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Anmerkung
Scherrmann: So neu ist diese Erkenntnisse nicht, sie sollten spaetestens seit
Coborn’s Buch bekannt sein.
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Rauchen erhöht Brustkrebsrisiko
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OAKLAND.
Aktive Raucherinnen haben ein um 30 Prozent erhöhtes Brustkrebsrisiko. Nach
den Ergebnissen einer prospektiven Kohortenstudie im Journal of the National
Cancer Institute (JNCI 2003; 96: ... mehr
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=14989
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Sinkt die Zeugungsfähigkeit der Männer?
Könnte sein, weil die Zahl der Spermien im Ejakulat schwindet, wie eine
britische Studie bestätigte
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http://www.netdoktor.de/feature/verhuetung_news3.htm
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Anmerkung
Scherrmann: Hierzu gibt es schon seit 10 Jahren Daten, und zumindest einige
Erkenntnisse, welche Rolle Chemikalien dabei spielen
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Hautprobleme: Immer noch Berufskrankheit
Nummer eins
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http://www.netdoktor.de/nachrichten/newsitem.asp?y=2004&m=1&d=8&id=106861
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Anmerkung
Scherrmann: Bei den Hautkrankheiten ist der Nachweis leichter als bei anderen
Krankheiten, bzw. der Zusammenhang zwischen Chemikalien
und Hautkrankheiten kann weniger geleugnet werden.
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US-Moskitos insektizidresistent - Forscher warnen vor Folgen
London - US-Forscher haben bei Moskitos Resistenzen gegen
das Insektizid Pyrethroid festgestellt. Die Tatsache beunruhigt nicht nur die
Landwirte, sondern auch die Gesundheitsbehörden. Ausgerechnet jene Stechmücken
werden nämlich für die Verbreitung des West-Nile-Virus verantwortlich gemacht,
berichtet das Journal for Pest Management Sciences http://www.interscience.wiley.com/pestmanagementscience
in seiner jüngsten Ausgabe.
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Von
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=04010903
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04.01.04
Vorbeugung als Kostenbremse Nr. 1 /
Gesundheitsökonom: Ein Fünftel weniger Ausgaben
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Wort und Bild
- Gesundheit
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Baierbrunn
(ots) - Durch konsequente Vorbeugung könnte ein Fünftel aller
Gesundheitsausgaben eingespart werden. Davon zeigt sich der Kölner
Gesundheitsökonom Prof. Dr. Karl Lauterbach im Interview mit dem
Apothekenmagazin "Gesundheit" überzeugt. "Der sicherste Weg, Geld einzusparen
ist die Konzentration auf die vier Risikofaktoren Übergewicht, Fehlernährung,
Bewegungsmangel und Rauchen", sagt er unter Verweis auf Studien, die belegen,
dass Menschen, die diese Gefahren vermeiden, länger leben ohne höhere
Gesundheitskosten zu verursachen. Zugleich warnt er vor "Scheininnovationen"
bestimmter Diagnostik-Verfahren für die "Vorsorge". Der Nutzen etlicher
Methoden sei wissenschaftlich nicht belegt, ihre Kosten aber enorm.
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Das
Apothekenmagazin "Gesundheit" 1/2004 liegt in vielen Apotheken aus und wird
kostenlos an Kunden abgegeben.
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Alle Texte
auch online:
http://www.gesundheitpro.de/ - Button "Apotheken Magazine" - Presse-Service
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ots-Originaltext: Wort und Bild – Gesundheit
http://www.presseportal.de
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Anmerkung
Scherrmann : Wenn nicht nur die obigen 4 Risikofaktoren sondern auch noch
eine „generelle Schadstoffvermeidung“ (nicht nur auf dem Gebiet des Rauchens)
propagiert wuerde, wuerden sich die Ausgaben noch weiter reduzieren. Es stellt
sich hierbei natuerlich die Frage: Ist nicht eher gewollt, dass die Ausgaben
hoch bleiben, und so die vielen Arbeitsplaetze erhalten bleiben, ja noch viele
neue geschaffen werden koennen?
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Wundermittel Teebaumoel als Allergen Herpes gegen Allergie eingetauscht:
Mediziner warnen vor Gebrauch
http://www.pressetext.de/
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WISSENSCHAFT
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In den USA wurden in den letzten Monaten
einige hochinteressante Studien zu MCS veroeffentlicht. Mehr dazu per private
email, auf den englischen newslettern Nr. 24 und 25 oder unter
http://www.safer-world.org/e/newsletter/2003/24.htm
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und
http://www.safer-world.org/e/newsletter/2004/25.htm
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BUCHTIPP
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Lambrecht/Tjaden/Tjaden-Steinhauer, Studien zu Subsistenz, Familie, Politik
Bd.1 EUR 17.-
Tjaden/Tjaden-Steinhauer, Studien zu Subsistenz, Familie, Politik
Bd.2 EUR 22.-
Band III erscheint im April
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Leseprobe und Anmerkungen von Karl-Rainer
Fabig, Autor eines Beitrags im Band III.
