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"Das neue Schwarzbuch
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(19,90 Euro) Zu beziehen über koehler-schnura@CBGnetwork.de =================================================== CHEMIKALIEN – PESTIZIDE – POLITIK 26.09.2003 Agrarminister bekommen schlechte Noten für Lebensmittelüberwachung / Greenpeace überreicht Zeugnisse bei Ministertreffen in Rostock-Warnemünde (ots) - Rostock-Warnemünde, 26. 9. 2003 - Schlechte Noten für die Lebensmittelüberwachung ihrer Behörden haben Greenpeace-Aktivisten heute den Agrarministern der Länder überreicht. Die Minister erhielten während ihrer Konferenz in Rostock Pokale in Form von Schulnoten für die Missstände bei der Überwachung von Obst und Gemüse in Deutschland. Die Noten sind das Ergebnis der gestern veröffentlichten Greenpeace-Studie "Pestizide außer Kontrolle". Darin wird bewertet, wie verlässlich die Länder kontrollieren. Baden-Württemberg erhält als bestes Land ein "befriedigend". Danach kommen Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt mit "ausreichend". Die anderen Länder werden mit "mangelhaft", Bremen und das Saarland sogar mit "ungenügend" bewertet. "Wir haben einen chronischen Lebensmittelskandal, zu viel Obst und Gemüse sind mit Pestiziden belastet", sagt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. "Die Händler verkaufen ungeniert große Mengen von Trauben, Paprika oder auch Erdbeeren, die dem Gesetz nach nicht verkauft werden dürften. Statt die Überwachung zu verbessern erhöht das Verbraucherministerium nur die Grenzwerte. Die Minister und Amtschefs müssen jetzt auf ihrer Konferenz Maßnahmen für bessere Kontrollen beschließen." Greenpeace fordert pestizidfreie Lebensmittel. Die Behörden müssen bei Verstößen gegen das Lebensmittelgesetz konsequent eingreifen und vorbeugend gegen auffällige Hersteller und Händler vorgehen. Die Greenpeace-Studie macht auch deutlich, dass die Leistung der Lebensmittelüberwachung in Deutschland meist deutlich unter dem Durchschnitt der EU-Länder und privater Labore liegt. So dauern die Analysen zu lange. Bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen, sind belastete Lebensmittel längst verkauft und gegessen. Überschreitungen der Grenzwerte werden in der Regel nicht geahndet. Zudem erkennen die Kontrolleure viele Verstöße nicht, da sie zu wenige Stichproben nehmen. Ein weiterer schwerer Mangel: Im Schnitt wird die Ware nur auf rund 100 der insgesamt 800 in der EU zugelassenen Pestizide untersucht. Für die Verbraucher sind die Informationen bislang nicht zugänglich, da Ergebnisse der Kontrollen nur selten veröffentlicht werden. Namen, Hersteller und Verkaufsort beanstandeter Ware behalten die Behörden in der Regel unter Verschluss. So wird den Verbrauchern die Möglichkeit genommen, schwarze Schafe unter den Händlern zu meiden. Daher muss die Bundesregierung dringend einen neuen Anlauf für ein Verbraucherinformationsgesetz nehmen, das die notwendige Transparenz für den Bürger garantiert. Vergangenes Jahr scheiterte die Initiative an CDU/CSU-regierten Bundesländern im Bundesrat. Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Manfred Krautter, Tel. 0171-8780 810, in Rostock oder Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 040-30618 383 bzw. 0171-8780 778. Fotos der Aktion erhalten Sie unter 040-30618-377. Hintergrundinfos finden Sie im Internet unter: www.greenpeace.de/einkaufsnetz ots-Originaltext: Greenpeace e.V., nternet: www.greenpeace.de Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=6343 I =================================================== ELEKTRO-MAGNETISCHE STRAHLUNG Zusammenfassung dieser wichtigen Nachricht auf Deutsch: - UMTS-Sender verursachen Tinnitus, Kopfschmerzen, Übelkeit - Deutliche