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CHEMIKALIEN - EU - REACH
Gemeinsame Pressemitteilung vom 17. November 2005
REACH-Abstimmung im EU-Parlament: Etappensieg für die Chemieindustrie
Umwelt- und Frauenverbände kritisieren industriefreundliches Votum zur
EU-Chemikalienreform – Lob für die Regelung zur Substitution von gefährlichen
Stoffen
Straßburg/Berlin: Mit Enttäuschung registrieren die Umwelt- und Frauenverbände
BUND, Greenpeace und WECF, dass sich bei der heutigen ersten Lesung des
EU-Parlamentes über die Chemikalienreform REACH die chemische Industrie
weitgehend durchgesetzt hat. Einzig der Beschluss, dass die Chemiebranche
gefährliche Substanzen schrittweise durch ungefährlichere ersetzen muss, ist ein
Erfolg für den Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz. Da die chemische
Industrie dem heutigen Votum zufolge für Tausende von Chemikalien jedoch keine
Sicherheitsdaten mehr liefern müsste, wird das Auffinden gefährlicher Stoffe
gleichzeitig torpe-diert.
REACH sollte ursprünglich 30.000 der rund 100.000 bekannten Chemikalien
ausreichend auf ihre Gefährlichkeit testen. Nach dem Willen des Parlamentes
müssen nun zwei Drittel der von REACH erfassten 30.000 Substanzen kaum noch auf
ihre gesundheits- und umweltschädigenden Eigenschaften untersucht werden. Die
Testanforderungen würden deutlich unter den Anforderungen liegen, die heutzutage
für neu anzumeldende Chemikalien gelten. Große Chemi-kalienhersteller müssten
ihre Daten nicht mit kleinen und mittleren Unternehmen teilen, was letztere
benachteiligen würde.
Die heute in erster Lesung verabschiedete Fassung der Chemieverordnung REACH ist
nach Auffassung der Verbände nicht in der Lage, Verbraucher und Umwelt
ausreichend vor gefährlichen Chemikalien zu schützen, da die chemische Industrie
für Tausende ihrer Stoffe nicht einmal elementare Daten über deren toxische
Wirkung vorlegen müsste. Der auf Druck der Chemiebranche ohnehin schon stark
verwässerte REACH-Entwurf wurde vom EU-Parlament damit nochmals massiv
abgeschwächt. Nach Auffassung der Verbände hat sich vor allem die Mehrheit der
deutschen EU-Parlamentarier zum verlängerten Arm der chemischen Großindustrie
machen lassen. Es ist peinlich und verantwortungslos, wie Deutschland als
größtes Mitgliedsland einseitig zugunsten der heimischen Chemieindustrie die
Gefährdung von Millionen EU-Bürgern durch Chemikalien in Kauf nimmt.
Die Verbände appellierten an den EU-Ministerrat, den Gesetzesvorschlag so zu
stärken, dass ein ausreichender Schutz von Verbrauchern und Umwelt vor
Chemikalien sicher gestellt ist. Um diese einmalige Chance zu nutzen, müssten
vor allem die Datenanforderungen an die Chemieindustrie deutlich erhöht werden,
damit gefährliche Stoffe überhaupt erkannt und aus dem Verkehr gezogen werden
können. Der Schutz von Frauen, Männern, Kindern und Umwelt darf nach Auffassung
der Verbände nicht kurzsichtigen Interessen von Chemieproduzenten geopfert
werden. Gleichzeitig sollte der Ministerrat das positive Votum des Parlaments
zum obligatorischen Ersatz gefährlicher Substanzen aufgreifen. Denn die
Ankündigungen der künftigen Bundesregierung, REACH „grundlegend“ zugunsten der
heimischen Industrie abändern zu wollen, lassen vermuten, dass diese sich im
Ministerrat für weitere massive Verschlechterungen einsetzen wird.