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Leseprobe / Auszug aus dem Beitrag
„Genvarianten und Umweltgifte“
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(Erscheint im April 2004 in dem Buch „Von
Tikal bis irgendwo“
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„….Die Vorfahren aller jetzigen Lebewesen
haben - auf unterschiedliche oder ähnliche Weise - Entgiftungsapparate
entwickelt, um einerseits mit körperfremden Lebewesen (wie Viren, Bakterien)
und andererseits mit körperfremden chemischen Stoffen (z.B. aus Waldbränden
oder Vulkanausbrüchen) mehr oder weniger erfolgreich umzugehen. Es wird
angenommen, dass die hoch differenzierten und anpassungsfähigen Immunsysteme
sich vor ungefähr 400 Mio. Jahren entwickelt haben (Burmester / Pezzutto
1998). Über das evolutionäre Alter und die Entwicklung der
Fremdstoff-Metabolismen gibt es keine näheren Kenntnisse. Es darf spekuliert
werden, dass die Gene der fremdstoff-metabolisierenden Enzyme sich früher
entwickelt haben könnten als die Gene der Immunsysteme. Es könnte angenommen
werden, dass sich die frühesten Lebewesen vorrangig in und mit der
chemisch-physikalischen Umwelt und erst später mit Problemen des Lebens in der
der biologischen Vielfalt befassen mussten. Insektenkundler könnten wohl am
ehesten Schätzungen über das Alter der Fremdstoffentgiftungs-Apparate machen.
Bei der Malaria-Mücke Anopheles gambiae, die in Afrika für über eine Million
Tote pro Jahr verantwortlich ist (Snow 1999), wurden bisher Gene für 28
Glutathion-S-Transferasen nachgewiesen (Ding 2003). Diese Zahl sagt nicht viel
aus, haben doch Drosophila melanogaster 43 und Homo sapiens 40 Gene für GSTs
(Holt 2002). Unter einem anderen Blickwinkel treffen aber die Stiche der
Malaria-Mücke auch die jetzigen Studienergebnisse (der Untersuchungen von
NAT2, GSTM1 und GSTT1 bei über 800 Patienten). Denn nicht nur ist die jüngere
Geschichte der Malaria mit der Geschichte des Insektizids DDT verwoben. Es
stellte sich schon relativ früh heraus, dass ein von der Hausmücke zur Abwehr
gegen DDT eingesetztes Enzym (die „DDT-dehydrogenase“) eine
Glutathion-S-Transferase ist (Clark 1984). Zudem ist die
Pyrethroid-Resistenz der Insekten mit den antioxidativen Wirkungen von
Glutathion-S-Transferasen assoziiert (Vontas
2001). Bei Anopheles gambiae geht die DDT-Resistenz ebenfalls mit
gesteigerten GST-Aktivitäten einher (Prapanthadara 1993). Wenn somit
Glutathion-S-Transferasen Funktionen der DDT-Abwehr, der Pyrethroid-Abwehr
usw. erfüllen, dann stellt sich die Frage, was ist mit den Insekten und (und
anderen Lebewesen), die keine GSTs produzieren ?...“
-
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Anmerkungen:
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Der erste Band der „Studien
zu Subsistenz, Familie und Politik“ genannten Buchreihe belegt
akribisch das gegenwärtig vorhandene Wissen über die (gesellschaftlichen)
Anfänge der Menschheit und verfolgt diese bis zum Aufkommen der Hochkultur
von Uruk im jetzigen Irak. Der Titel bezeichnet den Fundort der ersten
Hominiden und heisst dementsprechend „Gesellschaft
von Olduvai bis Uruk“.. Der zweite Band „Gesellschaft
von Rom bis Ffm“ analysiert die römische und andere
Gesellschaften bis hin zur Gegenwart. Dabei wird dem „iberischen Eigenweg“
in der Zeit des Wirkens des Reiches von „al Andalus“ und der nachkommenden
der geistig-gesellschaftlichen Rückentwicklung ein eigenes Kapitel gewidmet.
Es wird angedeutet, dass ein Paradigma über einen gesellschaftlichen
„Fortschritt“ keine sachliche Begründung hat.
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Im April 2004 erscheint der 3. Band der Reihe mit dem Titel „Gesellschaft
von Tikal bis irgendwo“. Darin geht es nicht nur um die
altamerikanische Hochkultur von Tikal, um Richtigstellungen des Geredes über
die „besonderen“ Gewalttätigkeiten der Maya, Inka und Azteken und um die
Darstellung der zapatistischen Gegenwart (sowie historischer Gesellschaften,
wie der der Griechen und Phönizier sowie der aktuellen Rolle des
US-Imperialismus unter dem Aspekt des „Fortschritts“ in der Geschichte) ,
sondern auch – sozusagen medizinfachlich – um jene Art der Gewaltausübung, die
darin liegt, dass - auch ohne eine besondere Exposition, bereits im Alttag -
die jeweiligen Befindlichkeiten und Lebensqualitäten durch toxische
Belastungen von immer mehr Menschen unterschiedlich verschlechtert werden.
Dies wird mit dem Ergebnis von vielfältigen Assoziationen zwischen
individuellen evolutionär jeweils so weitergegebenen Genvarianten im
Fremdstoffwechsel und den betreffenden
Chemikalien-Sensitivitäten und –Expositionen von über 800 Menschen
empirisch (molekulargenetisch) belegt.
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Dieser Beitrag wurde von den Herausgebern so eingeschätzt, dass er „eine
Variante von Gewaltherrschaft“ belegt, die bisher übersehen
wurde.