Ergebnisse in Doppel-Blind-Versuchen gefunden - Beeinflussung kognitiver Funktionen wie Erinnerungsvermögen und Reaktionszeit auch durch herkömmliche GSM-Sender UMTS-Mobilfunkstrahlung kann Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Dies ist das Ergebnis einer niederländischen Regierungsstudie, die im Auftrag von drei niederländischen Ministerien durchgeführt wurde. Die Studie verglich die gesundheitliche Wirkung der von heutigen Mobilfunksendern ausgehenden Strahlung mit Effekten, die durch die Basisstationen der neuen UMTS-Sender ausgelöst werden. Mobilfunkbasisstationen decken üblicherweise eine „Zelle“ von mehreren Quadratkilometern ab und übertragen Signale an Mobiltelefone mittels elektromagnetischer Felder „Wenn man die Testgruppe der Strahlung von UMTS-Basisstationen aussetzte, kam es zu einer signifikanten Wirkung... Die Testpersonen litten daraufhin an Tinnitus, Kopfschmerzen und Übelkeit“, erklärte eine Sprecherein des niederländischen Wirtschaftsministeriums. Für die derzeitigen GSM-Sender fand die Studie solche negativen Effekte nicht. Allerdings führten sowohl GSM- als auch UMTS-Felder zur Beeinflussung von kognitiven Funktionen wie Erinnerungsvermögen und Reaktionszeit, welche sich bei kurzfristiger Einwirkung erhöhten. Die niederländischen Minister für Wirtschaft, Gesundheit und Telekommunikation erklärten, weitere Forschung wäre notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen, außerdem müssten Langzeitwirkungen untersucht und biologische Ursachen gefunden werden. Die Regierungssprecherin sagte, die niederländische Regierung werde diese Studie auch mit der Europäischen Kommission diskutieren. In den Doppelblind-Versuchen (d.h., keine der Testpersonen wusste, ob das entsprechende elektromagnetische Feld gerade aktiv war oder nicht) wurden Testpersonen UMTS-Mobilfunkstrahlung ausgesetzt, in einer Höhe, wie sie im kommerziellen Betrieb zu erwarten ist. Die GSM-Association, eine globale Orgainsation von Mobilfunkbetreibern, lehnte einen Kommentar ab und will die Studie prüfen. Die Ergebnisse der IARC (Internationale Krebsforschungsagentur) zu einem möglichen Langzeitzusammenhang zwischen der Exposition heutiger GSM-Handys und Gehirntumor werden nicht vor 2004 erwartet. Frühere Untersuchungen fanden bereits einen Zusammenhang mit kognitiven Funktionen, diese wurden in der niederländischen Studie bestätigt. Das Forschungsinstitut verwies jedoch darauf, dass in früheren Studien immer die Wirkung von Handys untersucht wurde, die nah an den Kopf gehalten werden und bei denen hohe Strahlungsfelder nah am Ohr erzeugt werden und zu einer Erwärmung des Gehirn führen. In der Studie des niedlerländischen Forschungsinstituts TNO wurde ein Strahlungslevel verwendet, das den tatsächlichen Verhältnissen im Umfeld von Mobilfunksendern entspricht und niedriger als bei Handys ist. Handys verursachen stärkere Strahlung bei der Nutzung, während Mobilfunksender ein konstantes Strahlungslevel aussenden, das alle Menschen in ihrem Umfeld erreicht. Originalnachricht von Reuters auf Englisch: http://www.elektrosmognews.de/ ---Vom Mobilfunk-Newsletter der Bürgerwelle e.V., Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog. Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: BI Omega, Mitglied im Dachverband Bürgerwelle e.V. Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog, E-Mail pr@buergerwelle.de, Internet http://www.buergerwelle.deBeiträge von BI Omega finden Sie
u.a. bei
http://www.buergerwelle.de
(in Deutsch und Englisch) =================================================== KRANKHEIT – MCS Adresse: MCS-Liga Schweiz, Postfach 169, CH - 7078 Lenzerheide, 0041 81 356 37 39, internet: www.mcs-liga.ch --- Die ungekuerzte