Kontakt: Patricia Cameron, Chemikalienexpertin BUND, Mobil: 0049-175-5963816;
E-Mail:
patricia.cameron@bund.net ,
www.bundgegengift.de ; Stefan Krug, Greenpeace, Mobil: 0049-171-8780836;
E-Mail:
stefan.krug@greenpeace.de ; Sonja Haider, WECF, Tel: 0049-1636992564,
E-Mail:
sonja.haider@wecf.org
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ELEKTRO-MAGNETISCHE STRAHLUNG
Pressemitteilung von: Baubiologie Regional
Dokumentierte Gesundheitsschäden unter dem Einfluss
hochfrequenter Strahlung
Broschüre der Bamberger Ärzteinitiative rüttelt auf !
Die 26 Krankheitsverläufe (Kasuistiken) wurden von Dr. Cornelia Waldmann-Selsam
aus über fünfhundert schriftlichen oder mündlichen Berichten ausgewählt.
Die Schilderungen zeigen, dass Menschen seit Jahren durch gepulste hochfrequente
elektromagnetische Felder oft schwer erkrankt sind, ohne dass die behandelnden
Ärzte die Ursachen erkannten. Daher litten Menschen, die zu Hause oder am
Arbeitsplatz der Hochfrequenz ausgesetzt waren und erhielten keine Therapie.
(Die alles entscheidende Therapie bei den geschilderten Krankheitsverläufen war:
Beendigung der Exposition !
Die in den Medien ständig wiederholte Bewertung der Strahlenschutzkommission, es
gäbe keinen Nachweis für Gesundheitsbeeinträchtigungen unterhalb der geltenden
Grenzwerte hat dazu geführt, dass die meisten Ärzte bei den vielen unklaren
Krankheitsbildern einen Zusammenhang mit der Hochfrequenz nicht in Erwägung
zogen.
?Die meisten Ärzte wissen nicht, dass an keinem einzigen Mobilfunkstandort in
Deutschland Erhebungen des Gesundheitszustandes der Menschen durchgeführt
wurden. Die im Jahre 2001 vorgenommene Neubewertung der Strahlenschutzkommission
hat als keine wissenschaftliche Grundlage", führt Frau Dr. Waldmann-Selsam im
Vorwort der Broschüre weiter aus.
Als Ergänzung zu den Berichten der Hochfrequenzgeschädigten enthält die
Broschüre vier graphische Darstellungen, aus denen der Zusammenhang zwischen
häuslicher Langzeitbelastung gemessen in Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m²) und
den geschilderten Symptomen hergestellt wird.
Ausgewertet wurden insgesamt die Daten von 356 Personen. Unter 10 µW/m2
Strahlungsdichte zeigten 70% der Personen keine auffälligen Symptome. Von 10 bis
100 µW/m2 waren es noch 40% und über 100 µW/m2 Immission gar nur noch 5%.
Die auffälligsten Beschwerden sind Schlafstörungen, Müdigkeit, depressive
Stimmung gefolgt von Kopfschmerzen, Unruhe, Benommenheit, Reizbarkeit,
Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und Lernstörungen insbesondere bei
Kindern.
Die Broschüre liegt nur in Papierform vor, da die Betroffenen eine
Internetveröffentlichung nicht wünschten. Die Bezugsadresse findet sich unter
http://www.elektrosmog-messen.de/broschuere.html .
Die Schutzgebühr beträgt 1,00 Euro, plus Versandkosten.
Eine weite Verbreitung der Dokumentation unter politischen Entscheidungsträgern
und Ärzten ist von den Autoren ausdrücklich erwünscht.
Inzwischen hat sich Frau Dr. Waldmann-Selsam mit einem sehr emotionalen Brief an
den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber gewendet.
Omega siehe ?Dringendster Verdacht auf schwere Gesundheitsschäden durch gepulste
hochfrequente elektromagnetische Felder weit unterhalb der gültigen Grenzwerte?
unter:
http://omega.twoday.net/stories/832935/
***
Auszug aus electrosmog-news,
Mobilfunk-Newsletter der Bürgerwelle e.V.
Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog Herausgeber
und für den Inhalt verantwortlich: BI Omega, Mitglied im Dachverband
18.11.2005 Funkstille im Wallis: Staatsrat stoppt Ausbau des
Mobilfunknetzes
Wallis / Zermatt / Der Walliser Staatsrat legt sich quer: Mit Urteil vom 5.