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Herausgeber der Gesamtreihe sind die Philosophen und Soziologen Lars
Lambrecht, Thomas Mies, Urte Sperling, Karl Hermann Tjaden, Margarete
Tjaden-Steinhauer.
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Sie können Band 3 vorbestellen. Band 1 und Band 2 werden nicht nur sehr
anempfohlen, sondern können auch direkt beim Verlag geordert werden.
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Zu bestellen beim Verlag Winfried Jenior ,
Lassallestr. 15, D-34119 Kassel, E-Mail:
Jenior@aol.com
, Homepage:
www.jenior.de
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POLITIK - BEHOERDEN
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BMGS
7.01.2004
Bessere Versorgung und mehr
Mitsprache für chronisch kranke Menschen
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http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/aktuelles/pm/bmgs04/d_104_4703.cfm
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BUNDESTAG
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14.01.04
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Gesundheit
und Soziale Sicherung/Gesetzentwurf
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BUNDESRAT:
FESTSTELLUNGSVERFAHREN IM SCHWERBEHINDERTENRECHT ÜBERPRÜFEN
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Berlin:
(hib/RAB) Das gesamte Feststellungsverfahren im Schwerbehindertenrecht
und die Ausweisgestaltung soll überprüft werden. Dafür spricht sich der
Bundesrat in seiner Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf der Bundesregierung
(15/2318) aus, der wortgleich ist mit einem zuvor von der Koalition
vorgelegten Gesetzentwurf (15/1783).
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Im Interesse
der Antragsteller und der Versorgungsverwaltungen müsse es das Ziel sein, das
Feststellungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Zur Begründung
schreibt die Länderkammer, das jetzige Verfahren sei mit erheblichem Aufwand
mit einer Vielzahl praktischer Probleme verbunden. Die Fristen erweckten bei
den Antragstellern unrealistische Erwartungen, die angesichts der Realität in
den Versorgungsverwaltungen der Länder nur zu einer beinahe zwangsläufigen
Enttäuschung und noch mehr Beschwerden, Petitionen und sogar zu
Schadensersatzforderungen führten. Die unrealistischen Fristen sorgten
außerdem für anhaltende Demotivation der Mitarbeiter in den
Versorgungsverwaltungen. In ihrer Gegenäußerung kündigt die Bundesregierung
an, in dieser Angelegenheit im laufenden Jahr Gespräche mit den Ländern
aufzunehmen. Darüber hinaus fordert die Länderkammer die Regierung auf, zum
Jahr 2007 das Anzeigeverfahren mit dem Ziel neu zu regeln, es in das
sozialversicherungsrechtliche Verfahren der Datenerfassung und Datenermittlung
einzubinden. Die Exekutive schreibt dazu, sie werde diese Vorschläge zeitnah
gemeinsam mit den Ländern und der Bundesagentur für Arbeit prüfen. Einem
weiteren Vorschlag der Länderkammer stimmt die Bundesregierung zu. Der
Bundesrat spricht sich dafür aus, dass sich die Rehabilitationsträger die
Integrationsdienste auch tatsächlich in Anspruch nehmen. In der Vergangenheit
sei es bereits nach geltendem Recht möglich gewesen, dass
Rehabilitationsträger die Integrationsdienste bei der Erfüllung ihrer Aufgaben
durch konkrete Beauftragungen beteiligen können.
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13.01.2004
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Verbraucherschutz/Antwort
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ÖKO-LEBENSMITTEL ÜBERRAGEN
KONVENTIONELLE PRODUKTE IN QUALITÄT UND ERZEUGUNG
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Berlin: (hib/POT) Lebensmittel
aus ökologischem Landbau zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus und sind
hinsichtlich ihrer Erzeugung konventionell produzierten Produkten in vielen
Punkten überlegen.
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Dies betont die Bundesregierung in
ihrer Antwort (15/2297) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (15/2203) zur
Qualität von Nahrungsmitteln des ökologischen Landbaus. Sie bezieht sich dabei
auf den Statusbericht "Bewertung von Lebensmitteln verschiedener
Produktionsverfahren" im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
-
Die Frage, ob der regelmäßige Verzehr
von ökologisch produzierten Nahrungsmitteln generell für die Gesundheit
förderlicher sein kann als der konventionell erzeugter Produkte, könne mit der
genannten Studie allerdings nicht abschließend beantwortet werden, da es
hierüber bisher keine umfangreichen wissenschaftlichen Studien gebe.
-
Weiter heißt es in der Antwort,
qualitative Unterschiede seien allerdings zum Beispiel bei pflanzlichen
Lebensmitteln aus ökologischem Landbau zu erwarten, da diese bedingt durch den
Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel weniger Rückstände als
Produkte aus konventioneller Erzeugung aufwiesen.
-
Bei Obst und Gemüse können nach
Regierungsangaben Produkte aus ökologischem Anbau bisweilen höhere
Konzentrationen an einigen sekundären Pflanzenstoffen aufweisen als
entsprechende Produkte aus konventionellem Anbau.
-
So zeigten sich zum Beispiel in einigen
Studien höhere Polyphenol-Gehalte unter anderem bei Bio-Äpfeln, Bio-Pfirsichen
und weiteren Bio-Früchten, was unter ernährungs-physiologischen Aspekten von
Bedeutung sei.