Fassung meiner Rede in Berlin (Fachgespräch zu MCS im Umweltbundesamt http://www.safer-world.org/d/Scherrmann/skript/wuensche.htm =================================================== KURZINFO 2.10.2003 Homo laborans - medizinisch unbekanntes Wesen. Der Mensch als Arbeitender wird im medizinischen Alltag nicht gebührend wahrgenommen. Daran ändern auch stirnrunzelnde Arbeitsmediziner nichts. Über den richtigen Umgang mit Arbeitsdruck und berufsbedingten Krankheiten. URL steht nicht mehr zur Verfuegung 1.10.2003 Antibiotikatherapie erhöht Allergierisiko. DETROIT. Ist der häufige Einsatz von Antibiotika in der Pädiatrie Schuld an der steigenden Prävalenz allergischer Erkrankungen in westlichen Ländern? http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=14068 Fast jeder sechste Bürger in USA ohne Krankenversicherung. WASHINGTON. In den USA ist die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie das staatliche Zensusbüro am 30. September in Washington mitteilte, hatten 2002 ... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=14055 30.09. 2003 Vergiftung der Meeresumwelt durch Schiffsfarben stoppen! / WWF und DBU zeigen Alternativen zu hochgiftigen Anstrichen http://www.presseportal.de/ Umfrage: Mehrheit für Rauchverbot in Gaststätten BERLIN. Die Mehrheit der Bundesbürger würde ein absolutes Rauchverbot in Bars und Gaststätten begrüßen, wie es die EU-Kommission verordnen will. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts ... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=14031 Greenpeace fordert Schutz für gentechnikfreies Saatgut. BRÜSSEL. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die EU-Landwirtschaftsminister aufgefordert, strikte Vorschriften zum Schutz von Saatgut vor einer Verunreinigung durch genetisch veränderte ... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=14020 EU will mehr Rechtsschutz bei Berufskrankheiten. Um Berufskrankheiten europaweit einzudämmen, schlägt die Europäische Kommission eine härtere Gangart ein. So soll für alle Betroffenen die Möglichkeit der Schadensersatzklage geschaffen werden. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=279001,3020,/politik/gesundheitssystem_uns 29.0 9.2003 Musikerziehung: Kinder selbstbewusster und sozialer http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2003&m=9&d=29&id=103369 27.09.2003 Krebserregende Stoffe: Ehemalige Mitarbeiter verklagen IBM. Der IT-Riese IBM wird in den USA von rund 250 ehemaligen Mitarbeitern verklagt. Das könnte teuer werden - und Auswirkungen auf die ganze Branche haben. http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,druck-267325,00.html 26. 09-2003: Jugendliche schneller von Nikotin abhängig als bislang geglaubt. KÖLN. Jugendliche, die mit dem Rauchen anfangen, werden schneller abhängig als bislang geglaubt. Dabei setze die Abhängigkeit bei Mädchen sogar noch schneller ein als bei Jungen, teilte die ... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=13992 Greenpeace: Lebensmittelüberwachung kritisiert http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2003&m=9&d=26&id=103300 ALS ist haeufig bei Golfskriegssoldaten. Veteranen des Golfkriegs 1991 erkranken ungewöhnlich häufig und bereits jung an der unheilbaren Amyotrophen Lateralsklerose (ALS), auch Lou-Gehrig-Krankheit genannt, die sonst erst im hohen Alter auftritt. http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=278034,3007,/medizin/gehirn_nerven
