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CHEMIKALIEN - POLITIK -  EU - REACH

Aus: EU-ÖkoNews
Rat verwässert REACH

Die politische Einigung des Wettbewerbrates ist ein eindeutiger Kniefall vor der chemischen Industrie,
Umwelt- und Verbraucherinteressen bleiben auf der Strecke. Der Rat hat die meisten der schlechten
Vorschläge des Parlaments übernommen und gleichzeitig die guten ignoriert.
Das Abstimmungsergebnis im EP war bereits eine Enttäuschung - jedoch besser als erwartet. Großer
Lichtblick für Umwelt– und Verbraucherschutz war die gewonnene Abstimmung bei der verpflichtenden
Substitution: Es sollte Unternehmen verpflichten, gefährliche Chemikalien durch sicherere Alternativstoffe zu
ersetzen, sofern diese vorhanden sind. Positiv für VerbraucherInnen war auch die Entscheidung des EPs,
Unternehmen zu verpflichten, künftig über gefährliche Stoffe zu informieren, sei es im Bodenbelag oder in
der Jacke. Aufgrund fehlender Informationen konnte sich bislang niemand gegen gefährliche Chemikalien
schützen.
Das Parlament ist jedoch auch bei der Registrierung eingenickt. Dabei ist das Registrierungsverfahren die
Voraussetzung für effektives Zulassungssystem. Die großen Fraktionen im EP haben die Anforderungen für
die Registrierung massiv torpediert. Das Grundprinzip von REACH „wer keine Daten liefert, bekommt keine
Vermarktung“ wurde ausgehöhlt.
Schließlich wurde der geplante obligatorische Datenaustausch unter dem Vorschlag „Eine Substanz, eine
Registrierung“ flexibler gestaltet, indem es Unternehmen durch „Opt-Outs“ ermöglicht werden soll, eine
Registrierung allein vorzunehmen. Auch damit knickt das EP vor einer wesentlichen Forderung der Industrie
ein. Diese hatte sich besorgt über die Vertraulichkeit der erforderlichen Informationen geäußert. Die
Chemikalienagentur wird Anträge auf „Opt-Outs“ anhand dreier Kriterien überprüfen.
Doch der Rat ging sogar noch weiter: Datenanforderungen wurden über die Bank weg reduziert, vor allem
für Stoffe zwischen 1 und 10 Jahrestonnen. Die Zulassung wurde nur für wenige Stoffe gestärkt,
Verbraucherinformationen bleiben mangelhaft und eine geeignete Sorgfaltspflicht ist vollständig vom Tisch
gefallen. Damit wird das Ungleichgewicht der Gesetzgebung noch weiter verschärft zu Gunsten kurzfristiger
wirtschaftlicher Interessen und zu Lasten längerfristiger Überlegungen, vor allem zum Schutz von Gesundheit
und Umwelt.
Die Grundvoraussetzung für ein effektives REACH ist eine gute Datenbasis über die Eigenschaften und
Verwendungen von Chemikalien. Durch die drastische Reduzierung der Anzahl der niedrigvolumigen
Chemikalien, von denen Daten vorgelegt werden müssen wurde dies ausgehöhlt. Und es steht zu befürchten,
dass die Datenbasis noch weiter geschwächt wird durch undemokratische zukünftige
Hinterzimmerentscheidungen über Testausnahmen für hochvolumigere Stoffe.
Es ist mehr als zweifelhaft, ob REACH in seiner heute entschiedenen Fassung zum dringend notwendigen
Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor gefährlichen Chemikalien beiträgt. Tausende von
Stoffen bleiben auf dem Markt mit so gut wie keinen Informationen über ihre Eigenschaften. Mitgliedsstaaten
dürfen weiterhin Stoffe zulassen, die Krebs erregen oder die Fortpflanzung schädigen, auch wenn sicherere
Alternativen vorhanden sind. Es ist zwar zu begrüssen, dass auch bei vermeintlich "adäquat kontrollierten"
Hochrisikostoffen eine Prüfung der Alternativen erforderlich ist, es ist jedoch fast zynisch, dass selbst bei
positiven Ergebnissen keine Konsequenzen gezogen werden müssen. Sehr viel Verantwortung wird jetzt der
Agentur übertragen, aber die Finanzierung dieser zusätzlichen Aufgaben ist weiterhin völlig ungeklärt. Ein
Zusammenbruch des Systems scheint vorprogrammiert. Eine großartige Chance wurde vertan und es ist
mehr als wahrscheinlich, dass wir in einigen Jahren eine weitere Revision der Chemikaliengesetzgebung
brauchen, um die menschliche Gesundheit und die Umwelt vor gefährlichen Chemikalien zu schützen.
Im nächsten Jahr kommt REACH in zweiter Lesung ins Plenum des EPs. Dann muss die EU zeigen, welchen
Wert der Umwelt- und Gesundheitsschutz in Europa hat.
Ein Kampagnenpaket REACH ist über e-mail an hbreyer@europarl.eu.int zu beziehen.
REACH- Broschüre für Anwender
Das Umweltbundesamt hat eine sehr informative Broschüre zu REACH veröffentlicht, kostenlos erhältlich:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien
Weitere Infos: www.hiltrud-breyer.de
EU-ÖkoNews · Hiltrud Breyer MdEP

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ELEKTRO-MAGNETISCHE STRAHLUNG

Info-Abend mit dem Thema "Risiko Mobilfunk? Termin: Donnerstag, den 19.Januar, um 19:30 Uhr im Kornhaussaal Ravensburg: 
 Redner:  Dr.med.Cornelia Waldmann-Selsam aus Bamberg (Mitbegründerin des Bamberger Appells) und Dr.Volker Schorpp aus Karlruhe (Physiker)  Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

***
Auszug: Mobilfunk-Newsletter der Bürgerwelle e.V. Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: BI Omega, Mitglied im Dachverband

27.12.2005

Wirkmodell für athermische Bioeffekte von EMF

Plausibles Wirkmodell für Bioeffekte im athermischen Bereich für EMF's aller Frequenzen bis in den Terrahertz - Bereich schon erforscht, in unabhängigen Universitätsinstituten bestätigt und in Fachzeitschriften mit Peer Review publiziert wurde, siehe Zusammenfassung in der Anlage
http://www.buergerwelle.de/pdf/wirkmodell_fuer_athermische_bioeffekte.doc
und unter http://www.mikrowellensmog.info/Elektrosmog.html

Univ.-Doz. Dr. Ferdinand Ruzicka
habilitiert für "Medizinische Physik mit besonderer Berücksichtigung der Zytophysik (cytophysics)" an der Med.Univ.Wien
http://omega.twoday.net/stories/1323574/

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GENMODIFIZIERTES SAATGUT

November 2005

Schweizer mehrheitlich für Verbot genveränderter Pflanzen

GENF. Die Schweizer Bevölkerung hat am 27. November bei einem Referendum für ein fünfjähriges Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen gestimmt. Nach dem am Abend vorliegenden abschließenden Auszählungsergebnis stimmten mehr als 55 Prozent der Wähler für das Projekt der Volksinitiative „für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft“. Zugleich votierten sämtliche Kantone mehrheitlich mit Ja, sodass die erforderliche doppelte  Mehrheit für den Erfolg des Referendums erreicht wurde. Getragen wurde die Initiative von Umwelt- und Verbraucherorganisationen, aber auch von Landwirten.

Die bisherigen Regelungen, nach denen gentechnische Veränderungen in der Tierzucht verboten sind, gingen den Initiatoren der Volksabstimmung nicht weit genug. „Die Bevölkerung will keine gentechnisch veränderten Lebensmittel auf dem Teller haben“, sagte Luc Barthassat von der Christlich-Demokratischen Partei. „Also wollen wir sie auch nicht auf den Feldern.“ Regierung und Parlament hatten das Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen abgelehnt.

Wirtschaftsminister Josef Deiss hatte von einem „negativen Signal“ hinsichtlich der „Offenheit“ der Schweiz für „neue Technologien“ gesprochen. Das Ergebnis des Referendums sei „negativ für die Schweiz als Standort von Forschung und Erneuerung“, sagte Alwin Kopse, Sprecher des Basler Agro-Konzerns Syngenta. Dagegen begrüßte ein Sprecher der Biobauern den  Ausgang der Abstimmung. Die Forschung an gentechnisch veränderten Organismen sei „nicht der richtige Weg“.

Im französischsprachigen Teil der Schweiz fiel die Mehrheit mit zum Teil fast zwei Dritteln der Stimmen besonders deutlich aus, in der Region um den Chemie-Standort Basel wurde die Initiative nur mit knapp über 50 Prozent befürwortet. Das Ergebnis habe „Signalwirkung für Europa“, erklärte der Gentechnikexperte Christoph Then von der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Hamburg. Auch die neue Bundesregierung müsse ihren Kurs beim kommerziellen Anbau von Gen-Saaten überdenken. Unter Verweis auf die Gen-Erbsen aus Australien, die sich im Tierversuch als lebensgefährlich erwiesen hatten, forderte er den Zulassungs- und Anbaustopp in der EU als die einzig richtige Konsequenz./afp 
 Schweizer mehrheitlich für Verbot genveränderter Pflanzen
 
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=22172

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Gentechnik: Manipuliertes Leben (aktualisierte Fassung der PDF-Datei, ebenfalls im
Download-Bereich) www.umweltinstitut.org/frames/all/m423.htm

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Von Monsanto: 14.12.05

Erste gentechnisch veränderte Maissorten erhalten Sortenzulassung in Deutschland: Bt-Maissorte von Monsanto für unbegrenzten Anbau
zugelassen

   Düsseldorf (ots) - Das Bundessortenamt in Hannover hat heute Sortenzulassungen für drei gentechnisch veränderte Bt-Maissorten der Linie MON 810 erteilt und diese damit zum unbegrenzten Vertrieb freigegeben, darunter eine Sorte von Monsanto. Damit können Landwirte in Deutschland entsprechendes Saatgut erwerben und von den Vorteilen der Monsanto-Technologie profitieren.