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Darüber hinaus stehe die ökologische
Tierproduktion als wesentlicher Teil des ökologischen Landbaus in Einklang mit
einer nachhaltigen und umweltverträglichen Landbewirtschaftung. Die
flächengebundene,
-
auf weitgehend geschlossene
Stoffkreisläufe und tiergerechte Haltungsverfahren abstellende ökologische
Tierhaltung trage, so die Regierung weiter, zur Reduzierung der von der
intensiven, flächenunabhängigen Tierhaltung ausgehenden erheblichen
Umweltbelastungen bei, zu denen unter anderem Nährstoffauswaschung und die
Emission klimarelevanter Gase zählten.
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Berlin: Mo, 12.01.2004
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Gesundheit und Soziale
Sicherung/Antwort
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FÜNF BIS ACHT MILLIONEN MENSCHEN LEIDEN
UNTER CHRONISCHEN SCHMERZEN
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Berlin: (hib/RAB) In der
Bundesrepublik leiden Schätzungen zur Folge fünf bis acht Millionen Menschen
unter behandlungsbedürftigen chronischen Schmerzen. Von diesen benötigten bis
zu 20 Prozent eine spezielle Schmerztherapie.
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Laut Antwort der Regierung (15/2295)
auf eine Kleine Anfrage der FDP (15/2227) gibt es keine belastbaren Zahlen für
Kinder, die unter chronischen Schmerzen leiden. Expertenschätzungen zufolge
litten etwa 350.000 Kinder an Migräneattacken.
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Nach dieser Schätzung sei die Zahl an
Kindern, die unter funktionellen Bauchschmerzen leiden, hoch. Von Krebs- bzw.
Tumorschmerzen seien in Deutschland nach Schätzungen etwa 600 Kinder
betroffen. Die volkswirtschaftlichen Kosten, die in Folge der chronischen
Schmerzen entstehen, würden von Experten auf jährlich 20 bis rund 29
Milliarden Euro taxiert, heißt es in der Antwort weiter.
-
Die Behandlung, Rehabilitation und
vorzeitige Berentung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen verursache
nach anderen Schätzungen Kosten in Höhe von rund 25 Milliarden Euro. Nach
Angaben der Regierung ist die Versorgung von chronischen Schmerzpatienten in
Deutschland nicht überall optimal.
-
Oftmals sei die dosierte Menge von
Schmerzmitteln zu gering, und die Informationen der Patienten über die
Einnahmemodalitäten seien mangelhaft. Weiter schreibt die Regierung, ihr lägen
über das Ausmaß der Verwendung von Cannabis in der Schmerztherapie keine
Informationen vor.
-
Grundsätzlich könne Dronabinol, ein
Inhaltsstoff von Cannabis, der im Betäubungsmittelgesetz als verkehrs- und
verschreibungsfähig eingestuft werde, verschrieben werden.
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January 07, 2004
-
Umwelt/Antwort
-
REGIERUNG BEGRUESST VERORDNUNGSENTWURF
ZUR EU-CHEMIKALIENPOLITIK
-
-
Berlin: (hib/RAB) Die
Bundesregierung begrüßt den im Oktober letzten Jahres von der EU-Kommission
verabschiedeten Reach-Verordnungsentwurf zur europäischen Chemikalienpolitik.
In der Antwort der Regierung (15/2273) auf eine Kleine Anfrage der FDP
(15/2041) heißt es,
-
die konkrete Beratung der Verordnung in
den Rechtssetzungsgremien könne damit beginnen und das Europäische Parlament
sich mit dem Entwurf noch vor den Wahlen im Juni befassen. Laut Antwort sind
viele Vorschläge der Regierung in den Verordnungsentwurf übernommen worden.
-
Die Exekutive will sich aber dennoch in
einigen Punkten in den bevorstehenden Ratsberatungen für entsprechende
Verbesserungen einsetzen. Eigenen Angaben zufolge will die Regierung das
Reformvorhaben auf der Basis der abgestimmten Positionen konstruktiv
unterstützen.
-
Sie beruft sich auf eine
Folgenabschätzungsstudie einer britischen Unternehmungsberatungsgesellschaft,
wonach sich die relevanten direkten Kosten des Verordnungsentwurfs für die
chemische Industrie nunmehr auf 2,3 Milliarden Euro belaufen, die auf 11 Jahre
verteilt werden.
-
Somit seien die Kosten gegenüber den
Vorentwürfen um rund 80 Prozent reduziert worden. Diese Kosten entsprächen in
etwa 0,5 Prozent eines Jahresumsatzes der europäischen Chemieindustrie. Die
makroökonomischen Auswirkungen des Reach-Systems würden als "wahrscheinlich zu
vernachlässigen" eingeschätzt.
-
Der potenzielle Nutzen für die
öffentliche Gesundheit werde mit 50 Milliarden Euro über 30 Jahre angegeben.
-
Zum Inhalt der Verordnung heißt es, ein
großer Teil der stoffbezogenen Verbote und Beschränkungen der
Chemikalienverpackungsordnung und der Gefahrstoffverordnung beziehe sich auf
die Verwendung von Metallen.