Kleinkinder durch Pestizide in Obst und Gemüse besonders gefährdet / Greenpeace entdeckt alarmierende Belastungen von Äpfeln und Birnen http://www.presseportal.de/ Industrieverband Agrar ignoriert Pestizid-Gefahr / Äpfel und Birnen aus herkömmlichem Anbau für Kleinkinder nicht geeignet http://www.presseportal.de/story.htx?nr=482835 Babys gesund ernähren: Greenpeace rät zu Bio-Kost http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2003&m=9&d=20&id=103073 16.09.2003: Weltweit jährlich fast fünf Millionen Todesfälle durch Rauchen. LONDON. Fast fünf Millionen Menschen verstarben im Jahr 2000 weltweit an den gesundheitsschädigenden Folgen des Rauchens, berichten Majid Ezzati von der Harvard School of Public Health, Boston, USA, ... URL steht nicht mehr zur Verfuegung. Zahl der Todesfaelle durch Asbest steigt. Die in Würzburg angesiedelte Berufsgenossenschaft der keramischen und Glas-Industrie (BG) schlägt Alarm: asbest-bedingte Berufskrankheiten nehmen in dramatischem Ausmaß zu http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=276551,2995,/politik/gesundheitssystem_uns 12.09.03 Oeffentliches Gestaendnis: Deutsche Forscher faelschten Krebsstudie. Der Forschungsbetrieb ist um einen Skandal reicher: Deutsche Wissenschaftler mussten eine im Fachmagazin "Nature Medicine" veroeffentlichte Studie ueber einen Krebs-Impfstoff zurueck- ziehen. Sie hatten ihre Ergebnisse offenbar gefaelscht. http://www.med1.de/News/Gesellschaft/, http://www.med1.de/News/Ethik/ http://www.med1.de/News/Krebs/ 19.08.03 Herz-Kreislauf-Erkrankungen:- Cholesterin nicht der allein Schuldige. Cholesterin gilt als Mitausloeser fuer Herz-Kreislauf- Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Untersuchungen belegen jedoch, dass Cholesterin nicht der allein Schuldige ist.http://www.med1.de/News/Ernaehrung/ , http://www.med1.de/News/Therapien/ ================================================= TERMINE Einladung zur Generalprobe des Tanztheaters CARPUT MORTUUM. Wo Plastikblumen nicht mehr blühen Eintritt frei für Selbsthilfegruppen, Patienten mit MCS, MS und CFS, und BegleiterInnen, 16. Oktober 2003 - Dampfzentrale Bern. Weitere Informationen finden Sie unter www.carput-mortuum.net =================================================== VERBRAUCHER/INNEN FLP Label des Monats. "Das Blumen-Siegel bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, sich beim Kauf für Blumen aus fairer und umweltgerechter Produktion zu entscheiden", so Heike Dickhut vom Verein Verbraucher-Initiative, der unklängst das FLP zum "Label des Monats" gekürt hat. Die Einhaltung der Standards werde durch internationale Kontrollinstitute überwacht und so sei "das Label eine ambitionierte und glaubwürdige Kennzeichnung". Henning Moeller vom Blumenimporthandel betont, dass FLP-Rosen nicht viel teurer sind, als Herkömmliche. Ein besonderer Erfolg des FLP-Gütesiegels ist es, dass mittlerweile fast 100 Großhändler und 900 Floristengeschäfte bundesweit FLP-Blumen anbieten können. Eine Liste der Floristgeschäfte ist erhältlich unter: www.flower-label-program.org oder beim FLP Büro, Adenauerallee 131, 53113 Bonn, Tel.0228- 962 83 55. =================================================== POLITIK - BEHOERDEN =================================================== POLITIK Das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG)Ab 1.1.2004 gelten folgende neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen Die wichtigsten Veränderungen auf einen
Blick: als pdf-Datei ( 417
seiten) --- Berlin, den 22.09.2003 Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt startet neue Website für Kids. " www.kinderwelt.org “ bietet Informationen, Tipps und Spiele zu Umwelt und Gesundheit Kinder und Jugendliche können sich ab sofort auf einer Internet-Seite über viele Themen aus dem Bereich Umwelt und Gesundheit informieren. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt startete im Rahmen des Weltkindertags-Festes des Deutschen Kinderhilfswerkes in Berlin mit einem Knopfdruck die Website www.kinderwelt.org. „Kinder und Jugendliche sind am stärksten von schädlichen Umwelteinflüssen betroffen. Deswegen ist es unser großes Anliegen, gerade diese Altersgruppe für die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheit zu sensibilisieren. Dies soll dazu beitragen, Gesundheitsschäden vorzubeugen,“ sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Auf der Internetseite, die mit lustigen Zeichnungen illustriert ist, finden sich Informationen, Tipps und Spiele beispielsweise zur Ernährung, zu Lärm, Luftqualität und zur Vermeidung von Allergien. Es gibt Antwort auf Fragen, wie: Warum sind Sonnenstrahlen gefährlich für die Haut ? Was ist der Treibhauseffekt ? oder: Wie beeinflussen Handys die Gesundheit ? Kinder und Jugendliche können ihr Wissen durch Quizfragen testen (z.B.: Wie viel Stückchen Zucker verstecken sich in einer Tüte Gummibärchen. 9, 29 oder 49 ? Richtige Antwort: 49). www.kinderwelt.org ist ein neues Angebot im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit. Das Aktionsprogramm wurde 1999 gemeinsam vom Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesumweltministerium ins Leben gerufen. Seit 2002 ist auch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz beteiligt. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Aktionsprogramms ist es, die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken aus Umwelt und Ernährung zu informieren. Die Internetseite www.kinderwelt.org wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums erstellt und soll nach dem Start weiter ausgebaut werden. =================================================== BUNDESTAG Berlin: Di, 30.09.2003, Finanzausschuss ABSCHLIEßENDE BERATUNG DER TABAKSTEUERERHÖHUNG VERTAGT Berlin: (hib/VOM) Der Finanzausschuss hat seine für heute geplante abschließende Beratung des Gesetzentwurfs von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Änderung des Tabaksteuergesetzes und anderer Verbrauchsteuergesetze (15/1313) vertagt. Die SPD-Fraktion signalisierte in der Sitzung am Dienstagvormittag Verhandlungsbereitschaft, nachdem die CDU/CSU-Fraktion eigene Änderungsanträge zu dem Gesetzentwurf vorgelegt hatte. Die Fraktionen einigten sich, bis zur kommenden Sitzungswoche auszuloten, ob ein gemeinsamer Änderungsantrag möglich ist. Die zweite und dritte Lesung im Bundestag soll wie vorgesehen am 17. Oktober stattfinden. Der Gesetzentwurf von SPD und Bündnisgrünen sieht vor, die Tabaksteuer auf Zigaretten in drei Stufen um insgesamt 4,5 Cent pro Stück zu erhöhen. Jeweils zum 1. Januar 2004, zum 1. Oktober 2004 und zum 1. Juli 2005 sollte die Steuer um 1,5 Cent pro Stück angehoben werden. Daneben soll auch die Tabaksteuer auf Zigarren und Zigarillos, für Feinschnitt und für Pfeifentabak erhöht werden. Das erwartete Mehraufkommen von rund 1,25 Milliarden Euro im nächsten Jahr soll dazu verwendet werden, Aufwendungen der Krankenkassen für versicherungsfremde Leistungen pauschal abzugelten. Der Änderungsantrag der Union sieht eine Erhöhung um lediglich 1 Cent pro Stück jeweils zum 1. Januar 2004, zum 1. Oktober 2004 und zum 1. Oktober 2005 vor. Auch soll nach dem Willen der Union die geplante überproportionale Erhöhung der Tabaksteuer auf Feinschnitt, um Ausweichreaktionen der Zigarettenraucher zu verhindern, weniger stark ausfallen. Damit soll die Erhöhung wettbewerbsneutral zur Tabaksteuererhöhung auf Zigaretten ausgestaltet werden, heißt es in dem Änderungsantrag. Ziel sei es, das bestehende Konsumgefüge zu erhalten. Die Union hatte ihren Änderungsvorschlag mit dem Ergebnis der öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in der vergangenen Woche begründet, die darauf hingewiesen hatten, dass die geplanten Erhöhungen im Ergebnis zu geringeren Steuereinnahmen führen würden, weil es eine Zunahme des illegalen Zigarettenvertriebs geben werde. Ein weiterer Änderungsantrag der Union bezieht sich auf die Kaffeesteuer. Danach