   Der Entscheidung ging der erfolgreiche Abschluss der zweijährigen amtlichen Wert- und Registerprüfung voraus, in deren Rahmen agronomische Parameter und die jeweilige Sortenechtheit geprüft und nun behördlich attestiert wurden. Die gentechnikrechtliche Genehmigung für Bt-Mais der Linie MON 810 in der EU besteht bereits seit Mai 1998.

   Die Monsanto-Sorte wird das Portfolio von Monsantos Saatgutmarke DEKALB(R) ergänzen. Sie trägt die Bezeichnung YieldGard(R) DKc 3421 YG und hat eine Reifeeinstufung K 250 bzw. ca. S 250 bei hohem bis sehr hohem Korn- und Siloertrag sowie niedriger bis sehr niedriger Lagerneigung. Damit ist sie für den Körner- und Silomaisanbau vor allem in mittelfrühen Maisregionen bestens geeignet.

   "Einige Landwirte in Deutschland konnten in den letzten Jahren bereits positive Erfahrungen mit dem Anbau von Bt-Mais sammeln", erklärte Ursula Lüttmer-Ouazane, Geschäftsführerin der Monsanto Agrar Deutschland GmbH, "Nun steht unsere Technologie endlich allen Landwirten zur Verfügung und erhöht deren Chancen im Wettbewerb".

   Das Bundessortenamt hatte wie in den Jahren zuvor auch für die Saison 2005 begrenzte Mengen an Bt-Saatgut, darunter auch DKc 3421 YG, zur kommerziellen Nutzung freigegeben. Auf dieser Basis wurde Bt-Mais im Jahr 2005 auf einer Fläche von rund 300 Hektar angebaut. Bt-Mais ist eine Entwicklung von Monsanto und zeichnet sich durch eine aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis (Bt) übertragene Schädlingsresistenz gegen den Maiszünsler aus.

   Monsanto ist ein international tätiges Unternehmen für Agrarprodukte mit Firmensitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Das Unternehmen ist einer der Weltmarktführer in der Entwicklung und Herstellung von umweltverträglichen Pflanzenschutzmitteln sowie von mit Hilfe moderner Biotechnologie verbessertem Saatgut. Für weitere Informationen über das Unternehmen Monsanto besuchen Sie unsere
Website: www.monsanto.de.

Originaltext:         Monsanto (Deutschland) GmbH
Digitale Pressemappe:
http://presseportal.de URL steht nicht mehr zur Verfuegung. /story.htx?firmaid=7848
Kontakt: Monsanto Agrar Deutschland GmbH Vogelsanger Weg 91 40470 Düsseldorf

Scherrmann:
Ich moechte an dieser Stelle mal wieder auf das folgende Buch hinweisen:
Angela von Beesten u.a.:
"Den Schatz bewahren - ein Plädoyer für die gentechnikfreie Landwirtschaft".
Herausgegeben von Sambucus e.V.. Im Selbstverlag, Mai 2005. Zu beziehen über: Samucus e.V., gemeinnütziger Verein für Umweltschutz, Gesundheits- und Kulturförderung, Auf der Worth 34, 27389 Vahlde, Tel. und Fax: 04267-8243
Das Buch kostet sieben Euro plus Porto, ab 20 Stück 6,00 EUR, ab 50 Stück 5,00 EUR

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11.12.05

Ärzte: Politik muss mit Tabaklobby brechen

   Berlin (ots) - "Jährlich über 3.300 Todesfälle sowie vielfacher 'Plötzlicher Kindstod' in Folge von Passivrauchen allein in Deutschland sind das erschreckende Ergebnis tatenloser Politik. Statt ein konsequentes Rauchverbot in Schulen, Krankenhäusern, Gastwirtschaften und generell am Arbeitsplatz durchzusetzen, bleibt die Bundesregierung nach wie vor Schulter an Schulter mit der Zigarettenindustrie. Wir erwarten deshalb von der neuen Bundesregierung, dass sie mit der Lobby der Tabakindustrie bricht und endlich ernst macht mit dem Gesundheitsschutz in Deutschland", appellierten die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und die Bundesärztekammer heute eindringlich an die Vertreter der Großen Koalition.

   Gelegentliche Aufklärungskampagnen allein reichten nicht. Auch ständig wiederholte Appelle des Bundesgesundheitsministeriums zur Prävention seien ohne Bedeutung, wenn die Bundesregierung andererseits gegen ein europäisches Tabakwerbeverbot zu Felde ziehe, das fast alle EU-Länder unterstützen. "Rauchen gefährdet eben nicht nur die Gesundheit des einzelnen Rauchers, sondern auch die der nichtrauchenden Mitmenschen, insbesondere der Kinder. Und es entstehen nicht nur millionenschwere Folgekosten in der gesundheitlichen Behandlung bei Passivrauchern. Es ist auch schlicht unverantwortlich gegenüber der nächsten Generation, dass Deutschland im europäischen Kontext Schlusslicht in der Raucherbekämpfung ist.
Wir können nicht ständig von Effizienzreserven im Gesundheitswesen reden und dann auf Kosten der Gesundheit sparen wollen - das ist schlichtweg Ignoranz gegenüber dem medizinisch Notwendigen."

Pressekontakt:
Pressestelle der deutschen Ärzteschaft, Tel. (030) 4004 56-700 oder 0172-250 37 90 od. 0172-214 27 91

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 01.12.05

Feinstaubvermeidung kann 35 Mrd. Euro im Europäischen Gesundheitswesen einsparen

   Berlin (ots) -  Erste deutsche interdisziplinäre Feinstaubkonferenz am 01. und 02. Dezember in der Charité mit Experten aus Medizin, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

   Die Vermeidung von Feinstaub könnte dem Europäischen Gesundheitswesen pro Jahr 35 Mrd. Euro sparen, dies gab Regierungsdirektor Dr. Reinhold Görgen aus dem Referat Luftreinhaltung des Bundesumweltministeriums heute auf der ersten interdisziplinären Feinstaubkonferenz in Berlin bekannt: "Den Aufwendungen für die Umsetzung der Feinstaubvermeidungsstrategie für die Europäische Union von ca. 7 Mrd. Euro stehen Einsparungen und Gewinne im Gesundheitsschutz von ca. 42 Mrd. Euro gegenüber."

   Anlässlich der wissenschaftlich belegten schweren Gesundheitsschäden durch Feinstaub entbrannte die öffentliche Debatte über die Qualität der täglichen Atemluft. Nach der Einführung der EU-Grenzwertsenkung für Feinstaub zum 01.01.2005 gilt es, eine wissenschaftliche Bilanz zu ziehen und notwendige Handlungsimpulse für das kommende Jahr 2006 zu setzen. Dieser Herausforderung stellen sich auf der ersten deutschen interdisziplinären Feinstaubkonferenz am 01. und 02. Dezember in der Berliner Charité Experten aus Medizin, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

   Regelmäßiger Lungencheck beim Hausarzt

   Prof. Dr. med. Christian Witt, Universitätsprofessor für Pneumologie an der Charité: "Das Feinstaubthema geht uns alle an.
Untersuchungen zeigen, dass nur durch einen regelmäßigen Lungencheck entstehende Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Ein solcher Check sollte zum Pflichtrepertoire eines jeden Hausarztes gehören."

Originaltext:         Charité - Universitätsmedizin Berlin
Digitale Pressemappe:
http://presseportal.de URL steht nicht mehr zur Verfuegung. /story.htx?firmaid=55654

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Hamburg, 2.12.2005

Deutsche Pestizidexporte – die globalisierte Gefährdung

Rund 37.000 Tonnen problematischer, teils hochgiftiger Stoffe wurden 2004 ins Ausland verkauft – Empfänger unbekannt.
Anlässlich des Day of No Pesticide Use am 3. Dezember fordern das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) und Brot für die Welt die neue Bundesregierung auf, für mehr Transparenz im Pestizidexport zu sorgen.

Die deutschen Meldedaten über Pestizidexporte geben zwar Auskunft über Menge und Art der exportierten Pestizide, das jeweilige Empfängerland bleibt jedoch unbekannt. Die neue Kurzstudie "Deutsche Pestizidexporte – die globalisierte Gefährdung" von PAN Germany belegt die hohen Risiken, die deutsche Pestizide insbesondere bei einer Anwendung unter Armutsbedingungen bergen. PAN Germany und Brot für die Welt fordern die Regierung mit Nachdruck dazu auf, die aktuelle Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes dahingehend zu nutzen, mehr Transparenz zu schaffen, indem die Meldedaten um die Nennung der Empfängerländer erweitert werden.

Von den im Jahr 2004 insgesamt exportierten 106 Pestiziden, sind 84 Stoffe als umweltgefährlich, 42 Stoffe als krebsverdächtig und 14 Stoffe als extrem bzw. hoch gefährlich von der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) eingestuft. Darüber hinaus gelten 13 Wirkstoffe als hormonell wirksam.