-
Nichteisenmetalle hätten vielfach
inhärent gefährliche Eigenschaften, die zu gravierenden Umwelt- und
Gesundheitsproblemen bei ihrer Anwendung führen könnten. Beispiele seien die
Giftigkeit von Blei oder Quecksilber, die allergieauslösende Wirkung von
Nickel oder die Umweltgefährlichkeit von Kadmium.
-
-
Anmerkung Scherrmann: Hier sieht man
mal in Zahlen wie viel die menschliche Gesundheit wert
ist und wo die Lobbies sitzen. Wenn diese
Minimalmassnahmen schon 50 Milliarden „Nutzen für die öffentliche Gesundheit“
bringen, was haette dann erst eine nicht so verwaesserte Chemikalienpolitik
gebracht? Aber – siehe oben - ich frage mich immer wieder, ob gerade dies
ueberhaupt erwuenscht ist.
-
Siehe hierzu auch weiter unten unter UBA.
-
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6.01.2004
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POLITIKVerbraucherschutz/Antwort
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REGIERUNG
BEGRÜßT ENGAGEMENT DER PRIVATEN WIRTSCHAFT BEI "GOLDEN RICE"
-
Berlin:
(hib/POT) Die Bundesregierung begrüßt das Engagement der privaten
Wirtschaft im Zusammenhang mit dem von Wissenschaftlern entwickelten so
genannten "Golden Rice". Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung
(15/2277) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (15/2096) hervor.
-
Mit der
gentechnisch veränderten Reissorte wollen die Wissenschaftler durch
Vitamin-A-Mangel bedingten Erkrankungen in Entwicklungsländern, wie hohe
Kindersterblichkeit und Erblindung, entgegenwirken. Während die vollständigen
kommerziellen Rechte an der Erfindung des "Golden Rice" den Regierungsangaben
zufolge an ein privates Unternehmen übertragen worden sind, seien die
nicht-kommerziellen Rechte der lizenzfreien Nutzung durch nationale und
internationale Forschungsinstitute und Kleinbauern in den Entwicklungsländern
bei den Erfindern geblieben. Auch der Verkauf des "Golden Rice" sei
Kleinbauern möglich, solange sie nicht mehr als 10.000 US-Dollar jährlich
daran verdienen. Die private Wirtschaft kann nach Ansicht der Regierung einen
wichtigen Beitrag zur Überwindung von Armut und Unterernährung leisten, wenn
sie auf die Bedürfnisse der Entwicklungsländer und der Armen angepasste
Techniken und Produkte entwickelt und sie nach einer angemessenen Testphase
unter realen Bedingungen und eingehender Sicherheitsprüfung diesen Menschen
kostengünstig zur Verfügung stellt. Feldversuche zur Prüfung der Umwelt- und
Gesundheitsverträglichkeit des "Golden Rice" stünden jedoch noch aus. Zudem
zeige die Entwicklung der gentechnisch veränderten Reissorte auch die
Schwierigkeiten, die unter anderem aufgrund der komplexen Fragen im
Zusammenhang mit dem Patentrecht auftreten können, heißt es in der Antwort
weiter.
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Kommentar:
Dr. Thilo Bode (foodwatch, ehem. Chef von Greenpeace)
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Statement zur Gentechnologie
Umweltverbände befassen sich vorwiegend mit der "grünen Gentechnologie",
also der Gentechnologie in der Landwirtschaft (Das Thema Patente auf Erbgut
ist jedoch für die gesamte Gentechnologie, also auch für die Biomedizin
relevant). Der Haupteinwand gegen die grüne Gentechnologie ist, dass die
bekannten und möglichen Risiken in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen stehen.
…
Der Widerstand gegen Gentechnologie in der Landwirtschaft hat nichts mit
Technologiefeindlichkeit zu tun. Im Gegenteil. Eine moderne ökologische
Landwirtschaft ist ohne modernste Technologie in allen Bereichen nicht zu
denken. Es geht um den Widerstand gegen eine Technologie, die aus rein
kommerziellen Motiven durchgesetzt werden soll und ein erhebliches Risiko für
eine langfristige, naturverträgliche Ernährung der Menschheit darstellt.
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URL steht nicht mehr zur Verfuegung.
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Verbraucherschutz/Antwort
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KEINE
ERTRAGSUNTERSCHIEDE BEI TRANSGENEN UND HERKÖMMLICHEN RAPSSORTEN
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Berlin:
(hib/POT) Die bisher bekannten Studien weisen darauf hin, dass es
keine Ertragsunterschiede zwischen herbizidtoleranten transgenen und
herkömmlichen Rapssorten gibt. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer
Antwort (15/2263) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (15/1937) zu den
Umweltwirkungen des Anbaus von transgenen Pflanzen.
-
Sofern
Unterschiede bezüglich der Umweltwirkungen festgestellt worden seien,
resultierten diese vermutlich eher aus den unterschiedlichen Herbiziden und
deren Einsatzbedingungen. Eine abgeschlossene wissenschaftliche Meinung liegt
den Regierungsangaben zufolge jedoch nicht vor. Auch Unterschiede in der
Umweltverträglichkeit seien nicht bekannt. Weiter heißt es in der Antwort, der
Bezug der Flächenerträge auf die möglichen Umweltwirkungen der
Produktionsverfahren oder auf deren Wirkungen im Naturhaushalt bildeten
mögliche Wege, die Umweltbelastungen verschiedener Anbaumethoden zu bewerten.