Oktober 2005 verbietet der Staatsrat jeden weiteren Ausbau der UMTS-Netze auf
dem ganzen Kantonsgebiet.
Von Walter Bellwald
Der Entscheid ist historisch: Nachdem die Gemeinde Zermatt die Aufrüstung der
Kirchturm-Mobilfunkantenne sistierte, hat der Kanton Wallis den
Grundsatzentscheid der Gemeindebehörden gestützt. Damit ist die Aufrüstung der
Mobilfunkantenne bis auf weiteres verboten. Die
Folge: Der größte Mobilfunkanbieter der Schweiz ist verärgert und droht mit
einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Keine genauen Messwerte
Damit hatte niemand gerechnet: Nach dem gemeindeinternen Stopp zur Aufrüstung
der Kirchturm-Mobilfunkantenne in Zermatt hat jetzt auch der Staatsrat sein Veto
gegen eine Aufrüstung und Inbetriebnahme des UMTS-Netzes (Universal Mobile
Telecommunications System) eingelegt. Die
Begründung: Keine zuverlässigen Messwerte. In der Urteilsbegründung heißt es:
„...da eine zuverlässige Messung der realen Strahlung bei UMTS-Anlagen nicht
möglich ist und demnach die zuständigen Bewilligungsbehörden nicht in der Lage
sind, mit Sicherheit kontrollieren zu können, ob die einmal in Betrieb genommene
UMTS-Anlage die Anlagegrenzwerte im maßgebenden Betriebszustand überhaupt
einzuhalten vermag, ist die entsprechende Anlage erst gar nicht zu
bewilligen...“. Im Klartext: Bis auf weiteres ist jeder weitere Ausbau des
UMTS-Netzes auf Walliser Kantonsgebiet verboten. Auf eine entsprechende Anfrage
wollte sich Leander Schmidt vom Amt für Strahlenschutz nicht äußern.
Historisches Urteil
Der Entscheid des Walliser Staatsrats wurde schweizweit mit großer Überraschung
zur Kenntnis genommen. „Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich davon gehört
habe“, freut sich Hans-Ueli Jakob, Präsident der Schweizerischen
Interessengemeinschaft Elektrosmogbetroffener (Gigaherz). „Ich bin erstaunt über
den Mut der Walliser Kantonsregierung und zolle den Herren meinen größten
Respekt.“ Für Hans-Ueli Jakob ist dieses Urteil die einzig vernünftige
Entscheidung. „Man kann doch nicht irgend eine Technologie verbreiten, ohne die
gesundheitlichen Folgen zu kennen“, ärgert sich Jakob, dessen Verein
mittlerweile 500 Ortsgruppen angeschlossen sind. Nach Jakob dürfte der Entscheid
des Walliser Staatsrats ein wegweisendes Urteil bilden, welches
Präjudizcharakter für die ganze Schweiz haben dürfte.
Unverständnis und Kopfschütteln
Demgegenüber hat die Swisscom den Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis genommen.
„Mir ist kein ähnlicher Fall bekannt, in dem sich eine Kantonsregierung derart
explizit gegen einen Ausbau des Mobilfunknetzes geäußert hat“, wundert sich
Josef Frey, Pressesprecher der Swisscom. Der Ausbau der bestehenden
Mobilfunkanlagen sei unumgänglich, um die Kundenbedürfnisse abzudecken. „Das
UMTS-Netz ermöglicht es, einen optimalen Multimediadienst in der mobilen
Datenkommunikation zu gewährleisten“, erklärt Frey. „Dazu gehören unter anderem
ein schneller Internet-Zugang, multimediale Video- und Datenanwendungen und die
mobile Bildtelefonie.“ Das Verbot der Walliser Kantonsregierung habe zur Folge,
dass sich das Projekt nun zeitlich verzögern werde.