"Bei der Frage des Risikos exportierter Stoffe muss bedacht werden, dass die Ausbringung in Entwicklungsländern oft ohne jegliche Schutzkleidung, mit nackten Armen und Beinen und oft barfuss erfolgt," so Carina Weber, Geschäftsführerin von PAN Germany.

So hat zum Beispiel das häufig im Baumwollanbau eingesetzte Insektenbekämpfungsmittel Endosulfan im afrikanischen Benin zwischen
2001 und 2003 zu 400 Vergiftungen geführt,
53 verliefen gar tödlich. Dieser Pestizidwirkstoff wird unter anderem vom deutschen BAYER-Konzern hergestellt. Über 1000 Tonnen des Wirkstoffs passierten 2004 die deutschen Grenzen.

Die Studie „Deutsche Pestizidexporte – die globalisierte Gefährdung“ ist als Download unter
http://www.pan-germany.org/globale_gefaehrdung.pdf erhältlich.

Die ausführliche Broschüre „Für einen gläsernen Pestizidexport“ ist bei PAN Germany zu bestellen oder als Download unter
http://www.pan-germany.org/download/pestizidexport.pdf (5,92 MB) kostenlos erhältlich.

Weitere Informationen:
Carina Weber, Tel. 040-399 19 10-23 ( carina.weber@pan-germany.org   )

Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.   Fon: +49 (0)40-39 91 91 0-0
Nernstweg 32, D-22765 Hamburg    Fax: +49 (0)40-390 75 20
Please use our new mail address:
mailto:presse@pan-germany.org http://www.pan-germany.org

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03.12.05

Pestizid-Preis für Filialen von Lidl und real / Greenpeace-Protestaktionen vor 120 Supermärkten in 35 Städten

   Hamburg (ots) - Greenpeace setzt seinen Protest gegen Pestizide im Essen fort. In 35 Städten prangern heute Aktivisten bei mehr als 120 Supermärkten von Lidl und real (Metro) den Verkauf von stark mit giftigen Pestiziden belastetem Obst und Gemüse an. Lidl und real schnitten bei dem am 28. November vom Greenpeace-EinkaufsNetz veröffentlichten Supermarkt-Ranking am schlechtesten ab. Greenpeace hat in 26 Fällen Anzeige gegen Lidl und in elf Fällen Anzeige gegen Metro erstattet. Bei elf Filialen mit den meisten Überschreitungen der gesetzlichen Höchstmengen übergeben die Aktivisten heute einen Gift-Preis an den Marktleiter.

   "Bei Lidl und real gibt's das meiste Gift fürs Geld", sagt Swati Jangle vom Greenpeace-EinkaufsNetz. "Wir verlangen von den Supermarktketten eine Sofort-Garantie, dass sie die gesetzlichen Grenzwerte zu 100 Prozent einhalten und in Zukunft möglichst ganz pestizidfreies Obst und Gemüse anbieten. Bisher können wir nur Bio-Ware wirklich empfehlen. Denn nur der Bio-Anbau verzichtet generell auf chemische Spritzmittel."

   Die Greenpeace-Aktivisten informieren vor Ort die Supermarkt-Kunden und verteilen den neuen Greenpeace-Ratgeber "Pestizide aus dem Supermarkt". Dieser ist das Ergebnis eines Großtests des Greenpeace-EinkaufsNetzes, bei dem im September in Deutschland, Österreich und der Schweiz 658 Proben gekauft und im Labor auf 300 Pestizid-Rückstände getestet wurden.

   In die Kategorie Rot - das heißt "nicht empfehlenswert" - fielen bundesweit bei Lidl 32 Prozent, bei real 30 Prozent des untersuchten Obstes und Gemüses. Bei 21 Prozent der getesteten Lidl-Ware und bei
19 Prozent der getesteten real-Ware wurden sogar die gesetzlichen Höchstmengen erreicht oder überschritten. Greenpeace hat die Supermarktketten angezeigt wegen 17 Überschreitungen gegen die gesetzlichen Höchstmengen bei Lidl und drei bei real. Gegen Lidl hat Greenpeace zudem in drei Fällen wegen Extrembelastungen, die für Kleinkinder akut gesundheitsgefährlich sind, Anzeigen bei den Behörden gestellt, gegen real in zwei Fällen. Sechs deutsche Lidl- sowie sechs real-Proben enthielten auf Bundesebene nicht zugelassene Pestizide und wurden ebenfalls zur Anzeige gebracht.

   Pestizidbelastete Lebensmittel können Hormonhaushalt und Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen. Swati Jangle: "Die Verbraucher haben mit unserem Ratgeber jetzt eine Übersicht, wo sie möglichst giftarme Lebensmittel bekommen."

   Keiner der getesteten Supermärkte konnte mit seinem Obst- und Gemüseangebot wirklich befriedigen. Die Unterschiede zwischen den Ketten sind jedoch beachtlich. Im Vergleich am besten schnitten der Discounter Aldi und der österreichische Marktführer Billa ab. Im Mittelfeld lagen die Vollsortimenter Edeka/Spar, Tengelmann, Rewe und der Regionalanbieter tegut. Schlusslichter bildeten Lidl und real.

   Achtung Redaktionen:
Rückfragen an Swati Jangle, Tel. 0151 - 18053 382 oder Pressesprecherin Cornelia Deppe-Burghardt, Tel. 0171 - 8344 338.
Den Ratgeber gibt es kostenlos unter Tel. 040 - 30618 120 (ab Montag
wieder) oder bei www.einkaufsnetz.org .
Dort finden Sie auch ein Hintergrundpapier.

Originaltext:         Greenpeace e.V.
Digitale Pressemappe:
http://presseportal.de URL steht nicht mehr zur Verfuegung. /story.htx?firmaid=6343

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KURZINFO aus unterschiedlichen Quellen

21.12.2005

Herzleiden: Feinstaub schon in kleinen Mengen schädlich. Feinstaub kann offenbar schon in geringen Konzentrationen Herzleiden verursachen. In Experimenten fanden Mediziner Hinweise darauf, dass das Risiko selbst dann steigt, wenn derzeit gültige Feinstaub-Grenzwerte eingehalten werden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-391538,00.html

20.12.  2005

Feinstaub belastet Kinder vor allem in Großstädten 
Je höher die Feinstaub-Belastung in einer Stadt ist, umso geringer ist die Lungenfunktion bei Kindern. Dabei macht es nur wenig Unterschied, ob die Kinder an einer dicht befahrenen Straße wohnen oder nicht. 
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=386239,4323,/medizin/atemwege

Feinstaub macht den Lungen von Kindern noch schwer zu schaffen 
Autoabgase und Feinstaub setzen den Lungen von Kindern tatsächlich schwer zu, wie Daten einer neuen Studie zeigen. Die Studie enthält aber auch eine gute Nachricht: Die Luft ist in vielen Städten, vor allem in Ostdeutschland, in den vergangenen Jahren besser geworden. 
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=386308,4323,/medizin/atemwege

Holzheizungen: Warnung vor Gesundheitsschäden
Hamburg (ots) - Holzheizungen belasten die Luft ähnlich wie die Feinstäube im Dieselruß. Experten beziffern die feinstaubbedingten vorzeitigen Todesfälle in Deutschland auf etwa 75.000, der durchschnittliche Verlust an Lebenserwartung für jeden...
mehr...
http://www.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2005&m=12&d=15&id=121302

14.12.2005

Deutsche Kardiologen warnen vor tödlichem Passivrauchen
Schweizer Bundesbahn seit Montag rauchfreie Zone
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051214036

13.12.2005

Koronare Herzkrankheit: Weniger Gefäßverengungen mit beschichteten Stents Zur Erweiterung verengter Gefäße bei koronarer Herzkrankheit (KHK) setzen Ärzte heute Stents ("Gefäßkatheter") ein. Stents können innen mit unterschiedlichsten Materialien beschichtet sein. Dabei beeinflussen spezielle Beschichtungsmaterialien eine mögliche erneute Verengung durch Ablagerungen im Bereich der Stents. Das ist das Ergebnis des neu vorliegenden HTA-Berichts, der im Auftrag der Deutschen Agentur für Health Technology Assessement des DIMDI (DAHTA@DIMDI) erstellt wurde. Der vollständige Bericht erscheint erstmals auch im neuen HTA-eJournal bei German Medical Science (gms).
http://www.dimdi.de/dynamic/de/dimdi/presse/pm/news_0016.html

06.12.2005

Passivrauchen führt jährlich zu 3 300 Todesfällen
HEIDELBERG. In Deutschland sterben schätzungsweise jährlich rund 3 300 Nichtraucher an den Folgen von Passivrauchen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Deutsche ... [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=15440&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

05.12.2005

Non-Hodgkin-Lymphome: Persistierende Organochlorverbindungen als Auslöser?
SEATTLE. Der Nachweis von persistierenden Organochlorverbindungen (POP) im Blut war in einer Fall-Kontroll-Studie in Cancer Research (2005; 65: 11214-11226) mit einem erhöhten
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=15404&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

03.12.2005

Weltgesundheitsorganisation stellt keine Raucher mehr ein
GENF. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt ab sofort keine Raucher mehr ein. Wer in seiner Bewerbung angebe, Raucher zu sein und nach seiner Einstellung bei der WHO weiterrauchen zu ... [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=15396&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

Ozonkiller FCKW künftig auch in Arzneimitteln verboten
BERLIN . Die ozonschädlichen Stoffe FCKW sind künftig auch in Arzneimitteln wie Asthmasprays verboten. Wie Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ... [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=15397&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