Durch Nachhaltigkeitsindikatoren können nach Ansicht der Regierung darüber
hinaus auch ökonomische und soziale Kriterien erfasst werden.
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UBA – UMWELTBUNDESAMT
- Umweltbundesamt Presse-Information 06/04 Berlin, den
16.01.2004
-
Mit REACH den Umgang mit Chemikalien
verbessern
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Tagungsband zur neuen europäischen
Chemikalienpolitik fasst Diskussionsstand zusammen
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Die
Europäische Kommission hat im Oktober 2003 den Verordnungsentwurf zum
künftigen Chemikalienrecht vorgelegt. Die REACH-Verordnung (Registration,
Evaluation and Authorisation of Chemicals) soll den Schutz der menschlichen
Gesundheit und der Umwelt verbessern - und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit
und Innovationsfähigkeit der chemischen Industrie erhalten und stärken. Wie
das zusammen passt, darüber diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus
Industrie, Verbänden und Behörden auf der Veranstaltung "REACH - die Ziele
erreichen". Unter diesem Motto hatten die EU-Kommission, das
Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) in das
Bundespresseamt eingeladen. Die Einführungsvorträge und Diskussionsergebnisse
sind in einem Tagungsband dokumentiert, den das UBA im Internet unter der
Adresse
http://www.umweltbundesamt.de veröffentlicht hat.
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"Eine
wissensbasierte Wirtschaft verträgt sich nicht mit dem Zustand, dass
zigtausend Chemikalien produziert, verarbeitet, angewendet und an den Mann und
an die Frau gebracht werden, ohne dass deren Wirkungen auf die Gesundheit der
Menschen und die Umwelt ausreichend bekannt sind", sagte Prof. Dr. Andreas
Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, auf der Berliner Veranstaltung.
-
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Das
derzeitige Chemikalienmanagement in Europa hat erhebliche Schwächen. Von den
rund 30.000 Stoffen, die jährlich mit mehr als einer Tonne produziert werden,
sind bislang nur 140 ausreichend auf ihre Wirkungen bewertet. Die
Nachweispflicht für Risiken liegt bei den Behörden. REACH soll neue Regeln
setzen: Für die Sicherheit der Chemikalien sind fortan die Hersteller,
Importeure und Weiterverarbeiter verantwortlich. Sie müssen künftig zu allen
Stoffen beurteilungsfähige Daten vorlegen, die den ganzen Lebenszyklus
einschließen. Besonders besorgniserregende Stoffe, etwa krebserzeugende,
erbgutschädigende und fortpflanzungsgefährdende Stoffe (CMR) oder persistente,
bioakkumulierbare und toxische Stoffe (PBT), bedürfen einer Zulassung.
Insofern stellt REACH für den Schutz von Mensch und Umwelt einen wichtigen
Meilenstein dar.
-
-
Allerdings
hat die EU-Kommission in ihrem Bemühen, die Regelungen wirtschaftsverträglich
zu gestalten, von ihrem ursprünglichen Entwurf deutliche Abstriche gemacht:
Die Datenanforderungen für Stoffe, die mit weniger als zehn Tonnen pro Jahr
produziert werden, sind so stark zurückgeschraubt, dass eine verlässliche
Einschätzung des Umweltrisikos nicht mehr möglich ist. Dies betrifft den
Großteil der 30.000 im Umgang befindlichen Chemikalien, die über das Wasser,
die Luft und den Abfall in die Umwelt gelangen und denen die Verbraucherinnen
und Verbraucher täglich ausgesetzt sind. In diesem Punkt bleibt die
REACH-Verordnung sogar hinter der Selbstverpflichtung der deutschen
Chemieindustrie von 1997 zurück.
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Gleiches gilt
für die mangelnden Anforderungen an Zwischenprodukte und das Fehlen jeglicher
Qualitätssicherung: UBA-Präsident Andreas Troge dazu: "Qualitativ schlechte
Bewertungen bringen das System in Misskredit. Das schafft Bürokratie - also
genau das, was die Industrie nicht will. Eine Qualitätskontrolle muss also in
ihrem ureigenen Interesse sein."
-
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Der
Tagungsband "REACH - die Ziele erreichen" umfasst 144 Seiten und kann im
Internet unter der Adresse
http://www.umweltbundesamt.de, Rubrik "Publikationen", kostenlos
heruntergeladen werden.
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- Berlin, den 05.01.04
- Umweltbundesamt
Presse-Information 01/04
Ab sofort im Internet: Umweltforschungsplan
2004
Umweltbundesamt vergibt Forschungsauftraege - Interessenbekundung bis 31.
Januar 2004 moeglich
Die geplanten Projekte des Umweltbundesamtes (UBA) fuer den
Umweltforschungsplan 2004 (UFOPLAN 2004) des Bundesumweltministeriums (BMU)
stehen jetzt im Internet. Unter der Adresse
http://www.umweltbundesamt.de sind 60 Forschungsprojekte zu
umweltrelevanten Themen aufgefuehrt, die im Jahr 2004 starten sollen.
Angegeben sind das Thema, die Kennzahl sowie das betreuende Fachgebiet im UBA.
