag im Zusammenhang zu meinem Schreiben an die Vorstände der AOK-Landesverbände (newsletter/33) : Neues Defizit bei den Krankenkassen Berlin. Den gesetzlichen Krankenkassen droht Zeitungsberichten zufolge im zweiten Halbjahr ein Defizit von ein bis 1,5 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr hatten die Kassen bereits ein Minus von 2,4 Milliarden Euro angehaeuft. (leider kein URL auffindbar)

25.09.02 Uebertriebene Hygiene fuehrt vermutlich zu Allergien Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, haben weniger Allergien. Asthma kommt bei Kindern in den USA wesentlich haeufiger vor, als in Aethiopien - eine Laender-Vergleichsstudie zu Asthma hat hohe Unterschiede in der Haeufigkeit der Krankheiten festgestellt. http://www.med1.de/News/Therapien/

Kommentar Scherrmann: Ganz so monokausal scheint mir das nicht zu sein. Ich denke, es ist nicht die Hygiene selbst, sondern die Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Waschmittel.

17.09.02 Immer mehr Kinder leiden an typischen Alterskrankheiten Gelenkverschleiss, Bluthochdruck und Altersdiabetes sind laengst keine Symptome und Krankheiten mehr, die ausschliesslich bei Erwachsenen auftreten. Auch Kinder leiden immer haeufiger darunter, weil sie schlichtweg zu dick sind. http://www.med1.de/News/Therapien/   

Kommentar Scherrmann: Die Frage ist, warum sind sie zu dick. Auch hier gibt es neue Denkansätze in der Erforschung der Ursachen.

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LÄRM

Lernstörungen durch Flughafenlärm

HAMBURG. Der Neubau des Münchner Flughafens bot einem internationalen Forscherteam die seltene Möglichkeit, die Auswirkungen von Verkehrslärm auf die schulische Entwicklung von Kindern prospektiv zu ... dpa HAMBURG. Der Neubau des Münchner Flughafens bot einem internationalen Forscherteam die seltene Möglichkeit, die Auswirkungen von Verkehrslärm auf die schulische Entwicklung von Kindern prospektiv zu untersuchen. Das Team um Prof. Monika Bullinger vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf stellt ihre Ergebnisse jetzt in Psychological Science (2002; 13: 469–74) vor. Das Team aus deutschen, schwedischen und amerikanischen Psychologen hat 326 Kinder (Durchschnittsalter 10,4 Jahre) dreimal untersucht. Einmal sechs Monate vor der Inbetriebnahme des FJS-Airports sowie ein und zwei Jahre später. Ergebnis: Nach dem Flughafenwechsel von München Riem nach Erding/Freising kam es bei den Kindern in der Nähe des neuen Flughafens zu Störungen des Langzeitgedächtnisses und der Lesefertigkeiten, während sich die Leistungen der Kinder in der Nähe des alten Flughafens verbesserten. Bei Letzteren besserte sich auch das Kurzzeitgedächtnis. Psychologen vermuten seit langem, dass sich starker Lärm negativ auf die Lesefertigkeit von Kindern auswirkt. Frühere Studien hatten immer wieder in diese Richtung gedeutet. Doch ein letzter Beweis fehlte noch. Nach der jetzigen Studie gebe es keinen Zweifel mehr an der Kausalität, meint Gary Evans von der Cornell Universität in Ithaca im US-Staat New York in einer Pressemitteilung. Der internationale Experte zählt Lärm zu den Umweltstress-Faktoren, welche sich negativ auf das Lernen und die Motivation von Kindern und Erwachsenen auswirkt. /rme (08.10.02. URL steht nicht mehr zur Verfuegung.

Kommentar Scherrmann: Wen wunderts?

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POSITIVES

Nachhaltig in 50 Sekunden

Studenten präsentieren Werbespots. Verzicht als wahre Form des modernen Lifestyles in Kinos und auf dem Weltgipfel in Johannesburg. Aufbaustudium Nachhaltigkeit?