Gerichtsbeschwerde angedroht
Für die Swisscom eine ärgerliche Sache. „Aus der Sicht des Betreibers kann
dieser negative Entscheid nicht nachvollzogen werden“, so Frey. Für den
Swisscom-Pressesprecher umso unverständlicher, als dass sich die
Mobilfunkbetreiber strikte an die kantonalen und eidgenössischen Gesetzgebungen
halten würden. „Unser Maßstab sind nicht emotionale Überlegungen. Wir arbeiten
nach dem Vorsorgeprinzip und achten streng darauf, die gesetzlichen Vorgaben und
Richtlinien einzuhalten.“ Nach Rücksprache mit ihren Rechtsexperten habe sich
die Swisscom jetzt dazu entschlossen, eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde an den
Kanton Wallis einzureichen. Sollte diese Beschwerde abgewiesen werden, dürfte
wohl der Gang ans Bundesgericht anstehen.
Ihre Meinung interessiert uns!
mailto:seeholzer@rz-online.ch,%20escher@rz-online.ch,%20bellwald@rz-online.ch
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INFOS von weiteren Organisationen
Hamburg, 23.11.2005 Pestizidrisiken ernst nehmen - Für eine Reduktion
des Pestizideinsatzes in Deutschland
PAN Germany wendet sich mit einem offenen Brief an den Bundesminister für
Umwelt-, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Sigmar Gabriel und an den
Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Horst Lorenz
Seehofer.
Die Bundesminister Gabriel und Seehofer werden in dem Brief aufgefordert, sich
für die erfolgreiche Umsetzung des deutschen "Reduktionsprogramms Chemischer
Pflanzenschutz" einzusetzen und somit für den Schutz deutscher VerbraucherInnen
und den Schutz unserer Umwelt vor den unabwägbaren Risiken der
Pestizidbelastungen in Lebensmitteln, Gewässern und Böden einzutreten.
In Deutschland sind über die Hälfte der untersuchten pflanzlichen Lebensmittel
mit Pestizidrückständen belastet und in jedem dritten pflanzlichen Lebensmittel
wird ein Gemisch aus Pestiziden nachgewiesen.
"Die Risiken dieser Pestizidgemische werden in der Risikoabschätzung nicht
ausreichend berücksichtigt. Zudem werden häufig Zielvorgaben und Grenzwerte zum
Schutz der Trinkwasserversorgung und der Ökosysteme überschritten. Der
Zusammenhang zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und Pestizidbelastungen wird
durch zahlreiche Studien belegt. Weiter zu forschen ist gut, jetzt entsprechend
dem Vorsorgeprinzip zu handeln ist besser", so Susanne Smolka von PAN Germany.
Diese Position nimmt auch die Europäische Kommission ein. Sie hat sich im Rahmen
ihres 6. Umweltaktionsprogramms dafür ausgesprochen, eine "generell geringere
Verwendung von Pestiziden" zu erreichen.
In Deutschland wurde mit Zustimmung aller Interessensgruppen und der
Agrarminister der Länder zu Beginn des Jahres 2005 das "Reduktionsprogramm
chemischer Pflanzenschutz" verabschiedet. Auf der Agrarministerkonferenz im März
wurde eine Reduktion des Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft um 15%
in den nächsten 10 Jahren beschlossen.
Nach Auffassung von PAN Germany gilt es jetzt die geplanten Maßnahmen des
Programms zügig in die Praxis umzusetzen.
Den offenen Brief finden sie unter:
http://www.pan-germany.org/download/offener_brf_reduprog.pdf
Weitere Informationen: Susanne Smolka, Tel. 040-399 19 10-24,
(susanne.smolka@pan-germany.org
)
www.pan-germany.org ,
www.pestizidreduktion.de
Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.
presse@pan-germany.org
http://www.pan-germany.org
***
Hamburg, 21.11.2005 Pestizide in
Obst und Gemüse - ein Risiko für unsere Kinder
PAN Germany kritisiert den neuen Bericht der Europäischen Kommission zum
Pestizid-Monitoring des Jahres 2003. Unterschiedliche Eßgewohnheiten von Kindern
in Europa werden ignoriert.