Institutionen oder Firmen, die eines oder mehrere Forschungsprojekte
bearbeiten moechten, koennen ihr Interesse bis 31. Januar 2004 beim UBA,
Sekretariat Z 1.6, Postfach 33 00 22, 14191 Berlin, anmelden.
- Interessenten sollten angeben:
·
das Forschungsthema aus der
Uebersicht, die Forschungskennzahl (FKZ) und das Fachgebiet (FG),
·
die Fachkunde und
Leistungsfaehigkeit fuer das zu bearbeitende Thema, zum Beispiel bisherige
einschlaegige Arbeiten oder wissenschaftliche Veroeffentlichungen,
- ·
die
personelle und technische Kapazitaet sowie gegebenenfalls das Eigeninteresse
und die Finanzierungsbeteiligung.
- Wichtig: Die Interessenbekundungen sind fuer jedes einzelne
Projekt getrennt einzureichen. Sie werden von den Fachgebieten im UBA
ausgewertet und gegebenenfalls in einem Wettbewerbsverfahren beruecksichtigt.
Die Aufnahme eines Projektes in den UFOPLAN 2004 bedeutet noch nicht, dass
dieses auch im Laufe des Jahres 2004 tatsaechlich vergeben wird. Werden
Interessenbekundungen nicht beruecksichtigt, erfolgt keine Absage seitens des
UBA.
- HTML-Version:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2004/pd04-001.htm
PDF-Datei:
http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi04/pd04-001.pdf
- Kommentar Scherrmann: Interessant sind m .E: hier vor
allem folgende beiden Forschungsvorhaben:
- 51- 204 61 218/05
Umsetzung Aktionsprogramm "Umwelt und Gesundheit"; Teilprojekt
Gesundheitsrisiken durch biozidhaltige Produkte und Gegenstände des täglichen
Bedarfs und
- 52-204 61 218/04
Umsetzung Aktionsprogramm "Umwelt und Gesundheit"; Teilprojekt Nationaler
Umweltsurvey für Kinder, Hauptphase: Bestimmung Arsen, Blei, Cadmium,
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Pyrethroide, Flammschutzmittel
und Weichmacher im Hausstaub
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- BAuA – Bundesanstalt für
Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
- Fachbereich 5 "Chemikalien, Anmeldung und Zulassung"
/ Forschung / Ausschreibung Forschungsprojekte /
F 2010 "Toleranzschwelle und Akzeptanzschwelle für Gesundheitsrisiken am
Arbeitsplatz"
- 1. Thema:
Toleranzschwelle und Akzeptanzschwelle für Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz
- 2. Ausgangspunkt des
Vorhabens:
Ausgangspunkt dieses Projektes ist das sogenannte "Ampelmodell", das das
Akzeptanzspektrum für Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz in drei Bereiche
(rot, gelb, grün) unterteilt. Das Projekt soll den Blick auf den rot-gelben
(Toleranzschwelle) und den gelb-grünen (Akzeptanzschwelle) Übergangsbereich
richten. Eine ausführliche Darstellung der Hintergründe und Implikationen des
"Ampelmodells" liegt vor (Stichwort "risikobezogenes Bewertungsverfahren") und
kann als ergänzende Information im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens zur
Verfügung gestellt werden.
- Projektanlass ist die Notwendigkeit konzeptioneller
Überlegungen zur Akzeptanz-Problematik im Rahmen der Gefahrstoffverordnung,
des Biozidprodukte-Zulassungsverfahrens und
des geplanten Zulassungsverfahrens für CMR-Stoffe im Rahmen der neuen
europäischen Chemikalienpolitik. Es wird Aufgabe der Bundesanstalt
für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin werden, u.a. auf Basis der Ergebnisse des
Forschungsprojektes ein konkretes Konzept für eine allgemeine Toleranz- und
Akzeptanzschwelle für Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz vorzuschlagen und
dieses z.B. im Rahmen des Zulassungsverfahrens für Biozid-Produkte anzuwenden.
- Ziel des Projektes ist es, die Literatur zu erfassen,
allgemeinverständlich aufzubereiten und auszuwerten, die sich einschlägig auf
das Thema einer Toleranz- und Akzeptanzschwelle für Gesundheitsrisiken
bezieht. Fachlicher Schwerpunkt dieses
Projektes ist die Diskussion zur Akzeptanz und Toleranz von Krebsrisiken.
- 3. Leistungsumfang:
Der Auftragnehmer soll die Literatur zu nationalen und internationalen
Konzepten für Akzeptanz- und Toleranzschwellen für gefahrstoffbedingte
Krebsrisiken auswerten. Der Blick soll sowohl auf den Bereich des
Arbeitschutzes als auch, zu Vergleichszwecken, auf den Bereich des
Verbraucherschutzes gerichtet werden.
- Der Auftragnehmer soll analoge Konzepte außerhalb der
Gefahrstoffproblematik erfassen und auswerten.
Nach unseren Erfahrungen haben derartige Risikoakzeptanz-Konzepte insbesondere
für den Bereich der ionisierenden Strahlung einen hohen Reifegrad.
- Sofern dem Auftragnehmer die Verständlichkeit und
Transparenz der verfügbaren Literatur unzureichend erscheint, soll er im
Rahmen der Projektbearbeitung ggf. Kontakte zu den jeweiligen Autoren, Gruppen
und Behörden aufnehmen.