Ursache für Schädlichkeit von Umweltgiften entdeckt
Lang anhaltende Störung trägt zur hohen Toxizität bei
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051203007

Gekaufte Wissenschaft: Im Würgegriff der Tabakkonzerne
Mediziner wurden finanziert, kritische Untersuchungen unterdrückt: In ungeahntem Ausmaß habe die Zigarettenbranche, so eine Studie, führende Institutionen des Gesundheitswesens manipuliert.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-388238,00.html

01.12.2005

Typ-2-Diabetes mellitus durch POP-belastete Fische
LUND. Schwedische Fischer, die erhöhte Konzentration von Organochloriden (persistent organochlorine pollutants, POP) im Blut haben, erkranken häufiger an einem Typ-2-Diabetes mellitus. Dies ... [mehr]
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=15335&md5=acd2c7d3889264afdb70ef63a3187f36

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RADIOAKTIVITAET

Messergebnisse: Radioaktivität in Pilzen und anderen Waldprodukten www.umweltinstitut.org/frames/all/m26.htm

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TERMINE

Internationaler Kongress
20 Jahre Leben mit Tschernobyl - Erfahrungen und Lehren für die Zukunft
9. – 12. März 2006, Montforthaus, Feldkirch, Vorarlberg, Österreich
Veranstalter
Otto Hug Strahleninstitut – MHM e. V., München, Deutschland  www.ohsi.de
Land Vorarlberg, Österreich  
Europäische Arbeitsgemeinschaft „Mut zur Ethik", Zürich, Schweiz  www.mut-zur-ethik.ch
Österreichische Ärztekammer, Wien, Österreich  www.aerztekammer.at
Deutscher Verband für Tschernobyl-Hilfe e. V., München, Deutschland  
Stiftung „Ein Herz für krebskranke Kinder", Dudelange, Luxemburg  www.kriibskrankkanner.lu
Hippokratische Gesellschaft Schweiz, Zürich, Schweiz  www.hippokrates.ch
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Wien, Österreich  www.lebensministerium.at
In Zusammenarbeit mit
DEZA Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Bern, Schweiz  www.deza.ch
Programmkoordination und Anmeldung alle Länder außer Schweiz
Prof. Dr. Edmund Lengfelder
Strahlenbiologisches Institut der LMU, Schillerstraße 42 D-80336 München
Email: lengfelder@lrz.uni-muenchen.de
Kongressbüro und Anmeldung aus der Schweiz
Tschernobyl 2006 Feldkirch, Postfach CH-8501 Frauenfeld
Email: tschernobyl2006@gmx.net
Hinweis:
Der Kongress wird von der Österreichischen Ärztekammer als ärztliche
Fortbildungsveranstaltung (DFP) anerkannt.

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VEROEFFENTLICHUNGEN

Morbus Parkinson Pflanzenschutzmittel Paraquat für Morbus Parkinson verantwortlich?
Offenbar spielt auch das Pflanzenschutzmittel Paraquat bei der Entstehung eines Morbus Parkinson eine Rolle. Darauf weisen die Ergebnisse einer Studie der Shenyang Pharmaceutical University in Shenyang, China, hin. Im Tierversuch mit C57BL/6-Mäusen konnten Forscher nachweisen, dass die Langzeitexposition mit Paraquat das nigrostriatale dopaminerge System bei älteren Mäusen negativ beeinflusst. Für die Studie injizierten die Forscher den Mäusen jeden zweiten Tag entweder eine Kochsalzlösung oder Paraquat intraperitoneal. Die Injektionen wurden insgesamt zehnmal wiederholt. Sieben Tage nach der letzten Injektion überprüften die Forscher die motorischen Fähigkeiten der Mäuse. Anschließend wurden der Dopamin-Spiegel und dessen Metaboliten im Striatum mit einem Hochleistungsflüssigkeitschromatographen bestimmt. Die Mäuse, die Paraquat injiziert bekommen hatten, wiesen im Vergleich zu den Kontrollmäusen wesentlich schlechtere motorische Fähigkeiten auf. Auch der Dopamin-Spiegel im! Striatum war bei den Paraquat-Mäusen wesentlich niedriger als bei den Mäusen, die Kochsalz injiziert bekommen hatten. jpo
Abstract aus "Chin Med J (Engl)" 2005 Aug 20;118(16):1357-61 
http://www.cmj.org/information/full.asp?pmid=2005161357 (englisch)

Zusammenhang zwischen Paraquat und Morbus Parkinson
Paraquat induces selective dopaminergic nigrostriatal degeneration in aging C57BL/6 mice
LI Xia, YIN Jun, CHENG Chun-mei, SUN Jin-lai, LI Zheng and WU Ying-liang, Department of Pharmacology (Li X, Sun JL and Wu YL), Department of Pharmacognosy (Yin J), Shenyang Pharmaceutical University, Shenyang 110016, China, Department of Pathology, Toyama Medical and Pharmaceutical University, Toyama, Japan (Cheng CM)
Original (Englisch) kostenlos downzuloaden:
http://www.cmj.org/information/full.asp?pmid=2005161357

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Weitere Indizien: Paraquat-Exposition mit Morbus Parkinson assoziiert

Eine jüngst veröffentlichte Studie hat weitere Hinweise gefunden, die die Entstehung eines Morbus Parkinson mit dem Pflanzenschutzmittel Paraquat in Verbindung bringen (NeuroNews berichtete). Die Wissenschaftler des Department of Integrative Biosciences and Faculty of Toxicology in Texas, USA, setzten dopaminerge SH-SY5Y-Zellen dem Pflanzenschutzmittel Paraquat aus. Anhand verschiedener Biomarker ermittelten die Forscher das Ausmaß der durch oxidativen Stress entstandenen Schädigungen an den Zellkulturen. Die Auswertung der Versuche zeigte, dass der selektive DAT-Hemmer GBR 12909 die SH-SY5Y-Zellen vor der Toxizität von Paraquat schützt - ein Anzeichen dafür, dass die Toxizität des Paraquats mit dem Dopamin-Transporter DAT zusammenhängt. Außerdem erhöht Paraquat den intrazellulären Anteil von reaktiven Sauerstoffverbindungen (ROS), reduziert aber den Glutathion-Spiegel. Die Glutathion-Peroxidase-Aktivität wird durch Paraquat gehemmt, die Glutathion-Reductase-Akivität ist dav! on nicht betroffen. Die Wissenschaftler konnten jedoch beobachten, dass sich die Aktivität der Glutathion-S-Transferasen innerhalb von 24 Stunden erhöhte und nach 48 Stunden wieder auf den Normalwert einpendelte. Diese und viele weitere Teilergebnisse untermauern den Autoren der Studie zufolge die Vermutung, dass Paraquat die Pathogenese der dopaminergen Neurone durch oxidativen Stress induzieren kann. jpo
Abstract aus "J Toxicol Environ Health A" 2005 Nov 26;68(22):1939-61
http://www.neuronews.de/linkto.php?ABOID=31666&ATID=6352&UID=439 (englisch)

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Umwelt-Medizin-Gesellschaft
18. Jahrgang, Ausgabe 4/2005, S. 257-340

Schwerpunkt: Neue Wege zum Gesunden Wohnen                             
Inhalt: u.a. :
Wohnung und Gesundheit, G. FÜHRER                                                              
Schadstoffe in Textilien - Status quo und Ausblicke, R. J. BOTHE und R. FILBRICH       
Das „R - Symbol” für mehr Verbraucherschutz, K.H. WEINISCH
Rechte von Mietern bei schadstoffbelasteten Räumen, W. BAUMANN 
Kinder: Leitlinie Blei, K. E. von MÜHLENDAHL
Erhöhte Blut-Blei-Werte durch Verwendung von Keramiktrinkgefäßen C. ALSEN-HINRICHS, H. KRUSE, E. MASER und W. SCHARENBERG      
Merkblatt zur Bewertung von VOC-Gemischen: Wissenschaftlich begründete Wirkschwellen und rechtliche Wertung der Richtwerte
T. MERZ, K.-R. FABIG, W. HUBER und P. OHNSORGE
Die Alzheimer-Krankheit: Quecksilber als pathogener Faktor und Apolipoprotein E als Moderator, J. MUTTER, J. NAUMANN, C. SADAGHIANI, R. SCHNEIDER und H. WALACH
Gesundheitliche Risiken im Autoinnenraum. H.-P. HUTTER, P. WALLNER und H. MOSHAMMER
Schadstoffbelastungen im Innenraum von Neuwagen, GLOBAL 2000

umwelt-medizin-gesellschaft. Erscheint vierteljährig; Umfang je Ausgabe ca. 80 S.
Einzelpreis: € 8,- incl. MwSt. zzgl. Versand; Abonnement: € 33,- incl. MwSt. und Versand; Ausland: dito
Bestellungen und Probehefte: Umwelt – Medizin – Gesellschaft, Fedelhören 88, D – 28203 Bremen Tel.: 0421/498 42 51, Fax: 0421/498 42 52
E-Mail: info@umg-verlag.de   Internet:
http://www.umwelt-medizin-gesellschaft.de

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VEROEFFENTLICHUNGEN - INTERNET

Sabine Neureiter:  "Kosmetik - über gesellschaftliche und körperliche Grenzen".
http://www.moonmcneill.de/MCSartikel/kosmetikgrenzen.html

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WOHNEN

Umweltinstitut München e.V. – Newsletter vom 24. November 2005

Den überwiegenden Teil unseres Lebens verbringen wir innen: in Wohnungen, Schulen, Büros und Läden. Ein gesundes Raumklima ist deshalb in unseren Breitengraden wichtig.
Die Luft in Innenräumen ist oft stärker mit Schadstoffen belastet als außen. Gerade in der kalten Jahreszeit ist der Informationsbedarf zu Wohngiften und deren Vermeidung besonders hoch.
In Zusammenarbeit mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München konnten wir die Broschüre „Gesund wohnen – Schadstoffe in Innenräumen erkennen und beseitigen“ erstellen, die Sie unter folgendem Link als PDF-Datei herunterladen können:
www.umweltinstitut.org/frames/all/m423.htm

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Gebäudebedingte Erkrankungen nehmen zu: Schadstoffbelastete Luft und elektromagnetische Belastung in Büro- und Wohnräumen
Im Rahmen eines Pressegespräches präsentierte sich erstmals das Forum Gesundes Wohnen und Arbeiten e. V. der Öffentlichtkeit.