sollen im Inland und im Ausland hergestellte Waren mit Kaffeeanteilen unter 50 Gramm je Kilogramm steuerlich gleich behandelt werden, um Wettbewerbsneutralität zu schaffen. Die FDP-Fraktion erinnerte daran, dass es in der Anhörung keine Unterstützung für die von der Koalition geplanten steuerlichen Änderungen gegeben habe. Danach wäre auch die geringere Steueranhebung, wie von der Union vorgeschlagen, lediglich eine "zweitbeste Lösung". Auch wenn man so verfahren würde, würden illegaler Vertrieb und Konsum in Deutschland weiter zunehmen. Proportionale Einnahmeverbesserungen seien dadurch nicht zu erreichen, so die Fraktion. --- Berlin: Mi, 24.09.2003, Finanzausschuss (Anhörung) GEWERKSCHAFT SIEHT DURCH TABAKSTEUERERHÖHUNG 30 000 ARBEITSPLÄTZE IN GEFAHR Berlin: (hib/VOM) Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fürchtet den Verlust von rund 30 000 Arbeitsplätzen aufgrund der von SPD und Bündnis 90/Die Grünen geplanten Erhöhung der Tabaksteuer auf Zigaretten. Dies geht aus ihrer schriftlichen Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses zum Gesetzentwurf der Koalition zur Änderung des Tabaksteuergesetzes und anderer Verbrauchsteuergesetze (15/1313) hervor, die heute um 12.30 Uhr im Sitzungssaal der CDU/CSU-Fraktion im Reichstagsgebäude begonnen hat. Die NGG bezieht in diese Zahl die gesamte Tabakbranche einschließlich Handel und Zulieferer ein. Nach den Plänen der Koalition soll die Tabaksteuer auf Zigaretten in drei Stufen um insgesamt 4,5 Cent pro Stück angehoben werden (jeweils um 1,5 Cent zum 1. Januar 2004, 1. Oktober 2004 und 1. Juli 2005). Daneben soll auch die Tabaksteuer auf Zigarren und Zigarillos, Feinschnitt und Pfeifentabak erhöht werden. Durch den zu erwartenden Einbruch des Zigarettenabsatzes um rund 30 Prozent würden die Arbeitsplätze bei Zigarettenherstellern und im Tabakwarenhandel sowie etliche mittelständische Existenzen verloren gehen, schreibt die NGG. Der Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA) weist darauf hin, dass durch die geplante Steuererhöhung mindestens ein Euro pro Packung an den Konsumenten weitergegeben werden müsse. Diese reine Steuerüberwälzung würde bereits zu einer durchschnittlichen Anhebung der Zigarettenpreise von über 30 Prozent führen, so der BDTA. Er bezweifelt, dass die Hersteller automatengängiger Fabrikzigaretten in der Lage sein werden, bis Anfang 2004 Automatenpackungen zu vier Euro bereitzustellen. Der aktuelle von drei Euro je Packung mit einem Inhalt von 17 bis 19 Zigaretten sei technisch ausgereizt. Unter Umständen drohe den aufstellenden Handelsbetrieben ein vollständiger Umsatz- und Ertragsausfall im Automatengeschäft während mehrerer Monate. "Keines der betroffenen Unternehmen könnte diese Situation wirtschaftlich überleben", heißt es in der Stellungnahme. Der Verband der Cigarettenindustrie stellt dem Koalitionsentwurf ein eigenes Modell gegenüber, das mit Steuererhöhungsstufen von dreimal einem Cent pro Zigarette über 21 Monate aufgrund des dann geringeren Konsumeinbruchs gleich viele Steuereinnahmen hervorrufen würde. Der Verband hält auch den Termin 1. Januar 2004 für nicht einzuhalten. Auch wären dann nur 6300 Arbeitsplätze in der Branche bedroht gegenüber 8200 beim Koalitionsentwurf. Der Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels erklärt sich nicht bereit, die Steuererhöhung von einem Euro pro Packung mitzutragen. Damit sei ein "Kahlschlag im Fachhandel" unausweichlich. Der Bund der Steuerzahler hält die Pläne der Koalition für eine unverhältnismäßig hohe Besteuerung des Tabakkonsums. Eine Steuerbezuschussung der Krankenversicherung, wofür die zusätzlichen Einnahmen aus der Tabaksteuer vorgesehen sind, lehnt der Steuerzahlerbund ab. Der Präsident des Zollkriminalamtes in Köln, Karl-Heinz