In dem neu veröffentlichten Bericht der EU-Kommission über Pestizid-Rückstände
in pflanzlichen Lebensmitteln werden Berechnungen durchgeführt, um die akuten
Gesundheitsrisiken von belasteten Lebensmitteln abzuschätzen. Als Maßstab
benutzt die EU-Kommission statistisch ermittelte Verzehrgewohnheiten eines 14,5
kg schweren Kindes aus Großbritannien. Die Situation für Kinder in den übrigen
17 beteiligten Staaten bleibt dabei völlig im Dunkeln. Dadurch werden
Gesundheitsrisiken verschleiert.
Bewertet man das Risiko anhand von Verzehrsdaten für deutsche Kinder, bekommt
man erschreckende Ergebnisse. Beispielsweise wird für das Nervengift
Methamidophos in Paprika der Grenzwert nach dem EU-Bericht um 64% überschritten,
während für deutsche Kinder bei Berücksichtigung hiesiger Eßgewohnheiten eine
Überschreitung von über 4000% angenommen werden kann. Das bedeutet das 40-fache
des festgelegten Grenzwertes zur akuten Giftigkeit.
"Die Risiken für deutsche Kinder wird mit dem EU-Berechnungsmodell unterschätzt.
Nicht auszudenken, was das erst für Kinder in mediterranen Ländern bedeutet, die
wahrscheinlich noch mehr frisches Obst und Gemüse essen. Daten zu den genauen
Eßgewohnheiten in den anderen Ländern existieren nicht. Es ist nicht
nachvollziehbar, warum die EU-Kommission auf diese Lücken in ihrer Bewertung
nicht hinweist", so PAN-Expertin Susanne Smolka.
Nach dem neuen EU-Bericht enthielten im Jahr 2003 fast die Hälfte
(43,5%) der untersuchten Proben von frischem Obst, Gemüse und Getreide in 18
europäischen Staaten Pestizidrückstände. Davon überschritten 5,5% die erlaubten
Höchstmengen. In Deutschland waren es sogar rund 57% und 8,4% Überschreitungen.
20,5% aller Proben enthielten einen Pestizidmix, in Deutschland waren es gar
32%. Bei konventionell erzeugten Lebensmitteln ist die Wahrscheinlichkeit somit
weiterhin sehr groß, pestizidbelastete Produkte zu verzehren. Die möglichen
Gesundheitsrisiken bei Pestizidgemischen werden von den Behörden noch
weitestgehend links liegen gelassen. Bezüglich der Bewertungslücken wird auf
weiteren Forschungsbedarf verwiesen.
"Im Sinne der Vorsorge sollte die EU-Kommission in ihrem Bericht zumindest
deutlich benennen, dass Gesundheitsrisiken für empfindsame Gruppen wie Kinder
nicht auszuschließen sind", fordert PAN-Geschäftsführerin Carina Weber. "Noch
konsequenter wäre ein klares Bekenntnis zur Notwendigkeit der Pestizidreduktion
in ganz Europa."
Weitere Informationen: Susanne Smolka, Tel. 040-399 19 10-0,
susanne.smolka@pan-germany.org
Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.
presse@pan-germany.org
http://www.pan-germany.org
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KURZINFO aus unterschiedlichen Quellen
25.11.2005
Weihnachts-Shopping: Aromawolken
gesundheitsschädlich Hamburg (ddp). Weihnachts-Shopping kann nicht nur
teuer, sondern auch gesundheitsschädlich sein. Die Aromen, die viele Geschäfte
in der Vorweihnachtszeit einsetzen, könnten schwere Allergien auslösen,
berichtet das Gesundheitsmagazin «Healthy...
http://www.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2005&m=11&d=26&id=121106
23.11.2005
Bildungsstand als Parkinson-Risiko – Ärzte erkranken am häufigsten
ROCHESTER. Von allen Berufsgruppen erkrankten Ärzte am häufigsten an
einem Morbus Parkinson. Insgesamt scheint das Risiko mit der zunehmenden Dauer
der Ausbildung zuzunehmen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=15254&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36
21.11.2005
Erhöhtes Krebsrisiko durch Süßstoff Aspartam BOLOGNA. Der
Süßstoff Aspartam induzierte in einer tierexperimentellen Studie in
Environmental Health Perspectives (EHP 2005 doi: 10.1289/eh.8711) Lymphome,
Leukämien und andere Tumore, ...