(box) Würzburg,, 19.12.2005 - Im Rahmen eines Pressegespräches präsentierte sich am Donnerstag in den Würzburger Residenzgaststätten erstmals das Forum Gesundes Wohnen und Arbeiten e. V. Im Jahr 2004 gegründet, ging das Forum aus dem „Arbeitskreis Gesundes Wohnen“ der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT e. V.) hervor, und kooperiert auch noch heute mit diesem Arbeitskreis. Das Forum besteht aus elf Unternehmen, davon zehn aus Unterfranken und einem Betrieb aus Erkrath.

Dicke Luft in Büro- und Wohnräumen
Unsere Innenräume - und damit verbunden die Luftqualität - haben sich in den letzten 30 Jahren verändert. Beginnend mit der ersten Energiekrise im Jahr 1974 wird im Gegensatz zu früher dichter gebaut und durch moderne Baustoffe und Bauweisen mehr „Chemie“ in Wohnungen und Büroräume eingebracht. So wurden beispielsweise bis heute in Innenräumen rund 8000 chemische Verbindungen nachgewiesen. Fast überall wirken elektromagnetische Belastungen auf uns ein. Die Innenraumluft ist in der Regel stärker belastet als die viel diskutierte Außenluft. Doch Schadfaktoren in Innenräumen sind nicht zu hören, selten zu sehen und nur manchmal zu riechen. Bedingt durch die Tatsache, dass wir uns durch veränderte Lebensweisen heutzutage viel länger in Innenräumen aufhalten, wird diese Problematik noch verstärkt. Experten schätzen, dass aufgrund der veränderten Baukultur mittlerweile jede zweite bis fünfte Wohnung von einem versteckten, nicht sichtbaren Feuchte- bzw. Schimmelschaden betroffen ist. Über die Atemluft aufgenommene Schadstoffe können Kopfschmerzen, erhöhte Infektneigung, Atemwegserkrankungen und Allergien bis hin zu asthma- und rheumaähnlichen Beschwerden hervorrufen. Auch der Wert einer Immobilie wird durch Schimmelpilze, Formaldehyd, Holzschutzmittel und andere Schadfaktoren deutlich gemindert.

Gebäudebedingte Erkrankungen nehmen zu
Bereits 1998 wurden Zusammenhänge zwischen Bauprodukten und gebäudebedingten Erkrankungen von der Enquete-Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt“ des Deutschen Bundestages in ihrem Abschlußbericht thematisiert.
(
http://www.bundestag.de/gremien/welt/glob_end/8.html) Und die Erkenntnisse über gebäudebedingte Erkrankungen nehmen stetig zu. Doch meist fühlen sich weder Arzt noch Architekt oder Handwerker für die Schaffung einer schadstoffarmen Raumluft zuständig. Einerseits fehlt die Einsicht andererseits der wirtschaftliche Anreiz, an den Innenraumverhältnissen etwas Grundlegendes zu verändern – und dies obwohl der Leidens- und Handlungsdruck für Betroffene enorm hoch ist. Hinzu kommt, dass heutzutage das Bauen unter gesundheitlichen Gesichtspunkten fachübergreifendes Expertenwissen erfordert. Eine Fach- oder Berufsgruppe alleine kann die Innenraumproblematik nicht (mehr) lösen. Alle Baufachleute müssen an einem Strang ziehen und die neuesten Erkenntnisse aus naturwissenschaftlicher Innenraumdiagnostik und Innenraumhygiene in ihren Arbeitsalltag einbeziehen. Ebenso wichtig ist es, dass die Erkenntnisse der umweltmedizinischen und humantoxikologischen Forschung berücksichtigt werden.
Genau hier setzt das Forum Gesundes Wohnen und Arbeiten e. V. mit seinen elf Mitgliedsunternehmen an.

Ziele des Forums
Im Jahr 2004 gegründet, ging das Forum aus dem „Arbeitskreis Gesundes Wohnen“ der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT e. V.) hervor, und kooperiert auch noch heute mit diesem Arbeitskreis. Die Vorstände des Vereins sind Dr. rer. nat. Gerhard Führer, Institut peridomus, Himmelstadt und Dipl. Ing. Jochen Engelhardt, Architekturbüro Engelhardt, Himmelstadt. Die Mitgliedsunternehmen im Einzelnen: Dr. rer. nat. Detlef W. Bock – Institut für Biologie, Bauen & Umwelt, Erkrath; Dr. rer. nat. Gerhard Führer – Institut peridomus, Himmelstadt; Architekturbüro Engelhardt, Himmelstadt; hilbra Klappläden, Freudenberg; Kapraun – Wärmedämmung, Fußböden, Naturbaustoffe, Gochsheim; Schreinerei-Bildhauerei-Denkmalpflege Labisch, Unterpleichfeld; Machnow Design Gesundes Wohnen, Dürrfeld; plan-i-dee.franken gmbH, Großbardorf; Holzwerkstatt Burkard Rhein, Giebelstadt; Elektro-Ruß, Himmelstadt; Trageser Hausgestaltung, Rottendorf;

„Die Ziele des Forums sind unter anderem die Vorteile gesunder Raumluft dazustellen, Lösungswege für gesundheitlich unbedenkliches Bauen aufzuzeigen und über Bauprodukte sowie gebäudebedingte Erkrankungen zu informieren“, erläutert Dr. Führer. Fachliche und bürokratische Hindernisse für gesundes Bauen und Wohnen sollen beseitigt werden. Zudem sollen die neuesten Erkenntnisse aus naturwissenschaftlicher Innenraumdiagnostik, Innenraumhygiene und umweltmedizinischer / humantoxikologischer Forschung in die bauliche Praxis einfließen. „Wir erarbeiten Standards für gesundes Wohnen, Bauen, Renovieren und Sanieren, um damit auch vorbeugend tätig zu werden - gerade in Bezug auf Erkrankungen, deren Ursachen oder Auslöser im Bereich luftgetragener Schadstoffe und deren Aufnahme in den menschlichen Organismus liegen“, ergänzt Jochen Engelhardt. Außerdem möchte das Forum innovative Unternehmen und Dienstleister für diese neue Bauphilosophie gewinnen.

Neue Wege für gesundes Wohnen und Arbeiten
In der Praxis sieht das wie folgt aus: Besteht ein Verdacht auf Schadstoffbelastung, wird eine systematische Bestandsaufnahme, beginnend mit einer Wohnraumbegehung und chemischen, mikrobiologischen und messtechnischen Untersuchen durchgeführt. Die von Innenraumwissenschaftlern des Forums ermittelten Ergebnisse bilden die Grundlage für die Sanierungsplanung. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen werden von Architekten des Forums unter technischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Aspekten geplant und die Bauausführung begleitet. Auch beim Neubau wird durch die enge Zusammenarbeit von Innenraumspezialisten und Architekten eine gesunde Innenraumluft erreicht.

Von der Planung in die Baupraxis
Die Handwerker des Forums verfügen über das erforderliche fachübergreifende Expertenwissen. Sie kombinieren praxiserprobte Vorgehensweisen mit dem Einsatz von Spezialgeräten und neu entwickelten Techniken. Die Erkenntnisse und Vorgaben von Ärzten, Innenraumwissenschaftlern, Planern und Architekten werden in die Praxis umgesetzt. Regelmäßige Treffen innerhalb des Forums, kontinuierlicher Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie Weiterbildungsmaßnahmen garantieren die permanente Weiterentwicklung und Kompetenz der Mitgliedsunternehmen.

Für alle die für das Thema sensibilisiert wurden und nun evtl. wissen möchten, ob ihre Gesundheitsbeschwerden auf Schadstoffe im Innenraum zurückzuführen sind, hält das Forum im Internet eine kostenlose Checkliste parat. Einfach auf die Internetseite www.Forum-GWA.de gehen und die Checkliste über "Kontakt" anfordern.

Ansprechpartner:
Frau Christine Scharf E-Mail: ScharfPR@t-online.de
Telefon: 09364 / 815 79 50
Fax: 09364 / 815 79 55
Public Relations - Agentur für Unternehmenskommunikation:

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POLITIK - BEHOERDEN
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Bundesumweltministerium

Berlin, 13.12.2005

Gabriel begrüßt Chemikalienverordnung als guten Kompromiss zwischen Umwelt und Wirtschaft
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die heute im Wettbewerbsfähigkeitsrat der EU erzielte Einigung über die neue Chemikalien-Verordnung als "guten und ausgewogenen Kompromiss" zwischen Umwelt- und Verbraucherschutz einerseits und der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemieindustrie andererseits bezeichnet.