- Der Auftragnehmer möge prüfen, inwieweit eine Beschreibung
der Risikodimensionen von Krebsrisiken, die nicht im formalen Rahmen des
Arbeitsschutzes oder Verbraucherschutzes geregelt werden (z.B. Rauchen),
Bedeutung für die hier zu diskutierende Toleranz- und Akzeptanzschwelle für
den Arbeitsschutz haben kann.
- Auf Basis dieser Literaturauswertungen soll der
Auftragnehmer ein konsistentes, die vorliegenden Erfahrungen
berücksichtigendes Konzept zur Festlegung einer allgemeinen Akzeptanz- und
Toleranzschwelle für Krebsrisiken am Arbeitsplatz entwickeln. Der
Auftragnehmer soll bei der Konzeptentwicklung im Auge behalten, dass ein
solches Konzept zwingenderweise auch unter Gesichtspunkten der
Risikokommunikation formuliert und bewertet werden muss.
- Der Projektnehmer soll
das vorzuschlagende Konzept insoweit konkretisieren, dass er realitätsnahe
Optionen für eine allgemeine Akzeptanz- und Toleranzschwelle entwickelt und
diese vergleichend bewertet. Darüber hinaus
ist es jedoch nicht die Aufgabe des Auftragnehmers, der Bundesanstalt für
Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eine konkrete Akzeptanz- und Toleranzschwelle
vorzuschlagen.
- Schlagwörter
- Deutsche Schlagwörter: Risikowahrnehmung, Risikoakzeptanz,
Risikotoleranz
Englische Schlagwörter: Risk perception, risk acceptance, tolerability of
risks, societal concern
- 4. Anforderungen an die
Qualifikation der Bieter:
Die Bieter müssen über die erforderliche technische, organisatorische und
inhaltliche Kompetenz zur termingetreuen Abwicklung des Projekts verfügen.
- Das Hauptanliegen des Projektes ist die Thematik der
Akzeptanz von Krebsrisiken am Arbeitsplatz. Vor diesem Hintergrund ist es
erforderlich, dass die Bieter zunächst ein erweitertes Verständnis der
Methodik der Abschätzung von Krebsrisiken und der Relevanz und Unsicherheiten
diesbezüglicher Ergebnisse aufweisen. Mit Blick auf die zentrale Thematik des
Projektes sollte der Haupterfahrungsbereich der Bieter im Bereich der
Risikoakzeptanz-Forschung und der Risikokommunikation liegen. Da die
Begründung und Festlegung von Schutzzielen, die mit verbleibenden
Gesundheitsrisiken verbunden sein können,
auch rechtlichen Randbedingungen und Anforderungen genügen muss, wäre im
Interesse einer fachübergreifenden Qualität der Projektergebnisse auch eine
juristische Kompetenz der Bieter zu begrüßen.
-
Angebots-Abgabetermin: 12.01.2004; 12:00
Uhr
-
Die Zuschlagsfrist endet am 16.04.2004.
-
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten:
05/2004
Voraussichtliche Laufzeit: 9 Monate
-
-
Kommentar Scherrmann: Hervorhebungen
Scherrmann
-
Hier
steht nicht das Risiko selber sondern die Akzeptanz des Risikos im Vordergrund.
-
Ich finde, hier laesst sich zwischen den
Zeilen Folgendes lesen:
-
1) Man
ist daran interessiert ist, das Know how zu bekommen, die Akzeptschwelle zu
erhoehen (in Zeiten mangelnder Arbeitsplaetze sowieso kein Problem)
-
2) Man
will das indivuelle Verhalten (z. B. durch Rauchen) als den alleinigen
Ausloeser verantwortlich machen.
-
3) Man
will wissen, wie man juristisch vorgehen kann, um jegliche Ansprueche
abzuweisen.
-
4) Man
will wissen, wie man „CMR-Stoffe, die nach
EG-Richtlinien „erwiesenermaßen krebserzeugend, erbgutverändernd oder
fortpflanzungsgefährdend sind“ weiterhin verwenden kann
-
5) Gefragt
ist nach einem Instrument, um Arbeitnehmer manipulieren zu koennen.
-
6) Da
Krebs sowieso Jahrzehnte braucht, um sich zu entwickeln, laesst sich ein
direkter Bezug eh selten nachweisen.
-
7) Hier
zeigt sich auch deutlich, dass MCS, also eine deutliche, direkte Reaktion auf
Substanzen das ganze „schoene“ Denk- und Handlungsgebaeude ins Wanken bringen
koennte. Die „Toleranzschwelle“ muesste ja erniedrigt werden. Ist doch
verstaendlich, dass das Bekanntwerden von MCS mit allen nur erdenkbaren
Mitteln unterdrueckt werden muss, bzw. MCS auf die psychische und private
Ebene geschoben werden muss.
-
8) Die
Akzeptanz von Cancerogenitaet steht im Vordergrund, an
weitere Parameter wie Schaedigungen des Erbgutes, Schaedigungen anderer Organe
und
-
Organsysteme,
Neurotoxizitaet, Immunsystemschaedigung, Krankheiten wie
-
Alzheimer, Parkinson, … wird nicht
gedacht.