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=15229&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36
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RECHT
TRGS 905 - Technische Regeln für Gefahrstoffe – Verzeichnis
krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe Ausgabe
Juli 2005, BArbBl. Heft 7/2005 S. 68-78, ber. BArbBl. Heft 8/9-2005 S. 141 http://www.UMWELTdigital.de/ura/?23739
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TERMINE
Fach-Konferenz - Epigenetics, Transgenic Plants & Risk Assessment
Zahlreiche Phänomene, die an gentechnisch veränderten Pflanzen
beobachtet werden, geben Fragen auf. Warum stellen viele gentechnisch
veränderten Pflanzen ihre Fremdgene einfach ab? Können Umwelteinflüsse weiter
vererbt werden, hat Lamarck also ein bisschen Recht? Warum werden in der
transgenen Sojabohne nach Jahren unerwartete Gensequenzen am “falschen“ Ort
entdeckt? Wieso ist eine transgene Sonnenblume nicht nur gegenüber
Insektenschädlingen resistent, sondern produziert – unbeabsichtigt - auch mehr
Samen? Und was bedeuten die Antworten auf diese Fragen für die Risikodebatte um
gentechnisch veränderte Pflanzen? Um diese spannenden Fragen gemeinsam zu
diskutieren, lädt das Öko-Institut e.V. am Donnerstag, 1. Dezember zur Konferenz
„Epigenetics, Transgenic Plants & Risk Assessment“ nach Frankfurt.
Die Konferenz ist Teil eines Projektes, in dessen Rahmen untersucht werden soll,
welche Bedeutung die wachsenden Erkenntnisse zu epigenetischen Regulationen bei
Pflanzen haben. Insbesondere soll der Frage nachgegangen werden, was
epigenetische Effekte, Genomumordnungen und bisher unbekannte Auswirkungen der
gentechnischen Veränderung von Pflanzen für die kommerzielle Anwendung der
Pflanzengentechnik und deren Risikobewertung bedeutet. Das Projekt läuft in
Kooperation mit Greenpeace.
Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr und endet um 17.30 Uhr. Veranstaltungsort
ist das Literaturhaus Frankfurt e.V., Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt. Eine
Anmeldung ist erforderlich. Der Tagungsbeitrag beträgt 25 Euro und ist bei der
Registrierung (ab 8.30 Uhr) zu entrichten. Für Journalisten entfällt der
Tagungsbeitrag. Konferenzsprache ist Englisch.
Veranstaltungsort: Literaturhaus Frankfurt e.V. Schöne Aussicht 2 60311
Frankfurt, 9:30 bis 17:30 Uhr
Anmeldung: Katja Moch Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg Bereich
Biodiversität, Ernährung & Landwirtschaft
Veranstalter: Öko-Institut e.V. Greenpeace e.V.
Weitere Informationen:
http://www.oeko.de/pdf/invitation_epigenetic_final.pdf
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Podiumsdiskussion „Mobilfunk, Mensch und Recht
Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte
(Verabschiedung der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die
Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10.12.1948):
Freitag, den 16. Dezember 2005, 17:00 Uhr bis etwa 20:00 am Österreichischen
Institut für Menschenrechte, 5020 Salzburg, Edmundsburg,
Mönchsberg 2
Die Veranstaltung ist kostenlos und für jedermann zugänglich. Der Veranstalter:
das Österreichische Institut für Menschenrechte Programm siehe
http://www.sbg.ac.at/oim/
Anmeldungen sind erbeten unter Tel. (0043) 0662/84 25 21-181 (Frau Sistani)
Montag bis Donnerstag 8:00-13:00 Uhr, E-mail
human.rights@sbg.ac.at
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VEROEFFENTLICHUNGEN
(1) Eis, D., Dietel, A.,
Mühlinghaus, T, Birkner, N., Jordan, L., Meineke, C., Renner, B.: Studie zum
Verlauf und zur
Prognose des MCS-Syndroms - Erweiterung
der Basisstichprobe und
Nachuntersuchung
(Folgevorhaben) (MCSStudie II). Abschlussbericht in 2 Bänden (Berichtsband
und Anlagenband) zu einem Fü-
Vorhaben im Auftrag des UBA (FKZ
201 61 218/04). Januar 2005
Der Berichtsband des
Abschlussberichtes ist im April 2005 in der UBA-Reihe "WgBoLu-Hefte" unter der
Nr. 01105 mit dem gleichen Titel erschienen. Interessierte können dieses Heft
unter Angabe der Heft-Nr. beim Zentralen Antwortdienst des UBA kostenlos
anfordern.