BERLIN taz Wie erklärt man Nachhaltigkeit in 50 Sekunden? Via Werbespots, meinen 28 StudentInnen und junge Berufstätige aus dem Umwelt-, Kommunikations- und Filmbereich. Sie präsentierten am Donnerstag in der Akademie der Künste in Berlin ihre visualisierten Antworten. Drei sind es an der Zahl, die das Lernprojekt "Nachhaltiger Filmblick" in den letzten sechs Monaten mit Hilfe der Projektleiterin Irmela Bittencourt und des Regisseurs Albert Heiser konzeptioniert und produziert hat....

Vielleicht sehen die Kinozuschauer in den nächsten Wochen die ersten 50 Sekunden eines neuen Zeitalters der Aufklärung. Der Bedarf an vereinfachten Erklärungen für komplexe Zusammenhänge ist zweifellos bereits jetzt vorhanden und der Paradigmenwechsel in Richtung Nachhaltigkeit ist von größter Wichtigkeit. Nur ob dieses neue Berufsfeld auch bei Wirtschaft und Industrie Anklang findet, ist fraglich. Denn falls das gesellschaftliche Umdenken ausbleibt, wird es auch kein ökonomisches Umdenken geben.

LUKAS-CHRISTIAN FISCHER Weitere Infos: http://www.nachhaltiger-filmblick.de/   taz Nr. 6830 vom 19.8.2002, Seite 9, 102 TAZ-Bericht LUKAS-CHRISTIAN FISCHER

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RADIOAKTIVITÄT

Vom Strahlentelex: web: http://www.strahlentelex.de , email: Strahlentelex@t-online.de

Die Leukämiekommission des Landes Schleswig-Holstein

Prof. Dr. Otmar Wassermann, Vorsitzender

Kontakt: Dr. Sebastian Pflugbeil, Email: Pflugbeil.KvT@t-online.de

Pressemitteilung, Marschacht, den 14. Oktober 2002

Großflächige Verteilung von Kernbrennstoff im Umfeld der Geesthachter Atomanlagen nachgewiesen:

Bisher vertuschter Nuklearunfall wahrscheinlich Auslöser für die Häufung der Kinderleukämien in der Elbmarsch Die bei den Geesthachter Atomanlagen südöstlich von Hamburg 1990 und 1991 aufgetretene extreme Häufung kindlicher Leukämieerkrankungen steht jetzt vor ihrer Aufklärung. Auf Grund der inzwischen vorliegenden umfangreichen Untersuchungsergebnisse ist der Auslöser eine ungenehmigte Freisetzung künstlicher Radioaktivität im September 1986, die bisher von den Behörden hartnäckig bestritten wird. Das ergibt sich aus den Beratungen der Leukämiekommission des Landes Schleswig-Holstein, die am 14. Oktober 2002 in dem Elbmarschort Marschacht stattgefunden haben. Ein entsprechender Bericht unter der Herausgeberschaft der Ärztevereinigung IPPNW ist vorgelegt worden. Professor Dr. Otmar Wassermann, Vorsitzender der Leukämiekommission, erklärt: "Für mich steht fest, dass im September 1986 eine ungenehmigte Freisetzung künstlicher Radioaktivität stattgefunden hat. Die von der Gutachtergruppe der Professoren Scharmann und Brandt, Dr. Schalch, Dipl.-Ing. Gabriel und anderen (ARGE PhAM) festgestellten Transurane und Spaltprodukte im Erdboden und Dachstaub in der Umgebung der Geesthachter Anlagen stammen aus Mikro-Schwermetallkügelchen, die als sogenannter Pac-Kernbrennstoff identifiziert werden konnten. An diesem besonderen Brennstoff arbeitete die Atomforschung der 70er und 80er Jahre, die in einer sogenannten Hybridtechnik die Prinzipien der Energiefreisetzung durch Kernfusion und Kernspaltung kombinieren wollte. Ausgelöste Kernreaktionen sollten dabei weiteres Spaltmaterial erbrüten. Offenbar hat man bei Geesthacht mit diesem Material experimentiert, und dabei ist es im September 1986 zu einem Unfall, wahrscheinlich mit einem Brand und einer Verpuffung, gekommen. Man muss davon ausgehen, dass das die wesentliche Quelle einer massiven Strahlenverseuchung in der Umgebung der Atomanlagen östlich von Hamburg war."