Gabriel: "Der Kompromiss behält die Kernelemente von REACH bei. Die Vorschriften zur systematischen Testung auf Langfristgefahren sind nach Inhalt und Struktur im wesentlichen ebenso unverändert geblieben wie die Vorschriften zum Informationsaustausch in der Lieferkette. Die Beweislast bleibt bei der Industrie. die Verantwortung für die Stoffprüfung und ein entsprechendes Risikomanagement grundsätzlich auf die Industrie verlagert. Die Behörden bekommen den Kopf frei für die intensive Prüfung von prioritären Stoffen. Besonders gefährliche Stoffe werden einem Zulassungssystem unterstellt. Verbote und Beschränkungen werden erleichtert."

Besonders besorgniserregende Stoffe werden einem einzelfallorientierten Zulassungsverfahren unterstellt, wobei auch bei adäquat kontrollierten Stoffen eine Prüfung erforderlich ist, ob es Ersatzstoffe gibt. Damit hat der Rat in diesem Punkt anspruchsvollere Beschlüsse gefasst als der ursprüngliche Kommissionsvorschlag vorsah. Erstmals werden auch Stoffe in Erzeugnissen erfasst, die bestimmungsgemäß freigesetzt werden. Diese sind in denselben Fristen wie andere Stoffe zu registrieren.

Des weiteren werden doppelte Tierversuche vermieden. Außerdem: Der Datensatz, der im Niedertonnagenbereich für alle Neustoffe und Verbraucherstoffe mit besonderem Gefahrenverdacht vorzulegen ist, wird um drei weitere Prüfnachweise ergänzt, nämlich um die akute Toxizität, den Grünalgentest und die biologische Abbaubarkeit.

Gabriel: "Damit REACH bald umgesetzt werden kann, gilt es, das Gesetzgebungsverfahren in zweiter Lesung zügig zum Abschluss zu bringen. Wir müssen also den Gemeinsamen Standpunkt formell verabschieden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Agentur arbeitsfähig wird. Schließlich wird REACH nur mit einer gut funktionierenden Agentur ein Erfolg werden."
www.bmu.de/chemikalien

Anmerkung Scherrmann: Wenn der neue Bundesumweltminister die erzielte Einigung als "guten und ausgewogenen Kompromiss" bezeichnet, dann wissen wir ja nun zumindest, welche Positionen er in seiner Amtszeit einnimmt. 

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Verordnung zur Änderung der Chemikalien Straf- und Bußgeldverordnung in Kraft getreten und Neufassung im Bundesgesetzblatt bekannt gemacht
Schärfere Maßnahmen bei Verstößen gegen Chemikalienverordnungen
Die Zweite Verordnung zur Änderung der Chemikalien Straf- und Bußgeldverordnung ist am 13. Oktober 2005 in Kraft getreten. Verstöße gegen die Chemikalienverordnungen der Europäischen Union (EU), die auch in Deutschland unmittelbar gelten, können nun mit Strafen oder Bußgeldern geahndet werden. Nachdem die Verordnung am 10. August 2005 vom Bundeskabinett beschlossen wurde, hatte ihr der Bundesrat in seiner Plenumssitzung am 23. September 2005 zugestimmt. Am 12. Oktober 2005 wurde sie im Bundesgesetzblatt (Teil I, S. 2924) verkündet.

Die Änderungen beziehen sich konkret auf die Straf- und Bußgeldbewehrung:
- der  Verordnung (EG) Nr. 2037/2000 vom 29. Juni 2000 über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, die zuletzt durch die  Verordnung (EG) Nr. 2077/2004 vom 3. Dezember 2004 geändert worden ist, und
- der  Verordnung (EG) Nr. 850/2004 vom 29. April 2004 über persistente organische Schadstoffe und zur Änderung der Richtlinie 79/117/EWG

Die Neufassung der Chemikalien Straf- und Bußgeldverordnung ist mit Datum vom 27. Oktober 2005 im Bundesgesetzblatt (Teil I, Ausgabe Nr. 68 vom 4. November 2005, S. 3.111) bekannt gemacht worden. Sie gibt den Wortlaut der Chemikalien Straf- und Bußgeldverordnung in der seit dem 13. Oktober geltenden Fassung wieder und berücksichtigt sämtliche Änderungen der am 8. Mai 1996 in Kraft getretenen Chemikalien Straf- und Bußgeldverordnung vom 25. April 1996.

Hinweis: Die Zweite Verordnung zur Änderung der Chemikalien Straf-und Bußgeldverordnung und die Neufassung der Chemikalien Straf- und Bußgeldverordnung sind im Internet unter  www.bmu.de abrufbar.

Weitere Informationen:
-  Pressemitteilung vom 10.08.2005: Schärfere Maßnahmen bei Verstößen gegen Chemikalienverordnungen nun möglich
- Chemikalien Straf- und Bußgeldverordnung: 
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/chemstrowiv/

Anmerkung Scherrmann: Ich habe die Behoerde angeschrieben und gebeten mir Quellen ueber die tatsaechlich moeglichen Strafen zu nennen.

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Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz  

München, 24. November 2005
Müller: Besserer Schutz für Kinder - endgültiges Verbot für Weichmacher

Kinderspielzeug wird sicherer. Darauf hat Umwelt- und Gesundheitsstaatsekretärin Emilia Müller heute hingewiesen. "Mit einem Verbot von bestimmten Weichmachern in Kinderspielzeug schafft die Europäische Union jetzt mehr Gesundheitsschutz für die Kleinen. Gesundheitlich bedenkliche Stoffe haben in Produkten für Kinder und Säuglinge nichts zu suchen, denn ihr kleiner Organismus ist schnell über Maß belastet. Es muss alles getan werden, um eine mögliche Belastung zu reduzieren", begrüßte Müller die aktuelle Entscheidung des Europäischen Rates zur Änderung der Spielzeugrichtlinie.

Die neue Richtlinie sieht ein gemeinschaftsweites Verwendungsverbot für drei Phthalate (DEHP, DBP und BBP) als Weichmacher in allen Spielzeug- und Babyartikel vor. Diese Stoffe wurden bei der Risikobewertung der EU-Kommission als krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Die Weichmacher DINP, DIDP und DNOP werden bei allen Spielzeug- und Babyartikeln verboten, die in den Mund genommen werden können. Nach deutschem Recht waren bisher schon alle Phthalate als Weichmacher in Spielzeug für Kinder unter 3 Jahren, die in den Mund genommen werden oder werden können, verboten. Das neue Recht schafft jetzt EU-weit Rechtssicherheit und erweitert das Verbot. Viele Spielsachen werden aus dem Kunststoff PVC hergestellt. Zur Erhöhung der Elastizität werden Weichmacher, wie die Phthalate beigemengt. Diese können mit der Zeit durch Hautschweiß oder Speichel wieder aus dem Kunststoff herausgelöst und über Haut, Mund und Atmung aufgenommen werden.

Phthalate stehen Müller zufolge als unerwünschte Substanzen schon länger im Fokus der Umwelt- und Verbraucherschutzpolitik. Um die tatsächliche Belastung der bayerischen Bevölkerung mit Phthalaten genauer zu bestimmen, läuft seit Juli 2004 ein Forschungsvorhaben des Umweltministeriums. Neben der Ermittlung der Gesamtbelastung werden dabei auch die verschiedenen Aufnahmepfade für den Menschen (Nahrung, Luft) erfasst, um entsprechende Minimierungsstrategien zu entwickeln.
Weitere Informationen:
http://www.verbraucherschutz.bayern.de
Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de

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BUNDESTAG

Berlin: Mi, 30.11.2005 

22 staendige Ausschuesse haben sich konstituiert

Berlin: (hib/VOM/BOB)   Die 22 vom neuen Bundestag eingesetzten ständigen Ausschüsse sind am Mittwochvormittag unter der Leitung von Mitgliedern des Bundestagspräsidiums zu ihren konstituierenden Sitzungen zusammengetreten.
Die Verteilung der Ausschussvorsitzenden basiert auf einer interfraktionellen Regelung. CDU/CSU und SPD stellen jeweils acht, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen jeweils zwei Ausschussvorsitzende.
Für die konstituierenden Sitzungen haben die Fraktionen nachfolgende ordentliche Mitglieder sowie Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende benannt. Es ist möglich, dass es in den nächsten Wochen bei den Ausschussmitgliedern noch einzelne Veränderungen geben wird.