Matthias, rechnet damit, dass der Schwarzmarktanteil am Zigarettenmarkt nach der Steuererhöhung deutlich ansteigt. Raucher würden die Zigarettenmärkte in Polen und in Tschechien noch stärker als bisher für illegale Einkäufe nutzen. Auch würden organisierte Transporte mit Kleinlastwagen, illegale Zigarettenbeiladungen und der Schmuggel ganzer Containerladungen mit unversteuerten Zigaretten für die Täten attraktiver. Zu Gunsten der Tabaksteuererhöhung äußert sich dagegen Professor Michael Adams von der Universität Hamburg. Er hält sie für einen richtigen, aber zu kleinen Schritt, um die volkswirtschaftlichen Kosten des Rauchens zu vermindern. Sie entlaste das Gesundheitssystem dauerhaft zusätzlich von Kosten in Milliardenhöhe. Da die Tabaksteuererhöhung vor allem Kinder und Jugendliche vom Einstieg in das Rauchen abhalten werde, handele es sich um eine langfristige und im Zeitlauf steigende Ersparnis. --- Berlin: Do, 18.09.2003, Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" ÖFFENTLICHE ANHÖRUNG ZUR "FORSCHUNG AN NICHTEINWILLIGUNGSFÄHIGEN" Berlin: (hib/VOM) "Forschung an Nichteinwilligungsfähigen" ist der Titel einer öffentlichen Anhörung, zu der die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" am Montag, dem 22. September, einlädt. Dabei geht es um die Voraussetzungen für die Zulässigkeit eines Forschungseingriffs an Patienten oder Probanden und die mit ihm verbundenen Belastungen und Risiken. Nach herrschender Rechtsauffassung gilt die freiwillige Einwilligung des Betroffenen als Voraussetzung für die Zulässigkeit eines Forschungseingriffs, schreibt die Enquete-Kommission. Zur Forschung an nichteinwilligungsfähigen Minderjährigen und Erwachsenen sowie zur Einwilligungs- und Informationsgestaltung werden zehn Sachverständige Stellung beziehen, darunter Vertreter von Ethik-Kommissionen sowie Mediziner und Juristen. Die Anhörung beginnt um 11.00 Uhr im Großen Saal des Bundesministeriums der Finanzen, Wilhelmstraße 97 in Berlin, und soll bis 17.00 Uhr dauern.
=================================================== Allergie- und Asthmatag Görlitz: Mögliche Prävention von Allergien weiter erforschen Mit einem weiteren Forschungsprojekt wollen Haunersche Kinderklinik in München und Bayerisches Gesundheitsministerium möglichen Schutzeffekten vor Allergien näher auf die Spur kommen. Gesundheitsstaatssekretärin Erika Görlitz stellte heute anlässlich des Allergie und Asthmatages am Samstag das Projekt vor. "Allergien sind weiter auf dem Vormarsch. Sehr häufig sind schon Kinder betroffen. Wir müssen allen Erkenntnisse, die der Vorbeugung und Prävention dienen können, weiter nachgehen", betonte Görlitz. Die neue Studie will erforschen, welche Stoffe oder Keime im bäuerlichen Umfeld einen höheren Schutz gegen Allergien aufbauen helfen. Die neue Studie knüpft an bisherige Erkenntnisse an, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, einen ausgeprägten Schutz vor der Entwicklung von allergischen Sensibilisierungen, Asthma bronchiale und Heuschnupfen haben. Weitere Studien erklärten diesen Effekt insbesondere mit dem häufigen Kontakt zu Tierställen. Erforscht wird jetzt, welche Keime oder Bakterien bzw. deren Bestandteile, mit denen die Kinder im Stall in Kontakt kommen, bewirken. "Diese Forschung im bäuerlichen Lebensumfeld könnte in Zukunft erlauben, eine wirkungsvolle Vorbeugung zu entwickeln", betonte die Staatssekretärin. Das Forschungsprojekt fördert das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz mit mehr als 98.000 Euro. Anmerkung Scherrmann: Wann wird mal mit einigen Klicks nach der schon vorhandenen Literatur zu „Fragrances and Allergy“ in MEDLINE gesucht? =================================================== |
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