Damit bestätigen sich jetzt auch die früheren Befunde der Bremer Physikerin Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, die in der Umgebung Transurane nachgewiesen hatte. Auf der Sitzung der Leukämiekommissionen wurde kritisiert, dass die amtlich veranlassten Untersuchungen bisher nicht zielgerichtet und mit unzureichender Methodik durchgeführt worden sind. Eine Bestätigung der Befunde der ARGE PhAM liefern dagegen frühere behördliche Bodenuntersuchungen in der Elbmarsch, die im Zusammenhang mit dem Leukämieproblem unternommen worden waren. Bei denen war ebenfalls angereichertes Uran festgestellt worden, das nur erklärbar ist, wenn nukleartechnische Aktivitäten stattgefunden haben. Betreiber und Aufsichtsbehörden haben dagegen bisher behauptet, bei dem Ereignis habe es sich um einen Aufstau des natürlichen radioaktiven Edelgases Radon gehandelt. In dem den Leukämiekommissionen jetzt vorgelegten gutachtlichen Bericht wird jedoch gezeigt, dass diese Behauptung ohne sachliche Grundlage ist.

Bereits 1997 war die schleswig-holsteinische Leukämiekommission zu dem Schluss gekommen, dass die gehäuften Leukämieerkrankungen der Kinder in der Elbmarsch durch Strahlung ausgelöst worden sind.

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Umweltbundesamt Presse-Information

Einheitliches Haftungsrecht fuer Umweltschaeden ist erforderlich Umweltbundesamt veroeffentlicht Studie zur Neugestaltung der Umwelthaftung Das Umwelthaftungsrecht in Deutschland muss systematisiert, vereinheitlicht und vereinfacht werden. Gleichzeitig sind Regelungsluecken zu schließen. Durch solche Veraenderungen koennen die Ziele des Umwelthaftungsrechts - die Vermeidung und verursachergerechte Kompensation von Umweltschaeden - wirksamer erfuellt werden. Zu diesen Ergebnissen gelangten Prof. Dr. Juliane Kokott von der Universitaet St. Gallen, Schweiz, und ihr Mitarbeiter Dr. Frank Hoffmeister. Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) haben sie die Haftungsvorschriften in Deutschland sowie in 14 anderen Staaten Europas untersucht und bewertet.

Die Analyse der deutschen Haftungsvorschriften zeigt: Es gibt eine Vielzahl bundes- und landesrechtlicher Ersatzvorschriften. Die Regelungen sind jedoch in ihrer Struktur und Reichweite recht unterschiedlich. In einigen Umweltbereichen gibt es noch erhebliche Regelungsluecken. Als Fortentwicklung des Haftungsrechts wird fuer Deutschland ein Gesetz zum oeffentlich-rechtlichen Ausgleich von Umweltschaeden vorgeschlagen, das auch Ersatzpflichten fuer Schaeden in hoheitsfreien Raeumen - wie zum Beispiel der Hohen See und der Antarktis - vorsieht. Die vorgeschlagenen Regelungen werden fundiert begruendet.

Wie die rechtsvergleichende Untersuchung zeigt, gibt es in verschiedenen europaeischen Staaten, wie Belgien, Daenemark, Finnland, Niederlande und Oesterreich, ein Haftungsrecht, das alle Umweltbereiche erfasst. Andere Staaten - zum Beispiel Portugal, Schweden und die Schweiz - bereiten solche Bestimmungen vor.

Viele Staaten raeumen zudem Umweltverbaenden ein ergaenzendes Klagerecht ein.

Berlin, den 21.10.2002 www.umweltbundesamt.de   Die Studie "Oeffentlich-rechtlicher Ausgleich fuer Umweltschaeden in Deutschland und in hoheitsfreien Raeumen - Bestandsaufnahme, Rechtsvergleich und Vorschlaege de lege ferenda" ist in der Reihe BERICHTE des Umweltbundesamtes als Nr. 9/2002 (ISBN 3 503 07035 4) im Erich Schmidt Verlag Berlin erschienen. Sie umfasst 353 Seiten, kostet 56 Euro und ist im Buchhandel oder direkt beim Erich Schmidt Verlag, Genthiner Straße 30 G, 10785 Berlin, Fax: 030/25 00 85-21, Internet http://www.erich-schmidt-verlag.de , erhaeltlich.

Kommentar Scherrmann: ENDLICH wird damit in Deutschland angefangen.

 
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