Adresse des Umweltbundesamtes:
Postfach 14 06 06813 Dessau
Oder: Der Band kann unter
http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2875.pdf (1,29 MB) runtergeladen werden.
(2) Kurzfassung in UMID,
Ausgabe 2/2005 S. 3-5. Abschlussbericht zur multizentrischen MCS-Studie
liegt vor. Jutta Dürkop, Dieter Eis, Tilman Mühlinghaus, Norbert Englert
Diese Kurzfassung ist auf der
website des UBA nicht runterzuladen. (Stand 24. Nov. 2005) Sie
bekommen sie als word- oder pdf-Datei über
Scherrmann@safer-world.org
Kurzer Kommentar zu
den letzten Sätzen der "Zusammenfassenden Einschätzung" der Kurzfassung.
Eis et al.: Dem Beitrag
von Umweltchemikalien an der Auslösung des MCS-Syndroms kommt aber eine eher
untergeordnete Rolle zu, typische Ursache-Wirkungsbeziehungen konnten nicht
aufgezeigt werden.
Scherrmann: Ich habe den
Eindruck, um genau diesen Satz als Ergebnis präsentieren zu können, wurden die
Studien angelegt, wie sie angelegt wurden, denn wenn
- nur oberflächlich nach
Schadstoffen,
- vor allem nach psychischen
Krankheiten, und
- die MCS-Kranken nicht nach
ihren speziellen Erfahrungen bzgl. Ursache-Wirkungsbeziehungen gefragt werden,
können folgerichtig auch keine
typischen Ursache-Wirkungsbeziehungen erkannt werden.
Eis et al.: Beim
MCS-Syndrom stehen nunmehr vor allem klinische/medizinische Fragestellungen im
Vordergrund.
Scherrmann: Das heisst wohl,
dass Fragestellungen nach Schadstoffbelastungen getrost fallengelassen werden
können.
Eis et al.: Die
gelegentlich in der umweltmedizinischen Praxis zur Diagnostik von MCS
veranlassten molekularbiologischen Untersuchungen auf Genpolymorphismen bei
Enzymen des Fremdstoffmetabolismus und Parametem des Immunsystems sind zum
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sachdienlich.
Scherrmann: Zu Fabigs
Forschungen steht in der Vollfassung (1), die Studie hätte "methodische Mängel"
(Seite 203), ohne dies auch nur mit einem Halbsatz zu begründen. So muss sich
niemand mit dem Ansatz und den Erkenntnissen von Fabig auseinandersetzen.
Eis et al.: Mit
Nachdruck weisen wir darauf hin, dass in die Differentialdiagnostik beim
MCS-Syndrom nicht nur somatische, sondern stets auch psychische
Gesundheitsstörungen einzubeziehen sind, damit den Patienten eine der Diagnose
adäquate medizinische Versorgung zuteil werden kann.
Scherrmann: Dieser letzte Satz
der Kurzfassung des Abschlussberichtes ist meiner Einschätzung nach der
wichtigste und folgenschwerste des ganzen MCS-Projekts. Ich vermute, dass er in
Zukunft eine entscheidende Rolle in medizinischen und nichtmedizinischen
Veröffentlichungen spielen wird und somit das zukünftige Denken und Handeln,
nicht nur der MedizinerInnen, Behörden, Kranken- und Rentenkassen,
GutachterInnen, RichterInnen sondern auch der Medien und der Bürgerinnen und
Bürger bestimmen wird.