U.a.:
Petitionsausschuss (25 Mitglieder)
Vorsitzende: Kersten Naumann (Die Linke), Stellvertreter: Gero Storjohann (CDU/CSU) CDU/CSU (9): Günter Baumann, Andreas Jung (Konstanz), Siegfried Kauder (Villingen-Schwenningen), Dr. Maximilian Lehmer, Paul Lehrieder, Carsten Müller (Braunschweig), Karl Schiewerling, Gero Storjohann, Kai Wegner SPD (9): Gregor Amann, Clemens Bollen, Gabriele Frechen, Klaus Hagemann, Gabriele Losekrug-Möller, Marlene Rupprecht (Tuchenbach), Ewald Schurer, Andreas Steppuhn, Lydia Westrich FDP (3): Gudrun Kopp, Jens Ackermann, Florian Toncar Die Linke (2): Kersten Naumann, Gert Winkelmeier Bündnis 90/Die Grünen (2): Josef Philip Winkler, Monika Lazar

Auswärtiger Ausschuss (36 Mitglieder)
Vorsitzender: Ruprecht Polenz (CDU/CSU), Stellvertreter: Hans-Ulrich Klose (SPD) CDU/CSU (13): Anke Eymer (Lübeck), Erich G. Fritz, Dr. Peter Gauweiler, Hermann Gröhe, Manfred Grund, Karl Theodor von und zu Guttenberg, Joachim Hörster, Eckart von Klaeden, Eduard Lintner, Ruprecht Polenz, Bernd Schmidbauer, Karl-Georg Wellmann, Willy Wimmer (Neuss) SPD (13): Detlef Dzembritzki, Brunhilde Irber, Hans-Ulrich Klose, Markus Meckel, Dr. Rolf Mützenich, Johannes Pflug, Dr. Hermann Scheer, Gert Weisskirchen (Wiesloch), Uta Zapf, Niels Annen, Johannes Jung (Karlsruhe), Otto Schily, Monika Griefahn FDP (4): Dr. Werner Hoyer, Harald Leibrecht, Marina Schuster, Dr. Wolfgang Gerhardt Die Linke (3): Wolfgang Gehrcke, Monika Knoche, Norman Paech Bündnis 90/Die Grünen (3): Kerstin Müller (Köln), Marieluise Beck (Bremen), Dr. Uschi Eid

Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (31 Mitglieder)
Vorsitzende: Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen), Stellvertreterin: Manfred Helmut Zöllmer (SPD) CDU/CSU (11): Peter Bieser, Ursula Heinen, Uda Heller, Franz-Josef Holzenkamp, Dr. Peter Jahr, Dr. Hans-Heinrich Jordan, Julia Klöckner, Dr. Maximilian Lehmer, Marlene Mortler, Johannes Röring, Kurt Segner SPD (11): Volker Blumentritt, Dr. Gerhard Botz, Elvira Drobinski-Weiß, Gustav Herzog, Holger Ortel, Dr. Wilhelm Priesmeier, Mechthild Rawert, Marianne Schieder, Marlies Volkmer, Waltraud Wolff (Wolmirstedt), Manfred Helmut Zöllmer FDP (3): Hans-Michael Goldmann, Dr. Christel Happach-Kasan, Dr. Edmund Peter Geisen Die Linke (3): Dr. Kirsten Tackmann, Katrin Kunert, Alexander Ulrich Bündnis 90/Die Grünen (3): Cornelia Behm, Ulrike Höfken, Bärbel Höhn

Ausschuss für Arbeit und Soziales (36 Mitglieder)
Vorsitzende: Gerald Weiß (CDU/CSU):, Stellvertreter: Angelika Krüger-Leißner (SPD) CDU/CSU (13): Dr. Ralf Brauksiepe, Gitta Connemann, Michael Hennrich, Paul Lehrieder, Wolfgang Meckelburg, Maria Michalk, Stefan Müller, Peter Rauen, Franz Romer, Karl Schiewerling, Max Straubinger, Gerald Weiß (Groß-Gerau), Peter Weiß (Emmendingen) SPD (13): Gregor Amann, Klaus Brandner, Wolfgang Grotthaus, Gabriele Hiller-Ohm, Anette Kramme, Angelika Krüger-Leißner, Gabriele Lösekrug-Möller, Katja Mast, Andrea Nahles, Anton Schaaf, Silvia Schmidt, Andreas Steppuhn, Rolf Stöckel FDP (4): Dr. Heinrich Leonard Kolb, Dirk Niebel, Jörg Rohde, Heinz-Peter Haustein Die Linke (3): Katja Kipping, Werner Dreibus, Kornelia Möller Bündnis 90/Die Grünen (3): Brigitte Pothmer, Markus Kurth, Irmingard Schewe-Gerigk

Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (31 Mitglieder)
Vorsitzende: Kerstin Griese (SPD), Stellvertreter: Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen) CDU/CSU (11): Thomas Bareiß, Antje Blumenthal, Thomas Dörflinger, Ingrid Fischbach, Markus Grübel, Katharina Landgraf, Paul Lehrieder, Eva Möllring, Michaela Noll, Johannes Singhammer, Elisabeth Winkelmeier-Becker SPD (11): Clemens Bollen, Renate Gradistanac, Angelika Graf, Kerstin Griese, Christel Humme, Jürgen Kucharczyk, Helga Lopez, Caren Marks, Sönke Rix, Marlene Rupprecht, Wolfgang Spanier FDP (3): Ina Lenke, Sibylle Laurischk, Miriam Gruß Die Linke (3): Jörn Wunderlich, Elke Reinke, Diana Golze Bündnis 90/Die Grünen (3): Ekin Deligöz, Britta Haßelmann, Irmingard Schewe-Gerigk

Ausschuss für Gesundheit (31 Mitglieder)
Vorsitzende: Dr. Martina Bunge (Die Linke), Stellvertreter: Dr. Hans Georg Faust (CDU/CSU) CDU/CSU (11): Peter Albach, Dr. Wolf Bauer, Dr. Hans Georg Faust, Hubert Hüppe, Dr. Rolf Koschorrek, Hermann-Josef Scharf, Dr. Andreas Scheuer, Jens Spahn, Max Straubinger, Annette Widmann-Mauz, Willi Zylajew SPD (11): Peter Friedrich, Eike Hovermann, Christian Kleiminger, Dr. Karl Lauterbach, Hilde Mattheis, Mechthild Rawert, Dr. Carola Reimann, Dr. Margrit Spielmann, Jella Teuchner, Dr. Marlies Volkmer, Dr. Wolfgang Wodarg FDP (3): Daniel Bahr (Münster), Dr. Konrad Schily, Heinz Lanfermann Die Linke (3): Frank Spieth, Dr. Martina Bunge, Klaus Ernst Bündnis 90/Die Grünen (3): Birgitt Bender, Elisabeth Scharfenberg, Dr. Harald Terpe

Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (31 Mitglieder)
Vorsitzender: Petra Bierwirth (SPD), Stellvertreter: Lutz Heilmann (Die Linke) CDU/CSU (11): Michael Brand, Marie-Luise Dött, Dr. Maria Flachsbarth, Josef Göppel, Andreas Jung (Konstanz), Jens Koeppen, Katharina Landgraf, Ingbert Liebing, Philipp Missfelder, Dr. Goerg Nüßlein, Ulrich Petzold SPD (11): Dirk Becker, Petra Bierwirth, Gerd Bollmann, Marco Bülow, Martin Burkert, Dr. Matthias Miersch, Marko Mühlstein, Detlef Müller (Chemnitz), Christoph Pries, Heinz Schmitt (Landau), Frank Schwabe FDP (3): Angelika Brunkhorst, Michael Kauch, Horst Meierhofer Die Linke (3): Eva Bulling-Schröter, Lutz Heilmann, Hans-Kurt Hill Bündnis 90/Die Grünen (3): Hans-Josef Fell, Dr. Reinhard Loske, Sylvia Kotting-Uhl

Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe (16 Mitglieder)
Vorsitzende: Dr. Herta Däubler-Gmelin (SPD), Stellvertreter: Holger Haibach (CDU/CSU) CDU/CSU (6): Carl Eduard von Bismarck, Hartwig Fischer (Göttingen), Holger Haibach, Hennig Otte, Daniela Raab, Erika Steinbach SPD (6): Herta Däubler-Gmelin, Angelika Graf (Rosenheim), Wolfgang Gunkel, Johannes Jung (Karlsruhe), Christel Riemann-Hanewinckel, Christoph Strässer FDP (2): Florian Toncar, Burkhardt Müller-Sönksen Die Linke (1): Michael Leutert Bündnis 90/Die Grünen (1): Volker Beck (Köln)

Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union (33 Mitglieder)
Vorsitzender: Matthias Wissmann (CDU/CSU), Stellvertreter: Kurt Bodewig (SPD) CDU/CSU (12): Thomas Barreiß, Veronika Maria Bellmann, Carl Eduard von Bismarck, Ursula Heinen, Alois Karl, Gunther Krichbaum, Eduard Lintner, Henry Nitsche, Henning Otte, Ingo Schmitt, Michael Stübgen, Matthias Wissmann SPD (12): Dr. Lale Akgün, Kurt Bodewig, Hans Eichel, Rainer Fornahl, Lothar Ibrügger, Josip Juratovic, Steffen Reiche (Cottbus) Michael Roth (Heringen), Axel Schäfer (Bochum), Ottmar Schreiner, Dr. Martin Schwanholz, Hans-Jürgen Uhl FDP (3): Michael Link, Markus Löning, Christian Ahrendt Die Linke (3): Alexander Ulrich, Dr. Diether Dehm, Dr. Hakki Keskin Bündnis 90/Die Grünen (3): Ulrike Höfken, Rainder Steenblock, Jürgen Trittin

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UMWELTBUNDESAMT - UBA

22.12.2005

Gemeinsame Presse-Information von Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Robert Koch-Institut (RKI) und Umweltbundesamt (UBA)

„Umwelt und Gesundheit in Deutschland – Beispiele aus dem täglichen Leben.“

Ausgabe 2005 informiert Verbraucherinnen und Verbraucher

Druckfrisch liegt sie vor: Die kostenlose Neuauflage der 2004 erstmalig erschienenen Broschüre „Umwelt und Gesundheit in Deutschland – Beispiele aus dem täglichen Leben.“. Auf 120 Seiten gibt es den aktuellen Wissensstand zu Themen wie Feinstaub, Lärm, Mobiltelefone und gesunde Lebensmittel. Die Broschüre beschreibt nicht nur allgemeinverständlich die Problemthemen an der Schnittstelle von Umwelt- und Gesundheitsschutz, sondern sie gibt auch konkrete Hinweise, was gegen umweltbedingte Gesundheitsrisiken getan werden muss und kann. Denn trotz spürbarer Verbesserungen durch konsequenten Umwelt- und Gesundheitsschutz bleibt noch einiges zu tun – etwa bei der Chemikalienbewertung oder beim Lärm. Herausgeber der Broschüre sind das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Robert Koch-Institut (RKI) und das Umweltbundesamt (UBA).

Die aktualisierte Broschüre erfüllt eine wichtige Forderung des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) des Bundesumweltministeriums (BMU), des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) und des Bundesministeriums für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Die interessierte Öffentlichkeit besser über gesundheitliche Folgen möglicher Umwelteinwirkungen auf den Menschen zu informieren.

So geht das Kapitel Reicht die Luft zum Atmen? ausführlich auf die EU-Feinstaub­richt­linie ein, deren verschärfte Grenzwerte ab Anfang 2005 die Bürgerinnen und Bürger sowie die zuständigen Behörden zunehmend beschäftigen.

Das Kapitel Wer macht den Lärm? betrachtet die EG-Umgebungslärm­richtlinie, die Deutschland im Juni 2005 in deutsches Recht überführte. Auf ihrer Grundlage ist es künftig einfacher, Umweltlärm zu vermindern und momentan noch ruhige Gebiete besser vor Lärm zu schützen.

Das völlig neu gestaltete Kapitel „Sind unsere Lebensmittel sicher?“ informiert über neue Erkenntnisse zu unerwünschten Stoffen, die viele Menschen täglich mit der Nahrung aufnehmen. Grundlage ist das über sieben Jahre laufende Lebensmittel-Monitoring des Bundes und der Länder. Der Gesundheitssurvey für Kinder und Jugendliche (KiGGS) betrachtet zusätzlich das Ernährungs­verhalten dieser Altersgruppen.

Klar ist: Der erfreuliche Trend zu einer qualitativen Verbesserung im Bereich Umwelt und Gesundheit setzt sich fort. Es hat sich viel getan: Die gesundheitlichen Wirkungen der Blei- und Schwefeldioxid-Belastungen spielen in Deutschland heute kaum mehr eine Rolle. Diese und andere Beispiele zeigen: Anspruchsvoller Umweltschutz ist auch wirksame Gesundheitsvorsorge.

Doch neue Entwicklungen und Erkenntnisse bergen neue Herausforderungen. Zu bekannten Chemikalien kommen neue hinzu. Bei manchen Stoffen stellt sich erst nach einiger Zeit heraus, dass sie für Umwelt und Gesundheit schädlich sind. Ziel aller Bemühungen ist es daher, Risiken frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um diese Risiken zu vermindern – im Interesse der menschlichen Gesundheit und unserer Umwelt. Nicht nur Wissenschaft und Politik sind hier gefragt, sondern auch das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger.

Die Broschüre „Umwelt und Gesundheit in Deutschland – Beispiele aus dem täglichen Leben. Ausgabe 2005“ ist beim Umweltbundesamt, c/o GVP Gemeinnützige Werkstätten, Postfach 33 03 61, 53183 Bonn, oder über uba@broschuerenversand.de kostenlos erhältlich und steht unter
http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2975.pdf sowie auf den Internetseiten des „Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit“ unter http://www.apug.de/uug/index.htm elektronisch bereit.

HTML:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2005/pd05-076.htm
PDF: http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi05/pd05-076.pdf

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14. Dezember 2005   

Luftreinhaltung: Was tut meine Stadt gegen Feinstaub?
UBALLL gibt Antwort!
Internet-Link-Sammlung des Umweltbundesamtes führt Pläne zur Luftreinhaltung von Ländern und Kommunen auf

Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Internet-Adressen der Luftreinhalte-, Aktions- und Maß­nahmeplänen der Bundesländer, Städte und Gemeinden zusammengestellt. Damit können sich nun schnell und aktuell alle Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, was an ihrem Wohnort getan wird, wenn Luftqualitätsgrenzwerte überschritten werden. Die so genannten Luftreinhaltepläne sollen die Einhaltung der Luftqualitätsstandards garantieren. Dort, wo Luftschadstoffgrenzwerte überschritten sind – beispielsweise für Feinstaub – sind die zuständigen Behörden, in den meisten Fällen die Städte oder Kommunen, verpflichtet, Pläne zur Luftreinhaltung aufzustellen. Die Zusammenstellung dieser Pläne – kurz  "UBALLL - Umwelt Bundes Amt Liste Luftreinhalteplan Links – bietet das UBA unter der Internetadresse  www.uba.de/Luftreinhalteplaene an.  

Um nicht die EDV-technische Bauernregel zu bestätigen, dass nichts so alt ist, wie eine Linksammlung der vergangenen Woche, überprüft das UBA alle Adressen regelmäßig auf ihre Gültigkeit, um die im Internet leider so häufig in Sackgassen endenden Verweise zu vermeiden.

Für Bürgerinnen und Bürger, die ihre Stadt oder Region in der Liste vermissen, sind als besonderer Service noch die Internet-Kontaktadressen der Umweltmi­nisterien und sonstigen Umweltbehörden der Bundesländer ausgewiesen, mit deren Hilfe sie Informationen zur Luftqualität in ihrer Umgebung erhalten können.

Vom Umweltbundesamt bisher nicht aufgeführte Internetadressen weiterer Luft­reinhaltepläne können per E-Mail an II5.1@uba.de, Betreff: UBALLL
geschickt werden.

 HTML:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2005/pd05-073.htm
PDF: http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi05/pd05-073.pdf

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05.12.2005
Internationaler Tag des Bodens am 05. Dezember 2005:
Bodenschutz – eine Aufgabe für die Europäische Union
Veranstaltung der Kommission Bodenschutz des Umweltbundesamtes zum Internationalen Tages des Bodens
Böden sind eine der wesentlichen Lebensgrundlagen des Menschen. Sie stehen im Zentrum des Umweltschutzes, mit vielen Schnittstellen zu den anderen Schutzgütern – wie Wasser und Luft. „Ohne saubere Böden ist sauberes Trinkwasser auf Dauer nicht sicher zu stellen und die dauerhafte Produktion gesunder landwirtschaftlicher Produkte kaum möglich“, sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Prof. Dr. Andreas Troge auf der heutigen Veranstaltung in Dessau. Dabei reiche es nicht aus, sich auf nationalen Erfolgen eines vorsorgenden Bodenschutzes auszuruhen. Mittlerweile stellt überwiegend die Europäische Union (EU) die Anforderungen an Lebensmittel und Trinkwasser, die dann national einzuhalten sind. Ohne weitergehende europäische Regelungen zum Bodenschutz – wie die schon länger von der EU-Kommission angekündigte Bodenschutzrichtlinie – ist es schwierig, dass bislang erreichte hohe Schutzniveau in Deutschland zu halten. Deshalb resümierte Troge: „Bodenschutz ist vorgezogener Verbraucherschutz – und dieses Thema gilt es, auch auf der europäischen Ebene voranzubringen.“

Auf der zweiten Veranstaltung der Kommission Bodenschutz des Umweltbundesamtes (KBU) anlässlich des Internationalen Tages des Bodens trafen sich in Dessau knapp 300 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung sowie Politik und stellten damit eindrucksvoll unter Beweis, dass der Schutz der Böden nicht vergessen, sondern eine wichtige umweltpolitische Aufgabe ist. Auf der Veranstaltung wurde deutlich, dass Böden wegen ihres Kontakts sowohl zu den Wasserkreisläufen als auch zu den Einträgen aus der Luft Schnittstellenfunktionen haben. Diese machen Bodenschutz notwendig und zugleich schwierig – sind mit den Böden doch so viele unterschiedliche Nutzungsinteressen verbunden. 

Mehrfach wiesen die Fachleute darauf hin, dass Bodenschutz ein zentrales Anliegen des Umwelt- und des Verbraucherschutzes ist: Nur so lässt sich langfristig garantieren, dass man in Deutschland sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrungsmittel beziehen kann sowie gesunde Futtermittel wachsen, die ein unbesorgtes konsumieren auch tierischer Produkte sicherstellen.

Doch nicht nur ihre Verschmutzung gefährdet die Böden: Die immer noch viel zu hohe Inanspruchnahme der Böden für Zwecke des Siedlungsbaus und des Verkehrs führt zu kontinuierlichen Verlusten natürlicher Böden. In Deutschland sind deshalb die rechtlichen, planerischen und ökonomischen Randbedingungen auf einen schonenden Umgang mit Freiflächen auszurichten.

Der Weltbodentag wurde auf der Tagung der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) in Bangkok am 5. Dezember 2002 ausgerufen. Das Ziel  besteht darin, an diesem Tag der Öffentlichkeit die Bedeutung und Schutzbedürftigkeit der Ressource "Boden" näher zu bringen und das Bewusstsein für dieses Umweltmedium zu wecken. Die Kommission Bodenschutz des Umweltbundesamtes, die 2004 in Berlin am Tag des Bodens gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Tag jährlich mit einer besonderen Veranstaltung zu würdigen. 

Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.umweltbundesamt.de/fwbs/kbu/   und
www.umweltdaten.de/uba-info-presse/hintergrund/flaechenverbrauch.pdf

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