Dieser Satz suggeriert, dass
MCS und wohl auch andere Schadstoffinduzierte Krankheiten (SIKs) normalerweise
keine organische sondern eine psychische Krankheit sind.
Ich vermute zudem, dass dieser
Satz in Zukunft eine zentrale Rolle spielen wird,
- dass psychosomatische und
psychiatrischen Fachbereiche es nicht als erforderlich ansehen, sich fundierte
Kenntnisse über die Auswirkungen von Neurotoxinen (wie Pestizide, Schwermetalle)
zu erarbeiten und
- dass weiterhin Felhdiagnosen
und Fehltherapien an Menschen mit MCS und auch mit SIKs den Normalfall bilden.
So kann alles beim alten
bleiben. Es darf weiterhin verdrängt werden,
- dass Schadstoffe auch in so
genannten Niedrigdosen krank machen können
- dass eine Vielzahl unserer
modernen Krankheiten in Zusammenhang mit Schadstoffen stehen
- dass unsere Gene durch
Schadstoffe auch in so genannten Niedrigdosen irreparabel geschädigt
werden können und
- dass diese Genschädigungen
eine Vielzahl von Geburtsschäden und Krankheiten der kommenden Generationen nach
sich ziehen werden.
So kann auch die
vorherrschende Grenzwertpolitik unangefochten weiterverfolgt werden.
Ich finde, dass mit diesem
Papier die Weichen für den Umgang mit MCS von offizieller Seite aus für die
nächsten Jahre gestellt sind, ob es uns gefällt oder nicht.
Ich finde, Kranke mit MCS und
ihre ÄrztInnen können dieses Papier nicht ignorieren und müssen sich in Zukunft
sehr genau überlegen, an welcher Stelle sie den Begriff "MCS" verwenden, an
welcher Stelle sie auf den Begriff "MCS" verzichten und andere Begriffe (wie z.
B. die Beschreibung der Symptome) verwenden, um die oben angeführte "adäquate"
Behandlung zu vermeiden.
Nach meiner Einschätzung ist
es unumgänglich, zukünftige Strategien sowohl von Seiten der PatientInnen als
auch von Seiten ihrer ÄrztInnen sorgfältig zu überdenken.
***
Nowak, D.; Pedrosa Gil, F.; Angerer, P.; Tretter, F.; Eis, D.
Multiple Chemikalien-Unverträglichkeit (MCS) - aktueller Stand
DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift; 47, 2005 (Umweltmedizin /
Psychosomatik)
http://www.thieme-connect.com
(kostenpflichtig)
Anmerkung Scherrmann:
Dieser Artikel hat den gleichen Gesamttenor wie die obige
Veroeffentlichung. Der Artikel gibt sich nur noch mehr den Anschein einer
wissenschaftlichen Publikation. Die Literaturliste ist aehnlich einseitig wie
die bei Hornberg et al., auch hier wird vorzugsweise auf industrienahe Autoren
wie Staudenmayer etc. verwiesen.
Ich habe dieses Verfahren beschrieben in "Falsche Schlussfolgerungen durch
einseitige Bewertung der Evidenz bei der Beurteilung von MCS", publiziert in
umwelt·medizin·gesellschaft | 17 | 2/2004. Runterzuladen von
www.safer-world.org/d/Scherrmann/skript/folgen.htm
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POLITIK - BEHOERDEN
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Ende des newsletter/d/93
Alle Angaben ohne Gewähr. Alle Informationen in diesem Newsletter wurden
sorgfältig recherchiert. Dennoch kann keine Haftung für die Richtigkeit der
gemachten Angaben übernommen werden.
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Ingrid Scherrmann
Fuchsfeldstr. 50, D-88416 Ochsenhausen,
phone: + 49 7352 940529,
email: info@safer-world.org , web:
http://www.safer-world.org
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